Partnerschaft Lenauheim – Kirn-Land geschlossen

Die Banater Schwaben haben ihre Heimat verlassen und sind in eine andere Gegend Europas, wo sie sich ein besseres Leben in Freiheit erhofften, ausgewandert. Der überwiegende Teil hat es auch durch Fleiß und Wille geschafft. Ihre Integration ist gelungen, eine Vielzahl derer ist in Süddeutschland ansässig geworden.

Aber da gibt es noch das „Herz und die Menschlichkeit“ jedes Einzelnen. Und im Herzen ist, bei einem großen Teil der einstigen Banater Schwaben, die Heimat haften geblieben. Jeder verarbeitet diese „Herzensangelegenheit“ auf eine andere Art. Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, durch ihren Vorstand, bemüht sich den Friedhof zu pflegen, die Kirche zu erhalten und zu hilft am Lenauh- und Heimat-Museum mit. Sie nimmt eine Brückenfunktion zwischen dem neuen Zuhause in Deutschland und dem Heimatgebiet Banat ein. Wir wollen unserem Heimatort auf dem Wege nach Europa behilflich sein.

Solche Funktionen nehmen auch Einzelpersonen wahr und einer dieser ist Edmund Brach. Er hat sich nach der Auswanderung in der VG Kirn-Land niedergelassen und integriert und seinen Arbeitgeber, die Verbandsgemeinde Kirn-Land, auf den Gedanken gebracht mit den Gemeindebehörden von Lenauheim Kontakt aufzunehmen.

Es war vor vier Jahren, da begegneten sich die Vertreter der VG Kirn-Land, an der Spitze mit ihrem Bürgermeister und die Vertreter der HOG Lenauheim, in Lenauheim zum ersten Mal. Die „Chemie“ stimmte und das Ganze nahm seinen Lauf. Die HOG Lenauheim, in einer kleinen Rolle als Vermittler, hat auch dazu beigetragen, dass nun in diesem September, ein Partnerschaftsvertrag zwischen den Gemeinden, von den Bürgermeistern Ilie Suciu und Werner Müller, im Rahmen der Festtage „Kinder des Dorfes“ unterzeichnet wurde.

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Den Rahmen dazu bildeten die Gäste und unmittelbar bei der Unterzeichnung, Ovidiu Ganţ, der Abgeordnete der deutschen Minderheit im rumänischen Parlament und Nicolae Robu, Oberbürgermeister der Stadt Temeswar.

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Symbolisch für diese Partnerschaft wurde gemeinsam von allen anwesenden Vertretern eine Linde, unweit vom Nikolaus Lenau Denkmal, vor dem Gemeindehaus gepflanzt. Hier hielten der Geistliche Marin Maties, der DFDB-Vorsitzende Dr. Johann Fernbach, der HOG Vorsitzende Werner Griebel und die beiden Bürgermeister Ansprachen. In seiner Ansprache, hat Bürgermeister Müller die HOG Lenauheim aufgefordert und eingeladen eine Patenschaft über die Gemeindepartnerschaft zu übernehmen.

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Wir können nur alle hoffen, aber müssen auch behilflich sein, diese Partnerschaft zum Nutzen der Gemeinde Lenauheim und ihren Bewohner, voran zu treiben. In Bezug auf den gepflanzten Lindenbaum, sagte ich: „Dieser Baum muss regelmäßig begossen werden, damit er sich entwickelt und gedeiht, denn ohne dies wird er welken und absterben.“ Mögen alle Verantwortungsträger die dabei mitgewirkt haben und ihre Bürger in den Partnerschaftsorten viel Erfolg auf diesem neubeschrittenen Weg haben.