Soldatenfriedhof |
Dokumentation |
Geschichte
Das Archiv ist eine geordnete Sammlung von Schrift-, Bild- und Tongut einer Person oder Institution, das organisch gewachsen (also nicht planmäßig gesammelt) ist und als archivwürdig befunden wurde.
Ab sofort bieten wir Ihnen unser Archiv mit Berichten, die nicht mehr so ganz aktuell sind, auf dieser Webseite an. Allerdings dürften Sie für manchen doch noch interessant und lesenswert sein. Hier finden Sie eine Aufstellung der archivierten Beiträge:
- Vorstandstreffen der HOG
- Dach- und Turmsanierung
- LM mit neuer Internetseite
- Vorsitzende in Ulm
- "Mir redde Platt"
- Aktuelles aus Lenauheim
- Lenauheimer Wurzeln
- Soziale Angelegenheiten
- Silvesterfeier
- Kehrer verstorben
- Busreise nach Lenauheim 2010
- Aktuelles aus Lenauheim - 4. Quartal 2009
- Info-Abend des Landesverbandes Bayern
- 40 Jahre Pipatsch und sie blüht noch immer
- Nobelpreis für Literatur an Herta Müller
- 13. Lenauheimer Heimattreffen
- Aktuelles aus Lenauheim
- Ehrung von Jakob Laub
- Jakob Hügel gewürdigt
- Wiedergutmachungsgesetz
- 60 Jahre Kollektivwirtschaft
- Aktuelles
- Kriegerdenkmal
- Fußballturnier der HOG
- 15. Kultur- und Heimattage der Banater Schwaben
- Vorstandstreffen der HOG Lenauheim
- Gemeinde Lenauheim wird aufgeteilt
- HOG und KV Tagung in Frankenthal
- Nahtstellen im Bündnis
- orth. Kirche in neuem Glanz
- Blassmann gestorben
- Jahreswechsel mit der HOG
- Aktuelles
- Feiern zu Allerheiligen
- Klassentreffen
- Hilfe für Maria Radna
- Fußballverein in Lenauheim gegründet
- Europa bringt uns näher
- 13. Paralympics 2008
- Neue Tafeln auf dem Friedhof
- Mundart-Beitrag bei Radio Temeswar
- Domenik Gebhardt ist verstorben
- Elisabeth Mühlroth verstorben
- Ergebnis der Kommunalwahl 2008
- Fußballturnier in Fürth-Vach 2008
- Heimattag der Banater Schwaben 2008
- Bernhard Krastl im BdV-Präsidium
- HOG-Vorstandstagung am 5. April 2008
- Lenauheim hören!
- Februar 2008 - Eindrücke aus Lenauheim
- Jürgen Griebel im Bundesvorstand
- Altbischof Msgr. Sebastian Kräuter verstorben
- Wahlen im Kreisverband Augsburg
- Zum 70. Geburtstag von Hans Taugner
- Karl Blassmann 80 Jahre alt
- Allerheiligen 2007 in Lenauheim
- Lenauheimer Heimattreffen 2007
- "Fiii satului" 2007
- Vorstandstreffen der HOG Lenauheim
- Alte und neue Heimat bildhaft nahe
- Gemeinde Lenauheim vorgestellt
- Die Trachtenpuppen in Lenauheim
- Glaubens-Bote
- Diamantene Hochzeit
- Man erinnert sich an uns!
- Nachrichten aus Lenauheim Januar 2007
- Paul Robert Staedel verstorben
- HOG wurde Mitglied im Hilfswerk
- Fahrt in die alte Heimat Lenauheim
- Allerheiliche 2006
- "Kerwei" in Lenauheim
- Anton Dittiger verstorben
- Die Paralympics in Peking als Ziel
- Heimattag 2006 in Ulm
- Lenauheimer Fußballtreffen 2006 in Fürth-Vach
- Lenauheim ist immer einen Besuch wert
- Im Dienste der HOG Lenauheim
- Constantin Pascau verstorben
- Professor Hans Bräuner verstorben
- Lenauheimer Heimattreffen 2005
- Banater Schwaben, Blasmusik und schönes Wetter
- Radio Timisoara über Internet
- Vorstandstagungen
- Friedhofpflege in neuer
Hand
- Bernhard Krastl zum
Bundesvorsitzenden wiedergewählt
- Friedhofszaun wieder am Platz
- Details zur Flächen-Rückerstattung
- Aus der Landwirtschaft
- Tageszentrum für behinderte Kinder Lenauheim
- Europäisches Museum des Jahres 2005
- Ausstellung von Ewald Weyer
- Neue Lenauheim Monographie
- Fußballturnier in Landshut 2004
- Vorstandstagung der HOG im Sept. 2004
- Archiv "Schwoweblatt"
- Kommunalwahlen 2004 in Lenauheim
- 10. Lenauheimer Heimattreffen
- Banater Schwaben – gestern – heute – morgen
- Friedhofskapelle renoviert
- HOG Vorstandstagung am 1. Mai 2004 in Nürnberg
- Tagung der Vorsitzenden der HOG's 2004
- "Zur Sache" in Lenauheim
- Jahrgangstreffen 1958
- Allerseelen in Mannheim
- Direkte Telefonverbindung
- "Styrian Award for Humanity" für Lenauheim Hilfe
- Abschied von August Griebel
- Vorlesung von Helmfried Hockl
- Neue Postleitzahlen
- Tagung der Kreisverbände und Heimatortsgemeinschaften 2003
- Appell an die Lenauheimer
- Lenaufeier im Geburtsort
- Fußballspielen machte Freude
- Modell der Lenauheimer Kirche
- Weihnachten in der alten Heimat
- Heimattag der Banater Schwaben 2002
- Vorstandstagung der HOG Lenauheim 2002
- Lenauheimer Heimattreffen 2001
- Fußballspiel der Lenauheimer 2001
- Auf den Spuren Nikolaus Lenaus / Zum 150. Todestag (2000)
| Meldung vom 24.04.2010 |
Der Vorstand der HOG Lenauheim, hat sich am 17. April 2010, in Mannheim, zu seiner alljährlichen Vorstandssitzung getroffen. Es fanden sich alle Vorstandsmitglieder sowie die Kassenprüfer ein und es wurde mit viel Ausdauer, etwa 7 Stunden lang mit einer Mittagspause, um die Belange unserer Gemeinschaft debattiert sowie Beschlüsse gefasst.
Rechtsanwalt Gheata aus Lenauheim hat sich angeboten in Restitution und Rentenangelegenheiten unseren Landsleuten rechtlich seine Dienste anzubieten. Es ist Jedem selbst überlassen, ob er sie in Anspruch nimmt. Es ist eine private Entscheidung. Verbindungsadresse ist in der BP sowie im Internet veröffentlich worden.| Meldung vom 24.04.2010 |
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim beschäftigt sich schon seit längerem immer wieder mit dem Thema: Kirchenrenovierung. Es wurden bereits einige Schritte in diesem Sinne unternommen. Sobald sich die Umstände konkretisieren wird die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, an der Spitze mit ihrem Vorstand, die Lage analysieren und dementsprechend handeln. Ausschlaggebend war der Absturz von Mörtel und Teilen der Stuckdecke während des Gottesdienstes am 01.01.2010, wobei ein Gläubiger verletzt wurde.| Meldung vom 14.04.2010 |
Die Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. startet zum 15. April 2010 in ein neues Zeitalter der Darstellung des Verbandes. Der Verband will sich der Welt so präsentieren wie er auch ist. Offen, Frisch und voller Tätigkeiten. Dazu wurde der Internetauftritt der Landsmannschaft, durch das Bundesvorstandsmitglied Jürgen Griebel (Lenauheim), komplett neu gestaltet und auch thematisch geordnet.| Meldung vom 16.03.2010 |
Darauf folgte ein sehr gut vorbereiteter Bericht "Zur Situation der Diözese Temeswar. Ziele der Zusammenarbeit". Bischof Martin Roos erklärte uns die Lage der Diözese gefolgt von einer lockeren und angenehmen Aussprache.
Der zweite Tagungstag begann mit der Wahl des HOG-Spechers im Bundesvorstand. Da Herrn Josef Koch für die bis jetzt geleistete Arbeit als Sprecher Lob ausgesprochen wurde, hat man ihn zu einer neuen Amtsperiode vorgeschlagen. Er wurde fast einstimmig von den anwesenden Wahlberechtigten gewählt und nahm das Amt an. Es folgte die Wahl der HOG-Delegierten zur Hauptversammlung 2011. Für die Orte aus dem Kreis Temesch wurden 15 Delegierte und für die Orte des Kreises Arad wurden vier Delegierte gewählt. Der HOG-Vorsitzende der HOG Lenauheim wurde mit der zweitgrößten Stimmenzahl von 41 Stimmen, zum Delegierten der Hauptversammlung gewählt und zeigt damit auch das große Gewicht der HOG Lenauheim innerhalb der Ortsgemeinschaften auf.| Meldung vom 13.03.2010 |
Das Festival "Mir redde Platt" ist eine feste Institution in Saargemünd. Neben Französisch wird Platt oder Francique gesprochen. Alljährlich erweisen Poeten, Musiker und Künstler aus Luxemburg, dem Saarland oder Lothringen diesem Fest die Ehre.| Meldung vom 08.03.2010 |
| Meldung vom 28.02.2010 |
Jasmin Dornstauder, die Tochter von Nikolaus und Yvonne Dornstauder aus Augsburg, ist Schülerin der Hauptschule Nord aus Königsbrunn. Ihre Schule hat sich für "Eine Lebens-Weltmeisterschaft 2010" eingeschrieben. Bei der Auslosung wurde für sie das Land "Rumänien", ausgelost. Da ja die Eltern von Jasmin aus dem Banat kommen und sie dort auch öfter zu Besuch sind, ist das Thema für Jasmin eine Herzensangelegenheit.| Meldung vom 08.02.2010 |
Laut Bürgermeister Ilie Suciu, spürt man auch in Lenauheim die Wirtschaftskrise ganz gewaltig. Insbesondere bemerkbar durch die Autozulieferungsindustrie aus den naheliegenden Städten Hatzfeld und Groß Sankt Nikolaus, aber auch durch die Tätigkeitsverminderung im Bereich der mechanisierten Landwirtschaft und des Bauwesens in Mercydorf. Als sie zu diesen Bestimmungsorten pendelten hatten die ortsansässigen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz mit einem kleinen aber sicheren Einkommen. Das konnte man besonders bei den Menschen durch eine Besserung der Lage in ihren Wirtschaften, sehen.
Die soziale Lage kann man nicht als die Beste kennzeichnen, im Gegenteil: die Zahl der Haushalte ohne sichere Einkommen beziffern sich mittlerweile auf 300. Eine Vielzahl der Häuser aus den drei Dörfern, hätte eine rundum Sanierung nötig. Wobei 1/3 dieser von wirtschaftlichen Menschen bewohnt sind, kann ihnen der Wunsch einer Reparaturarbeit, da sie kein sicheres Einkommen haben, nicht in Erfüllung gehen.
Von der Straße aus, kann man schon die baufällige Lage der Wohnungen sehen. Das Bürgermeisteramt, so gern es auch einschreiten wolle, hat nicht die Möglichkeit, da die Mehrheit dieser Immobilien sich in privatem Besitz befinden. Ein anderes Problem ist: das der Staatshäuser, bewohnt von Familien ohne Einkommen, die es sich nicht erlauben können diese anzukaufen. Die Lage in manchen Fällen ist sehr dramatisch. Zu der Kategorie "Menschen in Schwierigkeiten" muss man auch die große Zahl von 42 Personen hinzufügen, die Hilfe von einem persönlichen Assistenten benötigen. Es sind genügend Ortsbewohner die zur Arbeit ins Ausland sind, bei denen es mehrheitlich aussieht als würden sie nie wieder in die Armut von der sie weg sind, wiederkehren.| Meldung vom 06.01.2010 |
Der Übergang vom letzten Tag im alten Jahr zum ersten Tag im Neuen Jahr wurde auch wie angekündigt, von den Banater Schwaben aus Mannheim und Umgebung, gebührend gefeiert. Unter der Schirmherrschaft der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, fand der Jahreswechsel in einem schönen Gemeindesaal statt. Es waren wieder die beherzte Gruppe Banater Schwaben aus Mannheim und Umgebung die dieses Fest uneigennützig veranstalteten. Sie waren bei der Dekoration des Festsaales, sowie bei dem gesamten Ablauf dabei.| Meldung vom 22.12.2009 |
Wie wir aus den Medien und über die Internetseite des Deutschen Staatstheaters Temeswar erfahren konnten, ist am 18. Dezember 2009, der Lehrer, Schauspieler und für uns Banater Schwaben noch vieles mehr in einer Person, Stefan Heinz alias Hans Kehrer im gesegneten Alter von 96 Jahren, in die ewige Ruhe gegangen.| Meldung vom 19.12.2009 |
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, hat für die erste Septemberwoche 2010, wieder mit dem Lenauheimer Bürgermeisteramt das gemeinsame Fest "Kinder des Dorfes" eingeplant. Die rumänische Seite ist uns, den gewesenen Bürger der Gemeinde Lenauheim gegenüber, sehr aufgeschlossen. | Meldung vom 19.12.2009 |
| Meldung vom 30.11.2009 |
Blick in den Veranstaltungsraum |
Der Vortrag für die HOG Lenauheim wurde von Jürgen Griebel gehalten |
Gruppenfoto mit Brandusa Predescu und Jörg Rohde |
| Meldung vom 27.11.2009 |
Es war ein gelungenes Fest, schrieb Helen Alba. Ungefähr 150 Leute, auch aus zahlreichen Ortschaften des Banats waren dabei. Leser haben sich zu Wort gemeldet, es wird alles in den kommenden Pipatsch-Ausgaben veröffentlicht. Kinder im Trachtenkleid haben 40 Pipatschblumen aus Kreppapier verteilt, es waren 40 Kuchensorten ausgestellt. Sehr viel Kuchen wurde gebracht. Der Bürgermeister von Lenauheim Ilie Suciu und sein Stellvertreter Tudorel Cioabla nahmen ebenso teil. Ilie Suciu wurde in die Jury gebeten, um den Sonderpreis zu verleihen. Er hat einen guten Geschmack und viel Geschick unter weiteren 6 Jury-Frauen gezeigt.
Zu einem Jubiläum macht man sich Gedanken was für ein Geschenk zu so einem Anlass passt. Es ist der 40. Geburtstag der Zeitungsbeilage der "Neuen Banater Zeitung" später "Banater Zeitung" aus Temeswar, die den Namen "Pipatsch" trägt. Also etwas schöneres wie ein Weizenfeld im Sommer auf der Banater Heide mit vielen "Pipatsche" kann man virtuell, nicht übermitteln. So einen bunten Strauß "Pipatsche" möchte ich an die "Macher" der "Pipatsch" zum Jubiläum senden. Die "Macher" das waren viele im Laufe der Jahre. Sie haben versucht ihr Bestes in unserer schwäbischen Mundart den Lesern zu bieten. Stellvertretend für sie möchte ich hier nur zwei Namen nennen: Nikolaus Berwanger, er hatte die zündende Idee, ein "Schwowisches Weltblatt" herauszubringen. Er war auch der Mann der zu dieser Zeit ein solches Anliegen durchsetzen konnte. Sicherlich gibt es pro und contra Stimmen aber im Fall "Pipatsch" gebührt ihm ein besonderes Lob. Er war auch in dieser Zeit der Initiator vom Heimatmuseum in Lenauheim. Als zweites möchte ich Frau Helen Alba, geb. Kling, hervorheben. Sie hatte den Mut nach der Wende, als alle Schwaben nur weg wollten, die Redaktion der "Pipatsch" zu übernehmen. Es war eine ungewisse Zeit, keiner wusste wie es weiter geht, aber Frau Alba hat es geschafft. Sie hat mit einer Unterbrechung die letzten 19 Jahre immer dafür gesorgt, dass die "Pipatsch" jede Woche "aufblüht".
Auf der gegenüberliegenden Seite von den "Macher" standen die Leser und die Einsender von Materialien in schwäbischer Mundart. Die Einsendungen kamen fast aus allen Orten des Banat`s, dort hat man auch überall die "Pipatsch" gelesen.| Meldung vom 08.10.2009 |
Die aus Nitzkydorf im Banat stammende Schriftstellerin Herta Müller hat heute den Nobelpreis für Literatur erhalten. "Mittels der Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa", zeichne die Schriftstellerin "Landschaften der Heimatlosigkeit", erklärte die Jury. In ihrem letzten Roman "Atemschaukel" hat Herta Müller die Deportation ihrer Landsleute zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion thematisiert.| Meldung vom 26.09.2009 |
Trachtenpaare mit Pfarrer Robert Dürbach |
Die glücklichen Ersteiger des Kerweih-Strauß |
Der neue Vorstand der HOG Lenauheim |
| Meldung vom 31.08.2009 |
| Meldung vom 31.08.2009 |
Als nächstes besuchten der Ehrengast und seine Gäste die Katholische Kirche in Bogarosch. Nach einem Moment der Einkehr wurde die Kirche besichtigt. Es könnte einen die Angst packen wenn man die von der Decke herunterhängenden Mörtelteile mit Stuckatur, hängen sieht. Ganz zu schweigen was sich in der Sakristei sehen lässt. Hier ist ein Teil der Decke heruntergefallen und die Tür ist mit Brettern zugenagelt. Ein trauriger Anblick für alle Besucher, aber eine Tatsache die so langsam zur Realität in den Kirchen unserer Heimat wird. Nach dem Besuch des gewesenen Pfarrhauses, welches angeblich verkauft wurde, folgte der Besuch des Friedhofes. Hier hat der Ehrengast das Grab seiner Mutter besucht.| Meldung vom 09.08.2009 |
Zum 40. Jubiläum der Banater Singgemeinschaft "Schubert-Chor" wurden am 20. Juni 2009, im gut besetzten Festsaal des Sudetendeutschen Hauses in München, fünf Gründungsmitglieder, die auch heute noch dabei sind gewürdigt. Unter ihnen ist auch unser Lenauheimer Landsmann Jakob Edmund Hügel. Den Glückwünschen für seine Aktivitäten im musischen und gesellschaftlichen Bereich möchte sich die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim auch anschließen.
Jakob Hügel, Jahrgang 1940, in Lenauheim geboren wo er auch die Volksschule besuchte, hatte schon immer eine gewisse Liebe zur Musik. Als Jüngling nahm er Unterricht auf der Klarinette bei Franz Schwarz. Diesen Part begleitete er auch lange Jahre in der Blasmusik. Parallel dazu machte ihm das Singen viel Spaß, was er auch bei Blasmusikauftritten sowie mit dem Lenauheimer Chor gerne ausübte.| Meldung vom 09.08.2009 |
| Meldung vom 31.07.2009 |
Als Vorsitzender wurde einstimmig Viorel Uibariu gewählt. Er kam aus dem Motzenland, aus der Umgebung von Hunedoara mit Frau und seiner Mutter. Uibariu selbst war damals 28 Jahre alt und Kriegsinvalide. Er wurde am 03. Oktober 1921 geboren. Er sollte die Landwirtschaftseinheit 40 Jahre ohne Unterbrechung, bis zum Umsturz im Jahre 1989 Leiten. Dies war ein außergewöhnlicher Fall im Kommunismus. Er war von den Mitgliedern der Genossenschaft geliebt und respektiert, war kein Rasenhasser und Feind der Deutschen, denn er wusste auch warum. In den späteren Jahren sagte er einmal, ein deutscher arbeitet sehr gut, ist verlässlich, ich würde zwei Rumänen für einen Deutschen geben. Er wurde auch von den Parteigenossen geliebt bei dem Rayon und in der Region, weil die meisten Experimente, oft große Dummheiten, in Lenauheim ausprobiert wurden. Das waren viele Unkosten für die Einheit. So beschreibt Herr Alfred Mühlroth den Beginn einer 40 Jährigen Wirtschaft die in den letzten Jahren ein schwieriges Dasein hatte.| Meldung vom 22.06.2009 |
| Meldung vom 21.06.2009 |
Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat bei seiner letzten Tagung die Renovierung des "Kriegerdenkmals" im Kirchenhof beschlossen. Die Renovierung wurde nötig da mittlerweile über 10 Jahre seit der letzten Reinigung verflossen sind. Moos und Verschmutzungen aus der Umwelt haben sich durch die Jahre auf dem Denkmal angesetzt.
Seitens der HOG Lenauheim waren zwei Vorstandsmitglieder an Ort und Stelle, haben sich um einen Fachmann umgeschaut und nach Verhandlungen die Überholung in Auftrag gegeben.
Dieses besinnliche Kriegerdenkmal wurde im November 1929 zu Ehren der 64 Csatader/Lenauheimer Gefallenen, Vermissten und der Verstorbenen enthüllt, die während des Ersten Weltkrieges ihr Leben durch Krankheit verloren, die sie sich im Einsatz zuzogen. In Folge wurden auch die Opfer des zweiten Weltkrieges und die Namen der Landsleute die ihr Leben in Serbien bei der Flucht verloren, eingetragen.
Das Denkmal steht nun wieder in vollem Glanz in mitten des schönen Kirchenparks. Um die Pflege der Grünpflanzenanlage um das Denkmal haben sich dieses Jahr Frau Helene Amschlinger und Frau Elisabeth Altmayer angenommen. Sie haben auch den Schmiedeeisernen Zaun um den Kirchhof gestrichen und wollen sich gemeinsam mit der Messnerin Frau Anna Küchel um die gute Erhaltung der Anlage bemühen.
Landsleute die für die Renovierung eine Spende leisten wollen, können das gerne tun auf das Konto der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, bei der Volksbank Karlsruhe, Konto - Nr. 901768, BLZ 66190000, mit dem Vermerk "Renovierung Kriegerdenkmal".
| Meldung vom 27.05.2009 |
Wie angekündigt fand am Samstag, dem 23. Mai 2009, das jährliche Fußballtreffen der Lenauheimer in Schwenningen statt. Es war wieder ein gemütliches Beisammensein, ein Austausch von alltäglichen Geschehnissen sowie von Erinnerungen aus der alten Heimat. Die Zusammengehörigkeit hat sich sofort bemerkbar gemacht und von fremdeln war keine Spur. Somit hatten die Zaungäste ihre Beschäftigung bis die Spieler sich warm gemacht hatten. Der Spielplatz war dementsprechend vorbereitet, das Wetter war mit seinen 31 Grad Celsius wunderbar und somit konnte der Anpfiff erfolgen. Dieser wurde von dem Sportreferenten der HOG Lenauheim, Peter Heinrich Taugner getätigt. Er hat sich auch um die Aufstellungen der Mannschaften bemüht. In der Mannschaft der Lenauheimer aus Schwenningen spielten: Horst Neidenbach im Tor, Heinz Franzen, Sigi Graumann, Hans Rössner, Nikolaus Dornstauder, Peti Rössner, 1 Tor erzielt, und Helmut Rössner, 1 Tor erzielt. Sie haben das Spiel 7 zu 3 gegen die Lenauheimer Jugendauswahl gewonnen und bleiben somit weiterhin im Besitz des Wanderpokals der HOG Lenauheim. Wobei Heinz Franzen, mit 5 Treffern Torschützenkönig wurde. In der Lenauheimer Jugendauswahl spielten: Erwin Altmayer, im Tor und geehrt für langjährige Treue und somit ältester Spieler auf dem Platz, Sven Rössner, Markus Rössner, 2 Tore erzielt, Patrick Polling, Egmond Viel, 1 Tor erzielt, und Sebastian Schöps.
Nach einem fairen und schönen Spiel, setzten sich ein Teil der Mannschaften zur Ruhe der andere Teil spielte mit dem Nachwuchs ein zweites Spiel. Die HOG Lenauheim begrüßt das zahlreiche Erscheinen der Kinder und ihren Willen zum Mitmachen in der Gemeinschaft. Dies ist unsere Zukunft und solche Aktionen unterstützen wir sehr gerne.
In Nachfolge die Namen der Kinder, die sich bei dem Spiel beteiligten: Kerstin Schöps, Jennifer Rössner, Anja Schöps, Denis Rössner, Cedric Back, Laura Graumann, Jessica Kirchgässner.
Am Ende der Spiele waren alle sichtlich erschöpft, was ja auch bei so einem wunderbaren Wetter verständlich war. Nach einer kleinen Erfrischung begrüßte, Werner Griebel, Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, alle Anwesenden, ging auf einige aktuelle Themen ein, bedankte sich bei Egmond Viel dem Hauptorganisator an Ort und Stelle sowie all seinen Helfern. Desgleichen ging ein Dank für die 7 verschiedenen Mehlspeisen und die köstlichen "Beckkipfel" die von den Frauen, fast noch so wie in Tschatad zubereitet waren.
Anschließend überreichte Sportreferent Peter Heinrich Taugner die Urkunden an die Mannschaften, Torschützenkönig, jüngster und ältester Spieler. Die Nachwuchsspieler wurden mit je einer Teilnehmerurkunde an diesen schönen Tag bedacht.
Zum Schluss teilte der Vorsitzende den Landsleuten mit, dass nächstes Jahr das Fußballspiel der Lenauheimer in Karlsruhe stattfindet und um die Organisation sich unser Vorstandsmitglied Helmfried Klein annimmt.
Alle Anwesenden wurden schon bei dieser Gelegenheit zum Lenauheimer Heimattreffen am 19. September 2009, in Königsbrunn eingeladen. Ein schöner und erlebnisreicher Tag ging bei guter Gesellschaft, einem kühlen Getränk, einem schmackhaften Kaffee und köstlichen Bäckereien, mit dem Gedanken, dass wir uns im September Wiedersehen zu Ende.
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim beabsichtigt einen Bus, bei Nachfrage, für die Anreisenden zum Lenauheimer Treffen am 19. September 2009 in Königsbrunn, zu organisieren. Die Busfahrt ist für die Landsleute aus der Umgebung der Orte Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe und Rastatt, oder anderen Orte die in dieser Gegend liegen, gedacht. Um die Busbuchung und einen guten Ablauf zu ermöglichen, möchten wir Sie bitten bei Interesse sich umgehend bei Herrn Hans Taugner unter der Tel. Nr. 0721-812211, ab 20 Uhr zu melden.
| Meldung vom 10.05.2009 |
Vom 7. bis 9. Mai fanden in Augsburg die 15. Kultur- und Heimattage der Banater Schwaben statt. Motto: „Zukunft braucht Herkunft“. In Augsburg leben etwa 10.000 Banater Schwaben. Die Stadt ist zum dritten Mal Veranstaltungsort der Heimattage. Beim Umzug und Gottesdienst nahmen Trachtengruppen und Blaskapellen in kostbaren und farbenprächtigen Trachten teil. Der Weg führte über die Maximilianstraße zum Dom. Um 14.30 Uhr begann im Dom der Festgottesdienst mit Heimatpfarrer Peter Zillich. Zur Aufführung kam die Missa brevis von Conrad Paul Wusching.
Am Zug durch die Innenstadt von Augsburg nahm auch eine Abordnung der HOG Lenauheim teil. Die Fahne unserer Heimatortsgemeinschaft wurde von Nikolaus Dornstauder und Lorenz Minnich getragen und bei bestem Wetter gezeigt. Damit zeigte sich die HOG wieder stattlich in der Öffentlichkeit und brachte zum Erfolg der Heimattage ihren Beitrag.
Der Landesvorsitzende der Banater Schwaben in Bayern, Peter-Dietmar Leber, äußert sich sehr zufrieden mit dem prächtigen Verlauf der Veranstaltung: "Nochmals Danke fürs Kommen und Mitwirken. Erst dadurch ist dieser Tag zu einem Festtag geworden, zu einem Tag, an dem jeder Banater Schwabe, ob im Festzug oder am Straßenrand, ob im Dom oder in der Kongresshalle, ob im Konzert am Freitagabend oder im Rathaus einen Tag zuvor, stolz war, ein solcher zu sein. Man hat dies in vielen Gesichtern lesen können. Solche Tage prägen, da gedeiht was, da wächst was weiter.
Deshalb, Danke nochmals an alle!"
Eine schöne Bilderstrecke zum Umzug durch Augsburg finden Sie hier auf den Seiten der Augsburger Allgemeine.
| Meldung vom 21.04.2009 |
Wie fristgerecht angekündigt, fand am 18. April 2009, die traditionelle Vorstandstagung der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, in Augsburg statt.
Auf der Tagesordnung standen mehrere Themen, die unsere Gemeinschaft direkt betreffen und für die der gewählte Vorstand die Verantwortung übernommen hat, sie nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen. Der Vorstand fand sich vollzählig, wie vereinbart ein. Vorstandsvorsitzender Werner Griebel führte durch die Tagung. Es wurde eine Rückschau seit dem letzten Vorstandstreffen gemacht, die Aktivitäten und Begebenheiten besprochen und Vorschläge unterbreitet.
Das immer aktuelle Thema für unsere Gemeinschaft ist die Pflege des Heimatfriedhofes und die Unterstützung der Heimatkirche nach Möglichkeiten und gewollter Zusammenarbeit seitens des Vertreters an Ort. Für dieses Jahr hat sich der Partnerverein A.S.-HOG Lenauheim mit seiner Fußballmannschaft angeboten den Friedhof auf gegenseitige Hilfe, von der HOG Lenauheim zu pflegen. Der Vorstand will diesen Versuch starten und ist guter Hoffnung, dass dieses Vorhaben nach der umfangreichen Unterstützung in der Pflege des Friedhofes seitens der Gemeinde Lenauheim im letzten Jahr, sich bewährte.
Es wurden die Themen vom Treffen der Vorsitzenden der HOG`s in Frankenthal weitergegeben und lebendig besprochen. Somit kann jedes Vorstandsmitglied Informationen, auf Nachfrage, an unsere Mitglieder weitergeben. Desgleichen wurde die aktuelle Lage des Bundes der Vertriebenen angesprochen und dargelegt.
Der Kassenwart Hans Taugner legte die Unterlagen und Kassenbuch den Kassenprüfer Alfred Mühlroth und Peter Heinrich Taugner zur Prüfung vor, die ihm eine einhellige Führung in einer Niederschrift bestätigten.
Die meiste Zeit hat die Vorbereitung zur Organisation des Lenauheimer Heimattreffen am 19. September 2009 in Königsbrunn in Anspruch genommen. Unter anderem laden wir viele unserer Landsleute als Trachtenträger zum mitmachen ein. Ein Heimatblatt zum verteilen an die Teilnehmer des Treffens, wird erstellt. Wir feiern gemeinsam einen Gottesdienst und nicht zuletzt finden Neuwahlen des Vorstandes statt. Dies alles und noch vieles mehr wird von dem gesamten Vorstand in die Wege geleitet wobei Michael Fuchs vor Ort die Koordination hat. Aktuelle Nachrichten oder Anregungen kann jedes Mitglied, über unsere Internetseite oder über Telefon oder E-Mail erfahren.
Jürgen Griebel, Bundesvorstandsmitglied der Landsmannschaft der Banater Schwaben, sowie Beisitzer im Vorstand der HOG Lenauheim hat den Anwesenden aus der Arbeit des Bundesvorstandes berichtet und alle aufgefordert, insbesondere die Lenauheimer Jugend, zum mitmachen um den Erhalt der Gemeinschaft zu gewährleisten. Desgleichen sagte er man müsse weiter auf die Menschen zugehen, als Verein ihnen was bieten und somit dann auch eine Gegenleistung in Form des aktiven Mitmachens zu erhalten.
Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, wird sich mit näheren Auskünften in Bezug auf das Heimattreffen, nach Festlegung der Einzelheiten, über die "Banater Post" und über die Internetseite an seine Mitglieder und Freunde rechzeitig, melden.
Liebe Landsleute, bereitet Euch alle schon heute mit Euren schönen Trachtenkleidern vor, damit wir gemeinsam unser traditionelles Treffen in alter und neuer Gemeinschaft feiern können.
| Meldung vom 13.04.2009 |
Wie bereits angekündigt, hatte die Gemeindebehörde Lenauheim die Genehmigung erhalten am 12. April 2009 ein Referendum in Lenauheim, Grabatz und Bogarosch in Bezug auf die Eigenständigkeit der einzelnen drei Orte abzuhalten. Im Laufe der letzten Jahre hatten schon zwei Referenden, zu diesem Zweck stattgefunden und bei keinem kamen die notwendigen 50 % und 1 Stimme zusammen.
Heute meldet nun die Online-Zeitung Agenda:
Sie wollten sich von der Gemeinde trennen zu der sie gehörten und es ist ihnen gelungen. Die Bewohner von Grabatz und Bogarosch haben abgestimmt, dass ihre Siedlungen eine eigene Leitung haben sollen. Bei dem Referendum vom Sonntag haben die Menschen ihre Unabhängigkeit gewählt. Sie werden nicht mehr wie bisher zu Lenauheim gehören. Der Vorsitzende des Kreisrates Temesch Constantin Ostaficiuc ist unzufrieden über den Ausgang der Wahl, wodurch zwei neuen Bürgermeisterämter entstehen werden, mit allen entstehenden Ausgaben.
"Wir sind nicht begeistert, persönlich bin ich nicht für die Zerbröckelung des Kreises. Ich hätte mir das Gegenteil gewünscht, eher einen Zusammenschluss, aber es bleibt uns nur die Entscheidung der örtlichen Gemeinschaft zu berücksichtigen. Es besteht die Entwicklungstendenz zur Täuschung in Bezug auf das heranziehen von Geldern, gegenüber dem Gemeindezentrum. Die Menschen glauben, dass das Gemeindezentrum nicht genügend Gelder in die zugehörigen Dörfer verteilt", sagte Ostaficiuc. In den zwei neuen Ortschaften folgt nun die Vorbereitung der Wahlen für die zukünftigen Bürgermeisterämter. Somit wird in kurzer Zeit die Wahlkampagne gestartet, wobei die Menschen zu den Wahlurnen gerufen werden um ihre Bürgermeister und die Gemeinderäte zu wählen.
| Meldung vom 15.03.2009 |
Die jährliche Tagung der HOG Vorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben fand dieses Mal auch mit den Vorsitzenden der Kreisverbände am 14. und 15. März statt. Da die Tagungspunkte gleichermaßen für beide Seiten wichtig sind, wollte man so die Gelegenheit eines direkten Austausches bieten.
Die zentralen Punkte waren in diesem Jahr die Rentensituation und die Restitution in Rumänien. Der Bundesverband hatte hierzu Fachpersonen eingeladen. Für den Bereich der Renten brachte Dr. Bernd Fabritius die wichtigsten Punkte vor und auch Fallbeispiele konnten allgemein angesprochen werden. Der zweite wichtige Tagungspunkt war die Restitution. Eine Rechtsanwältin aus Temeswar konnte die gesetzlichen Bestimmungen zu der abgeschlossenen Rückgabe von innerörtlichen Gebäuden und Grundstücken geben. Zur ebenfalls abgeschlossenen Rückgabe von Flächen außerhalb geschlossener Ortschaften brachte ein Rechtsanwalt aus Temeswar die wichtigsten Punkte zusammen. Genauere Informationen aus dieser Veranstaltung können die jeweiligen HOG- und Kreisverbandsvorsitzenden weitergeben. Am Samstagabend fand im Palatinum in Mutterstadt das Landestrachtenfest der Donaudeutschen statt. Eine große Zahl der Tagungteilnehmer war bei der Präsentation der Trachten ebenfalls vertreten.
Der Sonntag wurde zum Erfahrungsaustausch bei der Kirchenrenovierung im Banat genutzt und bot der HOG Glogowatz und dem Kreisverband München die Gelegenheit sich vorzustellen. Beide Darstellungen war sehr beindrucken und perfekt vorbereitet.
| Meldung vom 15.03.2009 |
Letzte Woche erreichten mehrere Nachrichten über das Ableben von Lenauheimer Personen die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim. Dies ist traurig, aber bis dahin nicht ungewöhnlich. Das Leben ist mal so, es kommen Kinder zur Welt, junge Menschen schließen den Bund der Ehe und meistens welche aus der älteren Generation, aber nicht nur, scheiden aus dem Leben. Die Bekanntmachung dieser Familienereignisse unserer Banater Landsleute ist ein Anliegen der "Landsmannschaft der Banater Schwaben". Unterstützt wird sie von den Heimatortsgemeinschaften, die anhand ihrer Heimatortskartei die Daten führen und an den Bundesverband weiterleiten. Innerhalb der Landsmannschaft werden die Daten redaktionell verarbeitet und in dem eigenen Miteilungsblatt, der "Banater Post", veröffentlicht.
Warum dies alles? Die Antwort sollten wir durch anhand der Benachrichtigung der Todesfälle beantworten: Aus Waterloo, Provinz Ontario in Kanada hat uns die Nachricht erreicht das Frau Susanna Lammert, geb. Schwarz, im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Frau Lammert ist in Lenauheim geboren und verbrachte dort auch ihre Jugendjahre. Ihr Sohn Richard schreibt uns, dass sie viele Jahre sehr krank war, aber sie hätte sich sehr gefreut wenn sie die Berichte und anderes mehr im Internet über ihren Heimatort Lenauheim hätte lesen können. Ein Zeichen das Frau Lammert, obwohl weit weg von der alten Heimat, vermutlich bis zu ihrem Tod immer noch im Herzen mit Lenauheim verbunden war. Das erfreuliche an der Sache ist auch, dass ihr Sohn, auch mal auf unserer Internetseite vorbeischaut und sich per E-Mail gemeldet hat um ihr Ableben mitzuteilen.
Aus Lenauheim hat uns die Nachricht erreicht, dass Frau Susanna Gerber, im Alter von 82 Jahren, von unserem Herrgott in die ewige Ruhe gerufen wurde. Sie lebte, die letzten 15 Jahre gut betreut von einer rumänischen Familie, in unserem Heimatort Lenauheim. Sie hatte sich entschlossen den Heimatort nicht zu verlassen und dort weiterzuleben.
Aus dem Raum der Bundesrepublik Deutschland kamen zwei Todesnachrichten. Es sind auch Lenauheimer, sie hatten den Weg nach Deutschland gewählt, sich hier eine neues Zuhause geschaffen und mit ihren Familien ein angemessenes Leben geführt. Vermutlich hatten sie aber nicht die alte Heimat vergessen und waren ihr gedanklich des Öfteren verbunden.
Diese Nachrichten und noch viele mehr, werden in der "Banater Post" mitgeteilt und unsere Landsleute die Mitglied in der "Landsmannschaft der Banater Schwaben" sind erhalten die "Banater Post" als Verbandszeitung, die im Mitgliedsbeitrag inbegriffen ist. Diese Mitgliedschaft und die Zeitung ist ein Bindeglied zwischen allen Banater Landsleute in der ganzen Welt, die noch zu ihrer Herkunft und Zusammengehörigkeit stehen. Sie schöpfen aus der Vergangenheit Lebensmut für die Gegenwart und Zukunft. Denn eine Gegenwart und eine Zukunft ohne Vergangenheit gibt es nicht. Früher oder später wird sich jeder an seine Vergangenheit erinnern und deswegen möchte ich Jeden bitten der diese Zeilen ließt, sich immer wieder Gedanken über die Zukunft der Gemeinschaft unseres kleinen "Schwabenvolkes" zu machen und aktiv mitzuwirken.
| Meldung vom 21.02.2009 |
Nach langem planen und überlegen wurde im Jahre 2008 die orthodoxe Kirche in Lenauheim einer Renovierung unterzogen. Es wurden Fenstern und Türen ausgetauscht, Dachsanierungen unternommen, an der Außenfassade und dem Turm wurden Ausbesserungsarbeiten gemacht und neu gestrichen.
Es herrscht eine positive Einstellung der orthodoxen Gläubigen und der Gemeindeleitung dem Glauben gegenüber. Gelder wurden gesammelt und die Gemeindeverwaltung hat auch ihren Beitrag geleistet, somit konnten die Arbeiten, die schon bitter nötig waren, umgesetzt werden.
Im Spätherbst 1944 nach der Flucht der deutschen Bevölkerung aus Lenauheim wurden im Ort Rumäner angesiedelt. Sicherlich wollten die Gläubigen auch ihr religiöses Empfinden ausleben. Zu diesem Zweck hat man ihnen seitens der neuen Gemeindeleitung Räume des gewesenen Jugendheimes zur Verfügung gestellt. Dieses war bis dato mit dem Gebäude der Feuerwehr und dem Kulturhaus die Herberge für das Kulturleben der Lenauheimer Bevölkerung. Das Gebäude mit der Haus Nr. 203 war ab dann eine orthodoxe Kapelle und wurde in Auftrag der orthodoxen Gläubigen dem Baumeister Andreas Grogloth zur Umgestaltung anvertraut. Es wurden Trennungswände entfernt und kleinere Änderungen gemacht.
Diese Räume zeigten sich zunehmend als zu klein, somit wurde im Jahre 1947 erneut Baumeister Andreas Grogloth beauftragt die Kapelle zu einer Kirche umzubauen. Der ganze Bau wurde nun in Anspruch genommen und dementsprechend umgebaut. Es wurde ein 19 Meter hoher Kirchenturm errichtet und eine 83 kg schwere Glocke eingebaut. Im Jahre 1998 wurden Außenreparaturen gemacht und das Dach wurde saniert. Nun stellt das Gotteshaus, vermutlich für mehrere Jahre, gut gerüstet den Gläubigen den nötigen Raum für ihr religiöses Leben zur Verfügung.
| Meldung vom 14.01.2009 |
Das Sterben ist für jeden Menschen das Ende seines Lebens. Den einen erreicht das Lebensende zeitlich, die Mehrheit erreicht das aktuelle Durchschnittsalter und nur ganz wenigen Menschen ist es gegönnt ein hohes Alter zu erreichen. So wie unserem Lenauheimer Landsmann Peter Philipp Blassmann, der sein letztes Drittel an Lebensjahren in der neuen Heimat Karlsruhe, verbringen durfte. Er war auch, aktuell, der älteste Bürger von Karlsruhe, bis ihn am 7. Januar, nach einem Oberschenkelhalsbruch innerhalb von 48 Stunden, unser barmherziger Gott zu sich berufen hat.
Peter Philipp Blassmann wurde am 5. Juli 1902, genau 100 Jahre nach der Geburt von Nikolaus Lenau, in der Heidegemeinde Lenauheim als Landwirtssohn der altangesessenen Bauernfamilie Peter Blassmann und Frau Elisabeth geb. Bohn geboren. Er besuchte die ersten 6 Klassen in der Lenauheimer Volksschule und ging im Jahre 1913 nach Szeged (Szegedin) ins Gymnasium wo er im Jahre 1919 den Abschluss mit dem Abitur machte. Nach dem Schulbesuch musste er die väterliche Wirtschaft übernehmen, da sein Vater an einer im Kriege sich zugezogenen Krankheit im Jahre 1916 gestorben war. Im Herbst 1923 rückte er zu seinem aktiven Militärdienst ein und ging als "Einjähriger" in die Reserveoffiziersschule in Temeswar und wurde Reserveoffizier der rumänischen Armee. Im Jahre 1927 heiratete er seine Frau Katharina geb. Anton und gründete eine Familie. Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor: Karl, Richard, Erika und Irmgard. Als Landwirt führte er eine zielstrebige Wirtschaft, welche durch Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gekennzeichnet war. Deshalb erneuerte er auch all seine Wirtschaftsgebäude. Er verwendete nur die besten Zuchttiere und die besten Sorten der Getreidepflanzen. Die landwirtschaftlichen Maschinen wurden stets auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Es war eine vorbildliche Wirtschaft. Sein Hof florierte mit einem breit gefächerten Wirtschaftszweig, wie Getreideanbau, Schweine- und Rinderzucht (auf der Puszta) und Obstbau. Es waren alle Maschinen vorhanden für eine moderne Landwirtschaft zu führen, vom Traktor bis zum Mercedes. In den Jahren 1934 1937 war er der letzte frei gewählte Gemeinderichter (Bürgermeister) in Lenauheim. Alle Richter nach ihm wurden nur noch ernannt. Er ließ den Gemeindesaal mit Bühne und modernen Nebenräumlichkeiten errichten und so wurde es möglich, dass das deutsche Theater in Lenauheim immer gerne spielte. Zusätzlich hatten die Theaterliebhaber und die geselligen Vereine nun die Möglichkeit sich zu entfalten. Er war im Bauernverein sowie im Fußballverein aktives Mitglied. Diese friedliche Zeit dauerte aber nicht lange. Schon bald zogen dunkle Wolken am politischen Himmel auf. Die Jahre ab 1939 waren gekennzeichnet, durch die ständigen Einberufungen in die rumänische Armee. Von 1942 1944 war er im Osten an der russischen Front, im Kaukasus und auf der Krimhalbinsel in der rumänischen Armee. Ab 1944 bis 1945 gegen Westen in Ungarn und in der Tschechoslowakei. In den Kriegsjahren musste die Ehefrau die Bauernwirtschaft allein führen und 4 Kinder versorgen. Im Herbst 1944 flüchtete seine Familie vor der sowjetischen Armee bis nach Österreich, von wo sie nach Kriegsende wieder zurückkehrte.
Peter Philipp Blassmann war bis zuletzt als Oberleutnant im "Kampf für die Befreiung vom Faschismus" dabei. Als Belohnung bekam er 5 Ha Feld aber dann erfolgte die Enteignung von 100 Ha Feld. Sein geräumiger und modern eingerichteter Wirtschaftshof wurde 1950 enteignet und von der neu gegründeten Kollektivwirtschaft in Besitz genommen. Im Jahre 1951 erfolgte die Verschleppung in die Baragansteppe die ihn und seine Familie nach Rachitoasa brachten. Diese dauerte 5 Jahre bis 1956. Wieder in der Heimat angekommen musste er sich eine neue Arbeitsstelle suchen. Er fand von 1956 bis 1967 abwechselnd eine Anstellung beim Staatsgut in Bogarosch und Grabatz, als Brigadeleiter, von wo er auch im Jahre 1967 mit 65 Jahren in Rente ging. Nach all diesem Leid und Erschütterungen gelang es ihm und seiner Frau am 28. August 1978 in die Bundesrepublik Deutschland nach Karlsruhe zu seinem Sohn Richard auszuwandern, der schon einige Jahre vorher hier eine neue Heimat gefunden hat. Seine anderen drei Kinder zogen später mit Familie nach. Er lebte allein und selbstständig, bis zu seinem 103. Lebensjahr, nachdem seine Frau im Jahre 1994 gestorben ist in der Umgebung seiner Kinder, Enkelkindern und Urenkeln. Von 2004-2009 lebte er im Pflegeheim "St.-Franziskus-Haus", zuletzt an den Rollstuhl gebunden, aber im Kopf noch fit, löste vorwiegend schwere Kreuzworträtsel, bis zuletzt.
Seine solide Art, fachliche Kompetenz und Fleiß brachten ihm die Wertschätzung vieler Menschen ein. Seine Pflicht war für seine Familie und seine Landsleute immer in erster Reihe zu stehen.
Die Lenauheimer Landsleute werden ihn in bleibender Erinnerung behalten. Gott lasse ihn in Frieden ruhen!
Die Beisetzung findet am Freitag, 16.01.2009, um 12.45 Uhr auf dem Friedhof Nordweststadt in Karlsruhe (Hertzstr. 151 oder Bus Linie 70, Haltestelle Germersheimer Str.) statt.
| Meldung vom 07.01.2009 |
Werner Griebel - Zusammengehörigkeit war schon immer eine Stärke der Banater Schwaben, ansonsten hätten sie die schweren Zeiten im Laufe der relativ kurzen Geschichte im Banat nicht so überwinden können. Diese Zusammengehörigkeit sollte man in der neuen Heimat beibehalten. Die Landsmannschaft der Banater Schwaben, durch ihre Kreisverbände, Heimatortsgemeinschaften und den anderen Gliederungen bietet die Möglichkeiten dafür. Deswegen sollten unsere Landsleute unter der Obhut der Landsmannschaft der Banater Schwaben sich mehr in den Alltag einbringen, die aktuellen Probleme aufgreifen und für unsere Gemeinschaft aufarbeiten. Wir sollten nicht nur das ewig gestrige behandeln, sondern wir können und müssen die Gegenwart in unserem Gemeinschaftssinn so bewältigen, dass unsere Mitmenschen und wir die Zukunft gemeinsam gestallten.
In diesem Sinne ist zum Jahresende 2008 der Gedanke entstanden eine Silvesterfeier, unter der Schirmherrschaft der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim zu organisieren. Der Gemeinschaftssinn war der Antrieb und so konnten wir die Planung optimal voranbringen. Für das Fest selbst stellte sich eine Helfergruppe bereit, den Saal zu gestalten. An literarische Einlagen sowie heitere Momente hatte man auch gedacht.
Die Gäste kamen trotz des Eintritts von Blitzeis, rechtzeitig zur Veranstaltung. Hier begrüßte sie zu Beginn der Veranstaltung, der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Werner Griebel, aufs herzlichste. Zwischenzeitlich hatte sich unser Landsmann Nikolaus Meinhardt bereitgemacht, den Abend musikalisch zu gestalten. Im Raum befand sich eine Schautafel mit einem bildlichen Rückblick aus den Tätigkeiten der Heimtortsgemeinschaft Lenauheim im Jahr 2008. Die Freude war groß als der Eine oder Andere sich auf den Bildern wiedererkannte. Einen weltlichen Rückblick wurde von Lena Wolf, verfasst und vorgetragen. Es folgten Vorträge, von Gedichten und Sprüche die das Thema Silvester und Neujahr behandelten, von Isolde Griebel, Hilde Wisenmayer und Werner Griebel.
Nach reichhaltigem und schmackhaftem Essen und Trinken "rutschten" wir in das Neue Jahr. Traditionell gefolgt von den üblichen Wünschen und einem gemeinsamen Lied folgte die Interpretation eines alten Banater Neujahrswunschgesanges, der übrigens im Odenwald auch üblich ist, hervorragend vorgetragen von Karoline und Oskar Ferch, vom Kreisverband Heidelberg-Leimen. Ein weiteres Beispiel, dass sich Tradition mit Gegenwart wunderbar verbinden lässt. Die vorbereiteten kalten Platten wurden gerne als Stärkung angenommen. Diese kam den Gästen zu Gute, denn es wurde bei unterhaltsamen Musik sehr viel getanzt. Die gute Unterhaltung war vorhanden und sollte durch die heitere Einlage von Hans Koch, bis zum Ende der Veranstaltung konstant anhalten.
Es war ein weiterer Versuch, der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, im Jahre 2008 ihre Mitglieder und unsere Banater Landsleute zu einer gemeinsamen Tätigkeit zu gewinnen. Für diesen Sinn, der bei dieser Veranstaltung vollkommen angekommen ist, möchten wir uns bei den selbstlosen Helfern und Mitgestalter, Ilse und Ewald Weyer, Hilde und Hans Wiesenmayer, Lena und Walter Wolf, Trude und Hans Klein, sowie den nicht persönlich genannten aufs herzlichste bedanken. Es lässt hoffen, dass noch mehrere unserer Landsleute sich mit dem Gedanken "Gemeinschaftssinn" befassen und bei Möglichkeit ihn auch umsetzen.
Bilder der Veranstaltung finden Sie unserer Media-Galerie!
Anke Fuchs - Die kurzfristig organisierte Silvesterfeier, im Sisi-Hotel in Unterwittelsbach, durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbands Augsburg und der HOG Lenauheim, Michael Fuchs und seine Familie zusammen mit Familie Maus, hat auch im Großraum Augsburg gezeigt, dass die Verbundenheit im Laufe der Jahre bei den Banater Schwaben nicht verloren gegangen ist.
Den 150 Gästen, darunter 42 Lenauheimer, wurde ein bunter Abend mit verschiedenen Speisen und Getränken geboten. Für den musikalischen Zeitvertreib sorgte das Duo Paloma bis in die frühen Morgenstunden, sodass der Jahreswechsel gebührend eingeleitet wurde.
Für die gelungene Veranstaltung möchten wir uns recht herzlich bei den Organisatoren Familie Maus, Familie Fuchs sowie unseren Musiker-Freunden bedanken. Ein ganz besonderer Dank geht auch an alle Freunde und Landsleute der Banater Schwaben, sowie an das weitere Vorstandsmitglied der HOG Lenauheim Helmfried Klein die an unserer Silvesterfeier teilgenommen haben.
Auch zu dieser Veranstaltung finden Sie Bilder in unserer Media Galerie.
| Meldung vom 14. Dezember 2008 |
Laut Mitteilung von Vizebürgermeister Tudorel Cioabla aus Lenauheim wurden die Fahrwege im "Nassrondel" komplett mit Bruchsteinen belegt. Somit kann man nun von Haus Nr. 1 Richtung "Nnassrondel" und innerhalb des Ortsteiles sich auf festen Straßen bewegen. Eine positive Verwirklichung für die Bewohner die hier Leben. Desgleichen hat die Gemeinde einen früher schon geteerten Teil der Straße Groß-Jetscha - Lenauheim mit einem neuen Teerbelag, bis zum Haus mit der Nr. 8, bestückt. Von den Ortsstraßen wurde die Proviant-Gasse (Kindergarten Richtung Bahnhof), die schon lange Jahre mit Bruchsteinen ausgelegt war, zu einer Asphaltstraße ausgebaut. Aktuelle Bilder dazu finden Sie auf den rumänischen Internetseiten der Gemeinde Lenauheim (www.lenauheim.dnttm.ro)
| Meldung vom 01. November 2008 |
Vor dem Gedenkstein in Karlsruhe |
Der Karlsruher Chor |
Vor dem Gedenkstein in Mannheim |
Pfarrer Reinholdt Lovasz bei der Feierstunde |
Am Gedenkstein der Banater Schwaben in Mannheim fand am 2. November die Gedenkfeier zu Allerseelen statt. Die HOG Lenauheim war mit der Marienfahne vertreten. Am Denkmal der Billeder in Karlsruhe fand am 1. November die Feier zu Allerheiligen statt. Werner Griebel, HOG Vorsitzender, sprach die Worte zur Feier:
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren! Liebe Landsleute!
Für mich, als Vertreter der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, ist es heute eine besondere Ehre, als Ehrengast des Kreisverbandes Karlsruhe, der Landsmannschaft der Banater Schwaben, in eurer Mitte weilen zu dürfen und gemeinsam den Festakt zu Allerheiligen in einem altgewohnten Rahmen zu begehen. Herzlichen Dank für die Einladung an den Vorstand des Kreisverbandes Karlsruhe.
Es ist wieder mal der erste November, es ist der Tag an dem die Katholiken das "Seelenlicht" zum Tag, der Allerheiligen entzünden, welches in den nächsten Tagen leuchtet, die Überleitung von Allerheiligen zu Allerseelen. Eine Gepflogenheit der unsere Ahnen schon immer Folge geleistet haben und in der Gegenwart, unsere Landsleute in der alten sowie in der neuen Heimat den lieben Verstorbenen die Ehre erweisen.
Als Kind bin ich damit schon aufgewachsen. Unsere Familie ist zusammen zum Friedhof gegangen, haben auf das Grab der Großeltern und Verwandten neben die am Nachmittag gebrachten Blumen, Kerzen gesteckt und angezündet. Nach dem Besuch all unserer Gräber sind wir gemeinsam auch wieder nach Hause. An der Kirche, am Denkmal für die in den Kriegen Gefallenen, wurden auch von Jedem eine Kerze angebrannt und gebetet. Zuhause angekommen haben wir noch gemeinsam beisammengesessen und auf dem Küchentisch standen brennende Kerzen, wobei die Familie im stillen Gebete sprach.
Wir werden diesen Brauch auch beibehalten - und auch wenn es nur 1 Mal im Jahr ist. Letztes Jahr, hatte ich diese Gelegenheit am Grabe meiner Eltern in Lenauheim zu Allerheiligen, zu sein.
Die Grabpflege an sich ist oft sehr mühselig, insbesondere für ältere Menschen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, in der alten Heimat ansässige Bürger zu beauftragen, die 3-4 Mal im Jahr Grabstätten pflegen. Das kostet sicher Geld, aber es sieht dann schon meistens sauber aus. Ich finde es traurig, wenn man an so manchen Gräbern vorbei geht, wo ewig keiner mehr war. Die Umstände kennen wir ja leider nicht immer so genau. Ein Friedhof strahlt soviel Ruhe aus und auch Geborgenheit. Am Ende sage ich mir - viele haben nicht die Zeit, laufend auf den Friedhof zu gehen, und wenn sie dann an Allerheiligen an die Gräber kommen, vielleicht auch, weil sie zu weit entfernt wohnen, dann finde ich es sehr schön und würdevoll.
In der alten Heimat befinden sich die Friedhöfe, wo die meisten unserer Verstorbenen ihre letzte Ruhe finden. Die allgemeine Pflege wird das ganze Jahr über, durch Spenden unserer Landsleute in Deutschland, ausgeübt. Aber zu Allerheiligen werden sie ganz besonders mit Chrysanthemen geschmückt, die Kreuzsteine gereinigt und das eine oder andere in Ordnung gebracht. Es sind aber nur mehr wenige unserer Landsleute, die dort leben und an den Gräbern Kerzen brennen, das Schicksal wollte es so.
In der neuen Heimat, Deutschland, sind unsere Landsleute über viele Kilometer verstreut. Sie können nicht mehr, oder nur bedingt, den Weg zum Heimatfriedhof ins Banat einschlagen. Es ist für Viele unserer älteren Generation und nicht nur für diese, ein nachdenklicher Tag, ein Tag, an dem man will oder nicht, die Gedanken in der alten Heimat, auf dem Friedhof hat. Man soll sich solcher Gedanken auch nicht schämen, sondern seine Wurzeln nicht vergessen, dies macht den Alltag leichter und erträglicher. Wir, die Menschen in der neuen Heimat, gehen auch an diesem Tage an die Ruhestätten unserer Lieben, aber der Großteil derer befindet sich nun mal auf den Friedhöfen im Banat und nicht hier in Deutschland, aber dennoch bleibt die Verbindung bestehen.
Wir bringen gelegentlich Kerzen in die alte Heimat, die für unser Aller Toten gedacht sind, und sie werden hoffentlich zu Allerheiligen in unsere Heimatkirchen und Friedhöfen im Banat angebrannt. Sie stehen auf den Altären und sollten bei jedem Gottesdienst leuchten. Die Kerzen sollen die Verbindung zwischen den dort lebenden christlichen Landsleuten und Neubürgern und uns in der neuen Heimat symbolisieren, und uns alle in Christus vereinen.
Innerhalb der Landsmannschaft der Banater Schwaben wurden in mehreren Ortschaften in der neuen Heimat Gedenksteine in Friedhöfen und an geschichtsträchtige Plätze aufgestellt. Sie wurden von unseren Geistlichen eingesegnet und werden als Gedenkort für viele unserer Landsleute die noch keine Verstorbene in der neuen Heimat haben, aber nicht nur von denen, wahrgenommen. An diesen Gedenksteinen, wie heute hier in Karlsruhe, versammeln sich von Jahr zu Jahr immer mehr Landsleute und gedenken unseren lieben Toten, die vor uns in den Vertreibungsgebieten Osteuropas lebten, wirkten und in den Heimatlichen Gottesäcker ruhen, die als Soldaten beider Weltkriege am Glauben an die Menschheit fielen. Unsere Gedanken suchen ihre Gräber, meist in fremder Erde, die in Zwangsarbeitslager in Russland, bei der Verschleppung in die Baragan Steppe, gedarbt und gelitten, in Verlassenheit und Verzweiflung einsam und fern ihrer Heimat starben, die durch Unrecht und Gewalt, bei Flucht und Vertreibung vor Öffnung der Grenzen, auf dem Wege in die freie Welt, an Mauer, Grenzen, Flüssen und Stacheldraht ihr Leben lassen mussten. Die in der neuen Heimat ihre Ruhe fanden, der Toten, die seid unseren letzten Treffen aus unserer Mitte abgerufen wurden.
Herr gib Ihnen die ewige Ruhe. Lass Sie ruhen in Frieden. Amen.
| Meldung vom 21. Oktober 2008 |
Am 11.10.08 fand dass Klassentreffen des Jahrgangs 1958 aus Lenauheim in Karlsruhe statt. Nach dem Eintreffen der Teilnehmer, einem fröhlichem Beisammen sein und einem guten Mittagessen, wurde eine Busfahrt zum Karlsruher Turmberg und Karlsruher Schloss unternommen. Bei herrlichem Wetter und guter Stimmung wurden auch zahlreiche Bilder geschossen. Nach dem dreistündigen Ausflug, ging's zurück zum Restaurant, wo uns Orthi Meinhard und Bertwin Mumper empfangen haben.
Hier angekommen, gab es Kaffee und Kuchen, wofür Jung Herta, Helmine Wolf und Henriette Wenzon gesorgt haben. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging's los mit Tanz und Gesang bis in die frühen Morgenstunden. Ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Teilnehmer, sowie an Orthi Meinhard und Bertwin Mumper, die für eine super Stimmung während den Stunden des Wiedersehens gesorgt haben.
| Meldung vom 20. Oktober 2008 |
Aus dem lang ersehnten Treffen der 77 und 78 jährigen Schulkomplizen, entwickelte sich bei guter festlicher Laune im trauten Kreise der Lieben, das traditionelle bunte Kirchweihfest. Zu dieser angewohnten Oktoberzeit, wurde es in der alten Heimat ohne Versäumnis und alljährlich im Rahmen der Banater Schwaben mit rühmlichem Auftreten 2-3 Tage lang zu Ehren des guten Gemeindegedeihens, kirchlich gefeiert. Die jungen Mädchen in ihrer einmalig farbig schönen Dorftracht und die Jungs im neuen Anzug mit Sträußen an den Hüten folgten Arm in Arm aus der Kirche nach dem Gottesdienst in einer langen Reihe der Straße entlang mit Blassmusik begleitet. Ein auserwähltes und dazu gekröntes junges Paar das vorne am Zuge ging, trug der Jüngling ein frisch duftendes, mit farbigen Bänder geschmücktes Rosmarien Bäumchen, hinzu der mit einem bunten Bänderstrauß geschmückte Hut. Seine Begleiterin schmiegte sich an seinem Arm mit dem zierlich traditionellen Dorftrachtenkleid, das für jedes Dorf einmalig war. Ja das gab es einmal und liegt so weit, so fern zurück. Aber jene bleibende Sehnsucht nach dem trauten Orte der Kindheit und Jugendzeit, führte unsere bemühende Gestalter dieses Treffens mit gutem Willen zu jener Handlungskraft hin: Es nur noch einmal zu versuchen unsere Anwesenden in Gedanken dorthin zurück zu führen, zu jener heimisch bleibenden, glücksfühlenden Zeit unserer Ahnen. Es konnten zwar nicht alle kommen zu diesem einladenden Ruf. Viele von ihnen leben nicht mehr, andere sind krank geworden. Aber die Dabeigewesenen haben es bestimmt nicht bereut, das sie dem Ruf folgten und den weiten Weg unternommen hatten.
Zu den Ehrengäste am 19.10.2008 in Karlsruhe zählte unser HOG Vorsitzender Werner Griebel, der mit seiner Ehegattin Isolde, auf die Einladung aus Mannheim angereist war. Es ist unseren mühevollen Veranstaltern zum Teil gelungen die Sehnsucht der Anwesenden abzumildern. Hierfür war allen Gäste eine unerwartete Überraschung von unseren Anführern des Festes Alfred Mühlroth mit Elisabeth Klein, geb. Britz, vorbereitet. Als Fredy mit einem traditionell geschmückten Kirchweihhut und mit einem wirklich frisch geschmückten Rosmarien Bäumchen, das er stolz in den Händen trug, hinzu an seiner Seite im bunt gestückten Dirndlkleid die attraktive Elisabeth Klein unter Marschmusik in den Gästeraum traten, da erklang ein "Achruf" und das laute Gemurmel im Raum war plötzlich verschwunden. Alle Augen labten sich jetzt an der Schönheit des Auftrittes der beiden. Und ganz bestimmt weilten aller Gedanken einen Augenblick lang, an jenen schönen, feierlich heimischen Festen, die es in Lenauheim nicht mehr geben wird. Der geschmückte Hut, der hübsche Rosmarienstrauch, eine zierliche Flasche Wein, mit dem dörflichen Kopftuch wurden verlost, dabei gescherzt und gelacht. Die Gewinner mit allen Gästen waren nachher zum Tanz eingeladen. Nach dem Kaffee und dem guten Kuchen, den unsere Veranstalter spendierten, wurden noch lange lebhafte Meinungen ausgetauscht und entsprechend gute Wünsche zur Gesundheit geäußert. Das war ein gelungenes einmaliges Treffen, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied: "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" gesungen. Es war der begehrte Wunsch und die hartnäckige Willenshandlung der effektiven Elisabeth Klein die mit Frey Mühlroth dieses Treffen tatkräftig organisierten und betreffenden Verlauf festgelegt hatten.
| Meldung vom 05. Oktober 2008 |
Im September vor dem Feiertag Maria Himmelfahrt hatte die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim eine Reise in die alte Heimat unternommen und in ihrem Reiseprogramm auch eine Wallfahrt nach Maria Radna eingeplant. In einer Vorabsprache, hat uns Pfarrer Reinholz die Zelebration eines Gottesdienstes in der Basilika zugesagt. Der Gottesdienst wurde dann auch zu aller Zufriedenheit gemeinsam gefeiert. Die Pilger konnten sich dann auch ein Bild der Gebäude vor Ort machen und sehen, dass noch vieles zu tun ist. Die Wallfahrtskirche ist also auf die Unterstützung aller angewiesen um auch für die Zukunft eine Substanz erhaltende Renovierung zu erfahren. Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim und unsere Landsleute haben sich bei dieser Pilgerfahrt entschlossen auch einen Beitrag zu leisten und die Wallfahrtskirche Maria Radna zu unterstützen.
Eine Aufstellung der Spendername finden Sie auf der Seite der "Spenden". Wir danken Allen und denken mit diesen Mittel auch unseren Beitrag zum Erhalt der Anlage beigetragen zu haben.
| Meldung vom 02. Oktober 2008 |
Gemeinschaftssinn ist unser Hauptziel in der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim. Dies wird seit der Gründung der HOG Lenauheim verfolgt. Der Anfang war schwierig aber über die Jahre hinaus konnten wir uns immer besser und gemeinschaftlicher betätigen. Neben den Heimattreffen, gemeinsamen Fahrten nach Lenauheim und anderen kleineren Aktivitäten, ist es in unserer Heimatortsgemeinschaft zur Tradition geworden jedes Jahr ein Fußballturnier mit einem kleinen Treffen der Landsleute zu organisieren. Sicherlich ist der Erfolg Mal kleiner oder größer, auch das zeitliche oder örtliche gibt dabei den Ausschlag. Fazit ist, dass es immer zum Schluss ein fröhliches Zusammensein ist und schon für das nächste Mal geplant wird. Fußball also eine Faszination, die unsere Mitmenschen vereinigt, überallhin verfolgt und auch zusammenbringt. So auch bei unserer Reise in die alte Heimat Lenauheim, im Spätsommer dieses Jahres. Nach langjährigen Kontakten, gute Erfahrungen und einer guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lenauheim, auch mit der gewesenen Leitung, trafen wir nach den diesjährigen Kommunalwahlen auf eine neue Gemeindeleitung in unserer Heimatgemeinde. Wir wurden von der Gemeindeleitung sehr offen empfangen und es wurden Gespräche geführt. Wir wurden in unseren Angelegenheiten unterstützt und konnten gemeinsam unsere geplanten Ziele erreichen.
Dies war auch einer der Gründe, weshalb die HOG Lenauheim gemeinsam mit Vizebürgermeister Tudorel Cioabla und dem Unternehmer Constantin Popa, einen Fußballverein gründeten. Dies ist das erste gemeinsame Vorhaben innerhalb der Heimatortsgemeinschaft aus Deutschland und der rumänischen Gemeinden. Der Fußballverein trägt auf Verlangen der rumänischen Seite auch die Initialen "HOG" was uns besonders stolz macht. Der Verein mit dem Namen Asociatia Sportiva "H.O.G. Lenauheim" mit Sitz in Lenauheim, ist als sportlichen Aktivität für die Jugendlichen aus Lenauheim gedacht. Sie sollen hiermit die Möglichkeit haben sich sportlich und gesellschaftlich zu entwickeln. Der sportliche Wettbewerb wird aber auch für das Leben hilfreich sein. Die Mannschaft wurde in den Fußballkreisverband Timis eingeschrieben und spielt nun in der 1 Gruppe der 5-ten Liga auf Kreisebene. Alfred Mühlroth, ehemals auch fußballerisch in der alten Heimat aktiv, hat sich spontan entschlossen dieser jungen Mannschaft ein Trikotset zu spenden. Die HOG Lenauheim hat auch ein Startkapital bezuschusst und hofft noch einige unserer Mitglieder als Unterstützer für diese sportliche Aktion zu gewinnen. Bilder der Mannschaft und die aktuellen Ergebnisse der Begegnungen finden Sie auf der Internetseite www.lenauheim.as.ro
Die Gemeinde Lenauheim beabsichtigt in Kürze auf dem gewesenen LPG Zootechniegelände ein Areal für einen Fußballplatz zur Verfügung zu stellen und die nötigen Einrichtungen dafür zu schaffen.
Die Mannschaft hatte in den ersten Spielen eine Niederlage und drei Siege zu verzeichnen. Somit darf die Hoffnung aufkommen, dass der Start in das Spiel mit der Lederkugel in einem guten Omen steht.
Den Spielern, den Verantwortlichen sowie allen die sich um das Wohl der Mannschaft durch persönlichen Einsatz, durch Sach- oder Geldspenden bemühen wünschen wir ein gutes Gelingen und viel Durchhaltevermögen.
| Meldung vom 17. September 2008 |
Media-Galerie mit Video, Ton, Schrift und Bildern zum Fest!Dieses Jahr konnten das Bürgermeisteramt, der Gemeinderat sowie die katholische Kirche aus Lenauheim und die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim aus Deutschland zum dritten Mal das Fest "Kinder des Dorfes" gemeinsam feiern. Nach Kontaktaufnahme und mehreren Verhandlungen mit der neu gewählten Gemeindeleitung in Lenauheim konnte die HOG ihr Vorhaben starten. Aus unseren Reihen hatten sich schon letztes Jahr, September, ein Großteil der Mitreisenden für eine eventuelle Fahrt nach Lenauheim angemeldet. Die Heimatortsgemeinschaft, vertreten durch ihren Vorstand hat diese Aufforderung zu Kenntnis genommen und sich bemüht ihren Mitgliedern den Besuch in der alten Heimat zu ermöglichen. Ein Reisebus wurde organisiert, das Hotel gebucht, mit der Pfarrei Maria Radna Kontakt aufgenommen und die anderen nötigen Schritte getan.
Am 2. September 2008 war der Tag der Abreise aus Deutschland mit dem Reisebus. Die vielen anderen Landsleute reisten auch in diesen Tagen mit den PKW`s an. Nach dem Mittwoch für Einige als Ruhetag genutzt, für Andere als Besuchertag und Erkundungstag, ging es am Donnerstagmorgen mit dem Bus nach Maria Radna. Im Bus wurden Marienlieder gesungen und Gebete gesprochen. Die Wallfahrt hatte ihren Verlauf wie vor Jahrzehnten nur der heutigen Zeit angepasst. Pfarrer Reinholz hat den Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim herzlich empfangen und die Lage der Renovierungsarbeiten an der Basilika erklärt. Bei dieser Gelegenheit konnte die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim ihre Spende von 190 Euro und die Wallfahrer 610 Euro spenden. Pfarrer Reinholz erhielt diese Unterstützung für die Renovierung der Wallfahrtskirche. Mögen diese bescheidenen Beträge mithelfen, die Basilika wieder auf Hochglanz zu bringen.
Zum nachfolgenden Gotttestdienst zog die Prozession der Lenauheimer mit ihrer neuen HOG-Fahne in die Basilika ein und feierten gemeinsam eine emotionale Messe. Neben Gesang und Orgelbegleitung der Kirche, sangen auch die Lenauheimer mit ihrem spontan zusammengestellten Chor auch einige Lieder. Wie von früher gewohnt, ging es den Kreuzweg entlang, wo man bei herrlichem Sommerwetter Marienlieder sang und betete.
Am Freitag stand ein Besuch der Hauptstadt des Banates, Temeswar, auf dem Plan. Dieser Tagesausflug war aber kein Hindernis für unsere Landsleute, am Abend in Lenauheim nicht weiter aktiv zu sein. Der Chor gemeinsam mit unserem Busfahrer, des Reiseunternehmens Feil aus Augsburg, Herr Werner Zippl an der Orgel unserer Heimatkirche, probten ernsthaft die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes, der für Sonntag eingeplant war. Ein anderer Großteil war schon in die Vorbereitungen für die Schweineschlacht in den Nebengebäuden des Kulturhauses eingebunden. Oberschlachter Franz Klein mit seinen Helfern Helmfried Klein, Lorenz Minnich, Erwin Giulvezan bildeten neben anderen Helfer den harten Kern der Schlachtung. Dies wurde nach altem Brauch der Banater Schwaben vollzogen, wobei parallel eine Gruppe ansässiger Lenauheimer unter Anleitung des Vizebürgermeisters Cioabla ein Schwein nach rumänischer Art schlachteten. Sicherlich wurde dann die Wurst- und Fleischzubereitung gemeinsam unternommen und alles für die Mahlzeiten für den Samstag und Sonntag von fleißigen Frauenhände aus Lenauheim und Deutschland zubereitet. Beim Schlachten sollte es auch nicht an dem Zweitwichtigsten fehlen, nämlich einem guten Schnaps.
Samstagmorgen bei schönem Sonnenschein und hohen Temperaturen empfingen Bürgermeister Ilie Suciu, Vizebürgermeister Tudorel Cioabla und HOG Vorsitzender Werner Griebel, umrahmt von einer Gruppe Kinder in Volkstrachten, die Reisegruppe am "Nikolaus Lenau"- und Heimatmuseum. Die Anwesenden wurden vom Bürgermeister, dem HOG Vorsitzenden und Herr Lalescu, Vertreter des Kreises Temesch begrüßt. In Folge fand das angekündigte Symposium statt. Der Schluss dieses Festaktes im Museumshof sollte die Verleihung einer Ehrenbürgerurkunde an den ehemaligen Dorfmusikanten, Chordirigent und Musiklehrer Ioan Rofa bilden. Vorgeschlagen wurde er von einer Initiativgruppe Lenauheimer "Kinder".
Bei so einem Festakt sollte man seiner Ahnen gedenken, was wir auch im Anschluss unternahmen. Durch eine Kranzniederlegung seitens der HOG durch Alfred Mühlroth und Christian Mühlberger sowie seitens der Gemeinde vom Vizebürgermeister, am Kriegerdenkmal im Hof der römisch katholischen Kirche. Das Totengedenken, in Deutsch und Rumänisch wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden der HOG Lenauheim, Michael Fuchs vorgelesen. Der Chor mit Akkordeonbegleitung von Herr Zippl umrahmte das Ganze und die Beteiligten bekamen je ein Teelicht um sie den Ahnen zu widmen. Der Bürgermeister und der HOG Vorsitzende legten nun auch je ein Gebinde am Erinnerungskreuz vor der orthodoxen Kirche in Begleitung eines schönen rumänischen Chorals nieder, wobei die Beteiligten auch hier Teelichter niederstellten.
Die letzte Kranzniederlegung des Tages, war für das Denkmal Lenau`s mit seiner Muse vorgesehen. Dorthin ging es mit einer rumänischen Trachtengruppe, einheimischen und angereisten Landsleuten. Unser altes Rathaus mit frischem Anstrich und gepflegtem Vorgarten, in der Mitte Lenau auf der Steinbank, strahlte ein heimatliches Gefühl aus. Dementsprechend sollte auch die Kranzniederlegung vom Bürgermeister und HOG Vorsitzenden mit Hilfe von Astrid Griebel, in Begleitung des Liedes "Nach meiner Heimat zieht´s mich wieder", sein.
Nach einem reichlichen und gut gelungenem Mittagsmenü, im Kulturhaus folgte die "Ruga" mit orthodoxem Gottesdienst, Kulturprogramm und Tanz für jedermann, auf dem alten gut erhaltenen Tanzrondel in der Dorfmitte umstellt von zahlreichen neuen Biertischgarnituren. Unsere Landsleute besetzten einen Großteil davon und genossen bei gutem Wetter das Abendessen in Form vom Mici und Bratwurst mit einem guten Tropfen bis spät in die Nacht.
Der Sonntag war vorbehalten für den Gottesdienst in unserer Heimatkirche, die eine Woche vorher von einer katholischen Hochzeitsgesellschaft eine Grundreinigung erfahren hatte. Kerzen brachten wir mit, der Chorgesang war vorbereitet, mit Pfarrer Maties war alles besprochen. So konnten wir um neun Uhr die große Glocke, als Einladung zum Kirchgang als "Erschti laude" erklingen lassen. Bei dem Anreisen des Busses und der anderen Landsleute war der Kirchvorplatz wie einst gefüllt. Das Erzählen war nicht zu überhören und erzeugte bei manch einem ein unvorstellbares Gefühl.
Nach dem "Zwete laude" um halb Zehn folgte das "Zusammenlaude" um zehn Uhr, wobei schon alle in der Kirche waren. Die Orgel gespielt von Herr Zippl, der Chor gestaltet von Frauen und Männer unserer Heimatortsgemeinschaft, vermittelten das Gefühl, als ob man nie weg gewesen und die verflossenen Jahren nur ein Traum wären. Pfarrer Maties feierte gemeinsam mit uns die Messe, bedankte sich bei der Gemeindeleitung und dem HOG Vorsitzenden. Er betonte das Lenauheim den bestgepflegten Friedhof von seinen sieben Filialen hat. Dies macht uns stolz und soll auch ein Dankeschön an die vielen Geldspender sein, die dies jährlich ermöglichen.
Den Gottesdienst nahmen wir auch zum Anlass um die letztes Jahr angefertigte und gespendete HOG Fahne, seitens der Familie Maria Sosu mit Söhnen, in unserer Heimatkirche weihen zu lassen. Mit "Großer Gott wir loben Dich" verließen wir die Kirche. In einer Prozession, an der Spitze Ortspfarrer Maties, Bürgermeister Suciu, Vizebürgermeister Cioabla und HOG Vorsitzender Griebel sowie Stellvertreter Fuchs, ging es Richtung Friedhof. Dort angekommen empfingen uns das Geläut des "Ziehglöckchens", die neu angefertigten Taffeln, angefertigt und gestifftet von Familie Fuchs, die offenen Türen der Kapelle sowie unsere lieben Verstorbenen in der ewigen Ruhe. Seitens der Gemeinde Lenauheim wurde ein Kranz am Grabe der Schwester Lenaus niedergelegt. Am Kreuz im Mittelweg wurde ein Kranz für die HOG durch Henriette Wenzon und Helmfried Klein niedergelegt. Pfarrer Maties vollzog eine Totenehrung wobei im Anschluss jeder die Gräber seiner Angehörigen besuchte.
In dieser Zeit haben die fleißigen Hände der Gemeindeangestellten wieder das Mittagessen vorbereitet. Der Tischschmuck wurde sowie am Vortag in mühevoller Arbeit jedes Mal in einer anderen Farbe gestaltet. Die Bedienung ging reibungslos von statten, das Essen und die Getränke mundeten sehr. Kaum hatte man das Mittagmahl mit viel Erzählen eingenommen, so stimmte schon das Orchester des Deutschen Staatstheater Temeswar mit schwungvollen Melodien an. Dies gab auch den Beteiligten gleich Anlass das Tanzbein zu schwingen. Nach zwei Stunden fröhlicher Stimmung brachte der Chor einige deutsche Volkslieder verbunden mit Gedichtvorträgen von Nikolaus Lenau und Karl-Hans Gross vor. HOG Vorsitzender Werner Griebel bedankte sich beim Bürgermeister, Vizebürgermeister, den Gemeinderäten sowie bei allen die zum guten Gelingen des Festes und der Friedhofspflege mitgeholfen haben. Desgleichen bedankte er sich im Namen der HOG Lenauheim bei dem Gemeinderat Ing. Alinel Narita, gewesener Bürgermeister, und seinem Team für die bisherige Zusammenarbeit. Dabei sprach er seine Hoffnung aus, auch mit der neuen Gemeindeleitung eine gute Zusammenarbeit gestalten zu können. Als symbolischer Dank wurde je ein Heimatblatt an Bürgermeister Suciu und Vize Cioabla überreicht.
Nach so einem gelungenen Fest kann der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim sich nur noch einmal herzlich bei allen Mitwirkenden, allen aktiven und passiven Teilnehmern, dem Chor, dem Organist Zippl, dem Bürgermeister und Vizebürgermeister, den Gemeinderäten, dem Pfarrer, den Bürger von Lenauheim ihr herzlichen Dank aussprechen und hoffen, so Gott uns die Kraft und Gesundheit gibt, vielleicht in zwei Jahre an ein weiteres Fest zu denken.
Wir erhielten in den vergangenen Tagen Briefe von Teilnehmern der Reise nach Lenauheim. Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Hier können Sie sich die Briefe durchlesen: Bericht Alfred Mühlroth (Landshut), Bericht Elisabeth Klein (Karlsruhe) und der Bericht von Helen Alba (Temeswar)
| Meldung vom 17. September 2008 |

Vom 6.-17. September fanden in diesem Jahr wieder in Peking mit rund 4.000 Teilnehmern aus 148 Nationen die Paralympics statt. Die Paralympischen Spiele sind die Olympischen Spiele für Sportler mit körperlicher Behinderung. Sie finden jeweils in kurzem zeitlichem Abstand vor oder nach den Olympischen Spielen am gleichen Ort der Olympischen Spiele statt.
Wie der Internetdienst der ARD berichtete, konnte beim Straßenrennen der Männer Norbert Koch (HC C - Karlsruhe/Lenauheim) nicht wie erwartet in die Medaillenvergabe eingreifen und wurde mit knapp zwei Minuten Rückstand auf Sieger Oz Sanchez (USA) am Ende nur Siebter. Das zweite Rennen fand am 14.09.2008 statt. Wir freuen uns mit Norbert Koch über seine Teilnahme an den Spielen und wünschen ihm auch weiterhin kraftvolle und spannende Rennen.
| Meldung vom 27. August 2008 |
Die Friedhofsordnung in einer verschweissten und wasserdichten Halterung auf der linken Seite des Eingangs. |
Der Haupteingang zum Friedhof mit den neuen Tafeln links und rechts. |
Die Friedhofsordnung wurde rechts vor der Kapelle auch in rumänischer Sprache angebracht. |
Rechtzeitig zur Veranstaltung "Kinder des Dorfes 2008" konnte die HOG Lenauheim die Tafeln am Eingang zum Friedhof und die Friedhofsordnung in deustcher als auch rumänischer Sprache erneuen. Die Tafeln wurden durch die Hilfe des stellvertretenden Vorsitzenden der HOG Herrn Michael Fuchs angefertigt und sind auf Langlebigkeit ausgelegt worden.
| Meldung vom 30. Juni 2008 |
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Die Sendung in deutscher Sprache (täglich zwischen 18 und 19 Uhr deutscher Zeit) bringt immer sonntags in der Sendereihe "Daheim und unterwegs - durch's Banat mit Helen Alba", Beiträge in Mundart und Berichte aus dem heutigen Leben im Banat. Am 15. und 29. Juni 2008 wurde in zwei Teilen ein Bericht von "Vedder Fredi"-Alfred Mühlroth gesendet. Die HOG Lenauheim stellt mit freundlicher Genehmigung durch Radio Temeswar ihnen nun die Audio-Datei zum Hören bereit. Hören Sie doch einfach mal rein.
Hier starten Sie die beiden bereits gesendeten Mundart-Beiträge Teil 1 und Teil 2. Kommen Sie mit auf einen akustischen Rundgang durch Lenauheim. Es kann einen Moment dauern, bis der Beitrag zu hören ist. Viel Spaß beim Zuhören!
| Meldung vom 19. Juni 2008 |
Unser Landsmann, Herr Domenik Gebhardt hat am 15. Juni 2008 die Augen für immer geschlossen. Er war ein Mensch, der für die Gemeinschaft sein Möglichstes gab und immer für sie da war. Sein Leben verlief wie das der meisten Banater Schwaben, in der Landwirtschaft tätig, im eigenen Haus und Garten tüchtig und immer freundlich.
Seine ganze Freude und Bereitschaft stellte er in den 70er und 80er Jahren in das jährliche Lenauheimer "Kerweifest". Er war lange Zeit "Kerweivatter". Als solcher war er mit einem geschmückten Hut unterwegs. Auf der linken Seite des Hutes wurden Blumen angebracht und auf der Rückseite zwei bunte, lange Bänder. Er trug eine weiße Schürze, sowie eine dunkle Hose und ein Sommerhemd. Als Fortbewegungsmittel diente ein Damenfahrrad und dies aus gutem Grund: an dem Lenker des Drahtesels hangen rechts und links je eine eingebundene 10 Liter Glasflasche mit "Kerweiwein". Mit im Gepäck befand sich unter anderen Kleinigkeiten auch ein Trichter. Sobald bei einem "Kerweibu" die Weinflasche von den Gästen und Zuschauern leer getrunken, also "Wein verkoscht" war, wurde die Flasche mit dem Trichter aus den Glasflaschen von Vetter Domenik immer wieder aufgefüllt. Irgendwann waren seine Behälter auch leer. Dann ging es schnell mit dem Fahrrad zu Familie Klein "Schinsche Hans" in die Wertsgass, dort war viele Jahre zu der Kerweizeit der Wein untergebracht. Die Krüge wurden aufgefüllt und Vetter Domenik eilte wieder zu dem Umzug. Dort warteten die Kerweibuwe, Musikanten und Gäste schon auf Nachschub.
Die gleiche Prozedur, mit dem Wein nachfüllen, machte Vetter Domenik auch während der Kerweiunterhaltungen im "Großen Wertshaus". Dies war aber nicht seine einzige Aufgabe, er war Derjenige der bei den "Kerweibuwe" nach der Ordnung schaute und das Ganze aus der Ferne, wie man heute zu sagen pflegt "managete".
In der deutschsprachigen Presse wurde sogar ein Bild von Vetter Domenik veröffentlicht, mit dem Untertitel: Motorisierter Kerweivatter, und dieses Bild fand, in Großformat, schon seit Jahren einen Platz im Lenauheimer Heimatmuseum.
Sicherlich werden sich mehrere Jahrgänge von gewesenen "Kerweibuwe" noch an Vetter Domenik erinnern und zurückdenken, wie er dem Einen oder Anderen aus einer schwierigen "Kerweilage" heraus geholfen hat.
Gott möge ihm bei seinem Heimgang helfen und seiner Familie beistehen, den Schmerz zu verkraften.
Die Lenauheimer Landsleute werden ihn in bleibender Erinnerung behalten. Gott lasse ihn in Frieden ruhen!
| Meldung vom 16. Juni 2008 |
Wer hat sie nicht gekannt in Lenauheim? Die Storchetante. Sie fuhr mit dem Fahrrad durchs Dorf und hatte immer ihre kleine Tasche am Lenker hängen. Sie war immer im Dienst, Tag und Nacht. Ich bin überzeugt, dass viele Menschen sie gar nicht mal mit dem bürgerlichen Namen kannte, sie war einfach nur die "Storchetante".
Wie vielen Babys hat sie auf dem Wege, das Licht der Welt zu erblicken, geholfen? Waren es tausend oder mehr? Ich weiß es nicht! Als ich sie einmal danach fragte, antwortete sie: "Ich weiß es nicht und will es auch nicht wissen!" Sie selbst hatte viele Kinder, jedoch keine eigenen. Das Dorf und die Gemeinschaft waren Ihre Familie und Ihr Zuhause. Sie kannte jeden Menschen im Dorf und alle kannten Sie. Wenn Hilfe gebraucht wurde, war sie stets zur Stelle. Mit 87 Jahren hat sie nun für immer ihre Augen verschlossen, wir verneigen uns in tiefer Trauer vor Ihr und zollen Hochachtung und Respekt, denn ein Original ist von uns gegangen.
Am Mittwoch den 11. Juni 2008, hat Frau Elisabeth Mühlroth uns für immer vom irdischen Dasein verlassen. Bekannt als "Storchetant von Lenauheim" wurde Frau Elisabeth Mühlroth am 14. März 1921 in Lenauheim geboren. Nach der Volksschule arbeitete sie in der elterlichen Bauernwirtschaft mit. Im Jahre 1943 kam sie nach Stettin in die Landsfrauenklinik und absolvierte eine einjährige Ausbildung als Hebamme. Nach der Ausbildung trat sie in den Dienst beim Deutschen Frauenwerk-Mütterdienst in Husbäke ein, wo sie bis zum 18. Dezember 1944 war. Ab Januar 1945 arbeitete sie in der Kinderklinik in Dresden, dort hatte sie das große Bombardement überlebt. Nach einer Überbrückungszeit in Krumau bei ihren Eltern, traten sie gemeinsam am 23. Juni 1945 die Heimreise an.
Ab 1947 konnte Elisabeth Mühlroth in ihrer Heimatgemeinde als Privathebamme ihre Tätigkeit ausüben. Über 30 Jahre blieb sie diesem Beruf treu. Am 1. Oktober 1950 wurde sie Angestellte beim staatlichen Gesundheitsdienst und wirkte im Lenauheimer Dispensar.
Am 1. Juli 1978 war es dann soweit: Die "Storchetant" konnte in den wohlverdienten Ruhestand gehen. In dieser langen Zeit ihrer Tätigkeit erblickten fast alle Kinder aus Lenauheim unter ihrer Aufsicht das Licht der Welt. Für ihre Leistung wurde sie von den Landsleuten auch stets geachtet und geehrt.
Sie wanderte auch nach Deutschland aus und fand in Augsburg ihr neues Zuhause. Auch wieder in der Umgebung von vielen Lenauheimer und nahm noch rege die Neuigkeiten über ihre Lenauheimer "Kinder" wahr, bis ihr Gesundheitszustand es nicht mehr zuließ.
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hofft das unsere "Storchetant" auf ihrem Heimgang in das Himmelreich, ihre ewige Ruhe finden wird.
| Meldung vom 04. Juni 2008 |
Am Sonntag dem 1. Juni 2008 fanden auch in Lenauheim, sowie in ganz Rumänien, Kommunalwahlen statt. In diesem Jahr traten für das Amt des Bürgermeisters 4 Personen an: Der seit 12 Jahre amtierende Bürgermeister Ing. Alinel Ioan Narita (PSD), Lucian Sburlea (unabhängig), Ilie Suciu (PD-L) und Mihai Ghergus (Allianz für Timis).
Laut vorläufigem amtlichem Endergebnis konnte der Kandidat der Demokratisch-Liberalen Partei (PD-L) Ilie Suciu im ersten Wahlgang die Wahl für sich entscheiden. Damit endet die Amtszeit des bisherigen Bürgermeisters Alinel Narita, nach 12 Jahren, in den nächsten Wochen.
Ilie Suciu wurde am 29.01.1961 in Neuburg an der Bega (Uivar) geboren und lebt heute in Grabatz. Dort ist er im Bereich Einzelhandel tätig und will sich nun um die Belange der Gemeinde kümmern.
Im Gemeinderat konnte sich ebenso die Demokratisch-Liberale Partei (PD-L) mit 1249 Stimmen eine Mehrheit mit 10 Sitzen sichern. Die Sozialdemokratische Partei (PSD) konnte sich mit 504 Stimmen 4 Sitze und die Partei der Romas "Pro Europa" (PR) mit 136 Stimmen einen Sitz im Gemeinderat sichern. Alle Mitglieder des Gemeinderates können Sie sich auf der offiziellen Internetseite der Gemeinde Lenauheim unter www.lenauheim.dnttm.ro abrufen
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim wünscht den gewählten Vertretern der Parteien eine erfolgreiche Hand bei der Gestaltung der Zukunft der Gemeinde Lenauheim, in einem gemeinsamen Europa.
| Meldung vom 04. Juni 2008 |
Am Samstag dem 31. Mai 2008 fand das traditionelle Fußballturnier der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim in Fürth-Vach, auf dem Rasen des ASV statt. Es sollte ein Fest des Spieles, der Jugend und ein Treffen der Landsleute aus Lenauheim und ihren Freunden werden. Dies zeichnete sich auch schon kurz nach 10 Uhr morgens ab. Sicherlich war die Anreise für einige mit viel Zeit und Geduld verbunden, aber die Landsleute denen die Gemeinschaft am Herzen liegt haben dies nicht gescheut. Es kamen überwiegend Landsleute der jüngeren und mittleren Generation. Sie sind es auf die wir in der Zukunft bauen und an die wir die Werte unserer älteren Generation, soweit zeitgemäß, auch weitergeben.
Zur Eröffnung begrüßte der Vorsitzende der HOG Lenauheim, Werner Griebel, alle Besucher aufs herzlichste und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf.
Drei Mannschaften aus Lenauheimer und Lenauheimerinnen hatten sich angemeldet. Und es ging gleich los mit der Mannschaft aus Karlsruhe: Ralf Klein, Ronald Klein, Mario Jung, Jennifer-Jana Jung, Horst Jung, Markus Reiter, Reinhard Reiter und Harald Völker, sie spielten gegen die Mannschaft aus Villingen-Schwenningen: Horst Neidenbach, Herbert Neidenbach, Helmut Rössner, Markus Rössner, Hans Rössner, Sven Rössner, Heinz Franzen, Egmond Viel, Siegfried Graumann und Sebastian Schöps. Dieses Spiel gewannen die Villingen-Schwenninger mit 2:4. Die Tore schoss für Karlsruhe 2 Mal Mario Jung und auf der Gegenseite Egmont Viel, zwei Tore sowie je ein Tor Heinz Franzen und Siegfried Graumann.
Das zweite Spiel fand gleich im Anschluss statt, dies bedeutete: Ausdauer beweisen. Es spielten die Lenauheimer Kicker (Lenauheimer aus dem süddeutschen Raum) mit: Reiner Minnich, Bruno Hochstrasser, Astrid Griebel, Thomas Landa, Helmut Follmer, Arnold Stöckel, Sven Spier und Peter-Heinrich Taugner gegen die Lenauheimer Mannschaft aus Karlsruhe. Dieses Spiel gewannen die Lenauheimer Kicker mit 5:0, wobei Arnold Stöckel vier Mal ins Tor traf und Thomas Landa ein Mal.
Somit mussten noch einmal die Lenauheimer aus Villingen-Schwenningen, gegen die Lenauheimer Kicker antreten. Dabei ging es um die Entscheidung, wer dieses Jahr den Wanderpokal der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim mit nach Hause nimmt. Das letzte Spiel endete auch 5:0. Das Tor trafen 2 Mal Sebastian Schöps, 2 Mal Heinz Franzen und ein Mal Herbert Neidenbach.
Endstand: Die Lenauheimer aus Villingen-Schwenningen belegten den ersten Platz, Lenauheimer Kicker den 2. und die Mannschaft aus Karlsruhe den dritten Platz. Torschütze wurde Arnold Stöckel mit 4 Treffern. Der jüngste Teilnehmer war Markus Rössner.
Ein Novum bei unserer diesjährigen Veranstaltung war ein Fußballspiel der Kinder mit der Unterstützung der Erwachsenen als Ausklangspiel. Sie sind unsere zukünftigen Kicker und haben somit unsere volle Unterstützung. Es spielten mit: Andi Stöckel, Dennis Rössner, Domenik Neidenbach und andere.
Nach einer kleinen Verschnaufpause folgte bei herrlichem Sommerwetter und angenehmer Atmosphäre die Siegerehrung durch den Sportreferenten der HOG Lenauheim, Peter-Heinrich Taugner.
Zum Abschluss des offiziellen Teils bedankte sich Werner Griebel bei allen Teilnehmern, für das faire und ausgeglichene sowie sportlich ambitionierte Fußballspiel. Desgleichen ging einen besonderen Dank an die Organisatoren Peter-Heinrich Taugner, Jakob Britz, zweiter Vorsitzender vom ASV Vach und seine Frau für den Platz und die hervorragende Verpflegung. Ebenso danken möchte die HOG Helmut Spier, der die HOG immer wieder unterstützt.
Einen besonderen Dank an Riane Taugner, die uns alle mit hervorragenden selbst gebackenen und gespendeten Mehlspeisen, in sieben Varianten verwöhnte.
Wir hoffen auch den in diesem Jahr neu Hinzugekommenen, den Eindruck vermittelt zu haben, dass die HOG Lenauheim eine Gemeinschaft ist, in der sich jeder wohlfühlen kann und nicht nur der heimatverbundene Gedanke das Hauptthema ist. Wir wünschen uns daher auch für die Zukunft viele Mannschaften für die nächsten Turniere. Fotos und auch Videos von diesem Treffen finden Sie wie gewohnt in unserer Media-Galerie!
| Meldung vom 13. Mai 2008 |
"Banater Schwaben im vereinten Europa" und dies ist eine "Wertegemeinschaft für Freiheit und Frieden". Das sagte der saarländische Ministerpräsident Peter Müller am Pfingstsonntag beim Heimattag der Banater Schwaben in der Donauhalle. Dazu waren fast 6000 Personen aus Deutschland, aber auch Österreich, Frankreich und den USA angereist. Peter Müller würdigte die großartige Integrationsleistung der Deutschen aus dem Banat, die nach ihrer Aussiedlung während der kommunistischen Diktatur in Rumänien viel zum Aufbau der demokratischen
Gesellschaft in Deutschland beigetragen hätten.
Müller erinnerte daran, dass die Banater Schwaben, deren Vorfahren im 18. Jahrhundert vielfach aus dem Saarland in Richtung Osten ausgewandert waren, nach dem Zweiten Weltkrieg erhebliches Unrecht durch Deportation und Enteignung zu erdulden hatten.
Ivo Gönner, OB von Ulm, wies bei der Kundgebung wie bereits beim Empfang im Rathaus
am Samstag darauf hin, dass sich die Auswanderung der Banater Schwaben
2012 zum 300. Mal jährt: Ulmer Schachteln waren erstmals 1712 die Donau
hinabgefahren. Gönner sagte, derzeit entstehe an der Donau eine "neue
blühende Region", die zu den wirtschaftlich und kulturell bedeutendsten
Regionen Europas zähle. Gönner bescheinigte den Banater Schwaben, für die die
Stadt Ulm eine Patenschaft übernommen hat, sie wollten an einem vereinten,
friedvollen Europa mitwirken. Sie engagierten sich auch im Donauschwäbischen
Zentralmuseum und beim Donaufest.
Der Vorsitzende der Landsmannschaft, Bernhard Krastl, betonte, für die Banater
Schwaben sei "Integration eine Bringschuld". Als er daran erinnerte, welche
Schikanen die Rumäniendeutschen erleben mussten und wie sich rumänische
Zöllner bei der Ausreise noch an ihrer Habe bedient hatten, gab es viel Beifall.
Man wolle aber keine Vergeltung.
Am Samstag war auch eine Trachtengruppe aus Temeswar dabei, als die Banater Schwaben zum Rathaus zogen. Am Donauufer legten sie mit OB Gönner einen Kranz zum Gedenken an die Vorfahren nieder.Vor der Kundgebung am Sonntag fand ein großer Gottesdienst in der überfüllten Donauhalle
statt. Bei dem Gottesdienst und der Kundgebung wurden auch die beiden Fahnen der HOG Lenauheim, Marien- und Vereinsfahne, präsentiert. An den Lenauheimer Tischen fanden sich über 90 Personen zusammen und konnten ihr Wiedersehen feiern.
Der Sonntag Nachmittag wurde von den Tanzgruppen der verschiedenen Kreisverbaände gestaltet. Es fand eine thematische Reise durch das Jahr statt. Feste wie Maitanz oder Arbeiten wie das Kukruzriwle" wurden dargestellt. Allen Besuchern möchte die HOG Lenauheim danken und freut sich auf ein Wiedersehen in Ulm 2010.
| Meldung vom 14. April 2008 |
Erika Steinbach MdB ist auf der Bundesversammlung am 11.04.2008 des Bundes der Vertriebenen in der Hessischen Landesvertretung in Berlin mit überwältigender Mehrheit zum sechsten Mal wieder für weitere zwei Jahre zur BdV-Präsidentin gewählt worden. Die Delegierten würdigten damit vor allem auch die persönliche Arbeit, die sie in ihrer zehnjährigen Amtszeit für die Heimatvertriebenen geleistet hat. Zu Vizepräsidenten wurden gewählt: Adolf Fetsch, Wilhelm von Gottberg, Alfred Herold, Christian Knauer, Helmut Sauer (Salzgitter) und Albrecht Schläger.
Weitere Präsidialmitglieder wurden: Oliver Dix, Dr. Bernd Fabritius, Bernhard Krastl, Stephan Mayer MdB, Hartmut Saenger und Arnold Tölg. Mit Stephan Mayer MdB CSU gehört ein weiterer aktiver Bundestagsabgeordneter (MdB seit Oktober 2002) dem Präsidium an.
Weitere neue Präsidiumsmitglieder sind: Dr. Bernd Fabritius - Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland; Bernhard Krastl - Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben; Hartmut Saenger - Sprecher der Pommerschen Landsmannschaft; Arnold Tölg - Landesvorsitzender des BdV-Landesverbandes Baden-Württemberg.
| Meldung vom 7. April 2008 |
Nach satzungsgemäß verschickten Einladungen an die Mitglieder und Kassenprüfer des Vorstandes der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim fand am 5. April 2008 in Mannheim die Tagung der HOG Lenauheim statt.
Der Tagungsraum konnte mit der neu angefertigten Fahne, einer Spende von Maria Sosu, geb. Kransitzki und ihren Söhnen Edwin und Werner, für die HOG Lenauheim und einem Dorfplan von 1944 ausgestattet werden. Der Plan wurde mit den damaligen Einwohnern in viel Kleinarbeit von unserem Landsmann Karl Blassmann, aus Karlsruhe erstellt.
Die neue Fahne ist nun, neben der Marienfahne, das offizielle Aushängeschild der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim. Sie hat ein Maß von 1,35 m Höhe und 1,10 m Breite. Die Fahne wurde aus einem Polsol-Material hergestellt und zeigt auf der Vorderseite das Wappen der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, welches durch ein Druckverfahren aufgetragen wurde. Der Hintergrund und die Rückseite sind in Grün und Weiß, den Farben der Landsmannschaft gehalten. Die gesamte Fahne wird von Goldmetallfransen umrahmt. Am oberen Teil ist sie mit Schlaufen zum Aufhängen versehen. Die Fahnenstange ist aus einem teilbaren Edelstahlrohr angefertigt und trägt das Aufhängerohr. Ein Edelstahl-Dreieck mit der Inschrift "HOG Lenauheim" schmückt die Konstruktion. Eine qualitativ sehr hochwertige Arbeit. Hierfür einen herzlichen Dank an die Spender im Namen des Vorstandes der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim.
Als Erstes stand das abgeschlossene "Familienbuch Lenauheim" zur Debatte. Es wurde festgestellt, dass dieses Vorhaben erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Bücher sind ausverkauft, die Resonanz ist gut und somit sagen wir dem Autor Dietmar Giel und allen die beim Entstehen mitgewirkt haben, herzlichen Dank. Ein Errata-Verzeichnis wird zurzeit noch erstellt. Wir wollen Sie nun dazu aufrufen alle gefundenen Unstimmigkeiten beim Vorstand der HOG Lenauheim oder beim Autor selbst zu melden. Das Erscheinen der Errataliste ist für das Heimattreffen 2009 geplant.
Der Vorstand fand sich durch die Wahl von Michael Fuchs, in den Kreisvorstand Augsburg, und Jürgen Griebel, in den erweiterten Bundesvorstand, in seinen Aktivitäten bestätigt. Beide wurden beglückwünscht und ihnen ein gutes Gelingen, auch weiterhin für die Heimatortsgemeinschaft, gewünscht.
Die Tagesordnungspunkte von der Tagung der HOG Vorsitzenden wurden intensiv besprochen. Schwerpunkte waren die Aufnahme von neuen Mitgliedern in die Landsmannschaft der Banater Schwaben aus den Reihen der Lenauheimer, insbesondere von jungen Menschen. Ebenso wurden der Heimattag in Ulm 2008, sowie Rentenansprüche und weitere aktuelle Themen besprochen.
Die meiste Zeit hat natürlich die Besprechung zur Pflege des Friedhofes in Lenauheim und die Neugestaltung der Dachrinnen an der Kirche in Anspruch genommen. Die Allgemeinpflege des Friedhofes wird nach wie vor von unserem Friedhofspfleger getätigt. Das Gras und Unkraut wird mit dem Fadenschneider geschnitten und die restlichen Arbeiten, wie schon immer mit Hacke und Rechen bewältigt. Der Zustand ist zufriedenstellend, was wir auch für weiterhin hoffen.
Viele Gräber, die niemand mehr pflegt, da keine Nachfahren mehr vorhanden sind und mit Efeu überwuchert waren, aber auch solche, die einfach vernachlässigt werden, sind und waren ein großes Problem. Tatsachen, die man zur Kenntnis nehmen muss. Aber sie verunstalten das Gesamtbild des Friedhofes. Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat sich der Pflege des Friedhofes angenommen, und deshalb einen ansässigen Rumänen engagiert um dieses Efeu und Gestrüpp zu entfernen. Er wird aus Spendengeldern unserer Landsleute in Deutschland bezahlten. Das Efeu ist zurzeit zum Großteil entfernt und wir hoffen, dass die Arbeit zu Ende gebracht wird. Darum "hoffen", da sich so ein Projekt in der alten Heimat sehr schwierig bewältigen lässt, obwohl man klare Absprachen und Vereinbarungen auf dem Papier hat.
Im Herbst wurden drei Angebote für die Erneuerung der Dachrinnen an der Lenauheimer Kirche von zwei unserer Vorstandsmitglieder eingenommen und dem zuständigen Pfarrer Maties vorgelegt. Er entschied sich für keines dieser. Was ja auch sein gutes Recht ist. In mehreren Gesprächen und E-Mails versicherte er, sich um eine geeignete Firma zu kümmern. Die Heimatortsgemeinschaft will als Co-Finanzierer das Vorhaben durch Spendegelder mittragen. Leider mussten wir in einem Gespräch Anfang März erfahren, dass sich noch immer nichts getan hat. Das Dach der Kirche, obwohl die Kirche unter Denkmalschutz steht, hat scheinbar auch keine Hoffnung auf Reparatur, obwohl Regenwasser nur schwer durch kleinere Flickarbeiten durch ortsansässigen Katholiken vor dem Eindringen in das Mauerwerk abgehalten werden kann.
Für den 6. September ist eine einwöchige Fahrt mit dem Reisebus nach Lenauheim und in das Banat vorgesehen. Leider können wir nur Vorbereitungsplanungen machen, da in diesem Jahr Kommunalwahlen am 1. Juni und eventuelle Stichwahlen am 15. Juni stattfinden. Sollte sich eine Veränderung in der Gemeindeleitung ergeben, so müsste das Vorhaben aufs Neue besprochen werden. Bleibt es beim Alten, so können wir ab dem 16. Juni verbindliche Einschreibungen entgegennehmen. Weiteres wird zu gegebener Zeit in der Banater Post und auf www.lenauheim.de rechtzeitig veröffentlicht.
Der für den Sport zuständige Peter Heinrich Taugner, versicherte uns, dass sich genügend "Fußballspieler" für den 31. Mai 2008, auf den Aufruf in der Banater Post gemeldet haben. Die Fußballbegegnung findet nun beim ASV in Vach, Am Sportplatz 11, in 90765 Fürth, ab 10.00 Uhr statt. Bei Peter Heinrich Taugner unter Telefon 0911/328563 kann man sich noch bei Bedarf melden, um Details zu besprechen oder um andere Auskünfte zu erhalten.
Rege Aussprachen in der mehrstündigen Tagung bestärkten die Hoffnung einen weiteren Schritt für die Gemeinnützigkeit unserer Heimatortschaft an diesem Tag getan zu haben.
| Meldung vom 20. März 2008 |
Unter diesem Motto werden Personen aus dem öffentlichen Leben und Ortschaften aus dem Banat bei Radio Temeswar vorgestellt. Die Sendung in deutscher Sprache (täglich zwischen 18 und 19 Uhr deutscher Zeit) bringt immer freitags in dieser Sendereihe, interessante Reportagen aus dem heutigen Leben im Banat. Am 7. Dezember 2007 war Lenauheim an der Reihe. Radio Temeswar stellt uns mit freundlicher Genehmigung einen Mitschnitt dieser halbstündigen Präsentation zur Verfügung. Hören Sie sich nach Lenauheim! Eben eine Reportage aus dem heutigen Lenauheimer Leben. Hier starten Sie die Datei! Die MP3-Datei hat eine Größe von 7,7 MB. Es kann also einen Moment dauern, bis der Beitrag zu hören ist. Viel Spaß beim Zuhören!
| Meldung vom 06. März 2008 |
Eigentlich ist erst ab 1. März Frühjahr, dieses Jahr meint es das Wetter gut mit den Banatern. In Lenauheim war in der letzten Woche des Februars jeden Tag zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Dies hat natürlich die ganze Vegetation wesentlich beeinflusst. Auf dem Flur sah man die ersten Eggen, Düngerstreuer, Maschinen die Kartoffel in die Erde brachten und andere landwirtschaftliche Unternehmungen. Sicherlich hat das auch die Bewohner von Lenauheim bewegt im Hausgarten die ersten Arbeiten zu unternehmen. Der eine tat es mit dem Rechen der andere mit der Egge vom Pferd gezogen, jeder nach seinen Möglichkeiten. Sobald diese Arbeit verrichtet war konnte man mit dem Zwiebelstopfen und den anderen Sämereien loslegen. Alles noch wie früher, der zeitlich was macht, der kann auch was ernten. In den Höfen sah man vereinzelt Menschen Reben schneiden und binden, vielleicht auch noch zu früh, aber das Wetter verleitet.
So wie einige Privatleute war auch die Gemeinde mit Frühjahrsarbeiten unterwegs. Sie haben neben den Asphalt beschichteten Straßen den Erdbereich mit einem großen Bagger abgetragen und es so eingerichtet, dass das Wasser vom Fahrweg in den Gassengraben abfliesen kann. Eine überfällige Arbeit, aber lieber später als nie. Die Abgetragene Erdmaße wurde mit dem Traktor in die Sandkaule und in die Kaule hinter dem Friedhof, gefahren.
Der Straßenbereich an der katholischen Kirche sowie der Kirchhof, sind Dank Landsleuten aus Deutschland und deren regelmäßiger Spende, vom Friedhofspfleger gut gepflegt. Auf unserem "Kerchhof" hat sich seit November letzten Jahres viel getan. Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat einen Ortsansässigen ausfindig gemacht, mit dem eine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, zum Entfernen des Efeus und der großen Pflanzen die auf der linken Seite vom Haupteingang überhand genommen haben. Ein Großteil dieser Arbeit ist auch schon sehr gut vollbracht somit sind wir guter Hoffnung, dass das Verbliebene und Versprochene sowie das Spritzen von verschiedenen unerwünschten Gräsern eingehalten wird. Obwohl eine schriftliche Vereinbarung vorliegt, versucht er immer wieder diese zu umgehen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Der allgemeine Zustand des "Kerchhof" ist gut. Unser Landsmann Heinz Küchel, der von Spendengeldern aus Deutschland belohnt wird, versucht sein Möglichstes, wobei man einen positiven Trend feststellen kann.
In der Nacht sich in Lenauheim zu bewegen ist eine angenehme Sache im Gegensatz zu der Zeit vor 1989. Die Straßenlampen in der Hauptgasse, Kirchengasse und Wertsgasse brennen an jedem Mast. In den anderen Straßen sind die Lampen nicht so häufig aber die Straßen sind hell beleuchtet. Das gleiche kann man auch vom Museum, Kulturheim mit Park und Gemeindehaus mit Lenaudenkmal sagen. Die Bushaltestelle sowie die Schaukästen vor dem Gemeindehaus, alles ist beleuchtet und fällt somit angenehm auf.
Bei den Ein- und Ausfahrten nach Grabatz, Großjetscha und Bogarosch hat man mittlerweile Standleuchten in Blau mit der Rumänien- und der EU-Fahne angebracht. Sie sind mit einem "Willkommensgruß" und auf der anderen Seite mit "Gute Fahrt", sowie im unteren Bereich mit einem gläubigen Spruch auf Rumänisch, versehen. Es sieht gut aus und die Gemeinde passt sich den neuen Trends, die man auch in den Nachbargemeinden erkennt, an.
Sicherlich wäre noch vieles mehr erwähnenswert, aber da Ende Mai oder Anfang Juni Lokalwahlen stattfinden sollen, ist sowieso jeder Bürgermeister mit den Gemeinderäten bemüht, nur das Beste für die Bewohner zu verwirklichen.
Als Letztes möchte ich noch erwähnen, was eigentlich zwei verschiedene Bereiche beinhaltet.
Seit letztem Sommer gibt es in Lenauheim wieder eine Zahnarztpraxis, ein junger Arzt hat sich den Mut genommen, es zu wagen in Lenauheim eine Praxis zu führen. Mittlerweile ist er fünf Tage die Woche da und die Patientenzahl wird immer größer.
Einige beherzte Menschen sind an mich herangetreten, mit der Bitte eine gebrauchte Behandlungseinheit für die Gemeinde ausfindig zu machen. Ich werde es versuchen aber möchte auch jeden der diese Zeilen liest und vielleicht in diese Richtung was bewegen kann, mitzuhelfen. Einen herzlichen Dank im Voraus.
Der zweite Punkt wäre die Thermalquelle bei der Einfahrt-Ausfahrt Großjetscha. Diese Quelle ist in den 70-Jahren gebohrt worden, einige Zeit plätscherte das Thermalwasser in die Kaule, dann kam zeitweise mit dem Wasser eine ölige Substanz an die Oberfläche, worauf man sie versiegelte. Heute hört man immer wieder in der westlichen Welt, dass man von solchen Quellen großen Nutzen ziehen kann. Vielleicht hat Jemand den Gedanken in Lenauheim eine Investition zu machen und somit dem Ort und sich selbst einen Aufschwung zu bereiten.
| Meldung vom 18. Februar 2008 |
Der Bundesvorstand der Landsmannschaft der Banater Schwaben hat für den Samstag 16. Februar 2008, die gewählten Delegierten der Landesverbände und der Heimatortsgemeinschaften zur satzungsgemäßen ordentlichen Hauptversammlung, nach Ulm, eingeladen.
Beim letztjährigen Treffen der HOG Vorsitzenden in Frankenthal, wurden die Delegierten aus den Reihen der Heimatortsgemeinschaften gewählt. Unter den Gewählten war auch der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Werner Griebel, der bei dieser Hauptversammlung teilgenommen hat.
Nach der Eröffnung der Hauptversammlung und Feststellung der Stimm- und Vertretungsrechten der anwesenden Delegierten, trug der Bundesvorsitzende Bernhard Krastl, den Tätigkeitsbericht des Bundesvorstandes vor.
Hans Georg Mojem stellte den Finanzbericht übersichtlich dar und es wurde auch über den ein oder anderen Punkt diskutiert. Ihm wurde seitens des Bundesvorstandes für seinen langjährigen Tätigkeiten im Bundesvorstand seitens des Vorsitzenden gedankt. Er stellte sich nicht mehr zur Wahl.
Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer und einer regen Aussprache wurde der Vorstand entlastet und die Neuwahlen fanden statt.
Nach Auswertung des Wahlergebnisses konnte der Wahlleiter, Josef Koch, mit seinen fünf Helfern folgendes Ergebnis bekannt geben: Zum Vorsitzenden wurde wieder Bernhard Krastl gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Hans Metzger, Georg Ledig, Richard Jäger bestätigt und Katharina Ortinau neu hinzu gewählt. Bei der Wahl der Beisitzer konnten sich Stefan Ruttner und Jürgen Griebel durchsetzen.
Nach einer Aussprache und Präsentation der Zielsetzungen wurde ein Antrag zur Satzungsänderung, seitens des Landesverbandes Bayern bei § 3 zweiter Absatz vorgebracht.
Diesem Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt. Somit wird der Satzung hinzugefügt: c) das Hilfswerk der Banater Schwaben als karitative Organisation für die Banater Schwaben, das nach einer eigenen Satzung arbeitet.
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat somit zum ersten Mal, seit ihrer Gründung im Jahre 1985, mit Jürgen Griebel ein Mitglied aus ihren Reihen im Bundesvorstand der Landsmannschaft der Banater Schwaben.
Wir wünschen unserem Vorstandsmitglied viele Ideen und Freude an seiner neuen Aufgabe.
| Meldung vom 29. Januar 2007 |
Wie uns heute durch die Landsmannschaft Banater Schwaben e.V. mitgeteilt worden ist, starb am Morgen des 29.01.2008 um 5.30 Uhr Ortszeit, der Altbischof unserer Heimatdiözese Temeswar Msgr. Sebastian Kräuter. Die Beisetzungszeremonie findet am Freitag um 11.00 Uhr im Dom zu Temeswar statt. Der Bundesverband unserer Landsmannschaft wird durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Johann G. Mojem vertreten sein.
Hier finden Sie die deutsche Todesanzeige.
Sebastian Kräuter wurde als Sohn des Abgeordneten Dr. Franz Kräuter sen. und dessen Frau Maria Kräuter, geb. Sattler, geboren. Sein Bruder war der Archivar des Bistums Timisoara Dr. Franz Kräuter jun.. Sebastian Kräuter ist ein Großneffe seines bischöflichen Vorgängers Augustin Pacha, sowie des Abtpfarrers Stefan Pacha. Kräuter besuchte die Volksschule in Nitzkydorf. Später folgten der Besuch der Mittelschule und sein Theologie-Studium in Temeswar. Er empfing die Priesterweihe am 2. Juni 1946 in Nitzkydorf durch den Bischof Augustin Pacha und war von 1946 bis 1983 Pfarrer der Gemeinde Jahrmarkt.
1990 wurde er von Papst Johannes Paul II. nach 40-jähriger Vakanz zum Bischof des Bistums Temeswar („Episcopus Timisoarensis“) ernannt. Die Bischofsweihe am 28. April 1990 als der 92. Nachfolger des Heiligen Gerhardus im Bistum Tschanad-Temeswar spendeten ihm Angelo Kardinal Sodano (Hauptkonsekrator) sowie die Erzbischöfe Dr. Adalbert Boros und Lajos Bálint. Es war die sechste Bischofsweihe in der nahezu tausendjährigen Geschichte des Bistums, die auf dem Boden des Banats stattgefunden hat.
1995 war Sebastian Kräuter Mitherausgeber und Verfasser des Vorworts der Biografie über seinen Vorgänger Augustin Pacha "Erinnerungen an Bischof Pacha. Ein Stück Banater Heimatgeschichte". Diese war durch die Sammlung von Daten und Manuskripten seines Bruders Franz Kräuter entstanden. Sebastian Kräuter selbst überreichte nach seinem altersbedingten Rücktritt 1999 den Hirtenstab persönlich an seinen Nachfolger Martin Roos.
| Meldung vom 27. Januar 2007 |
Dem stellvertretenden Vorsitzenden der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Michael Fuchs, wurde bei der Wahl im Kreisverband Augsburg eine zusätzliche Verantwortung übertragen.
Am 16. Dezember 2007 fand die Herbstversammlung des Kreisverbandes Augsburg statt. Zu Beginn der Versammlung begrüßte Oswald Geltz, der erste Vorsitzende des Kreisverbandes, alle anwesende Mitglieder. Als Ehrengast war der Vorsitzende des Landesverbandes Bayerns, Peter-Dietmar Leber, eingeladen. Nach einer Schweigeminute für die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder des Kreisverbandes folgte der Bericht des Kassenwarts. In seiner Ansprache betonte Peter-Dietmar Leber, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Kreisverbänden, Heimatortsgemeinschaften und dem Landesverband sei. Es folgte die Entlastung des Vorstandes. Danach folgten die Neuwahlen. Als erster Vorsitzender wurde Dietmar Kirschenheuter gewählt, als stellvertretende Vorsitzende Edgar Henzel, Karl Peter und Michael Fuchs. Das Amt des Schriftführers übernimmt ebenfalls Michael Fuchs. Alter und neuer Kassenwart ist Anna Palmert, Beisitzer Oswald Geltz und Walter Lauer. Zu Kassenprüfern wurden Hans Slavik und Herta Bernhard gewählt. Der neue Vorstand dankte den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und richtete an den scheidenden Vorstand Worte des Dankes für die geleistete Arbeit.
Wir wünschen dem neuen Vorstand ein gutes Gelingen bei seiner zukünftigen Arbeit und bauen auf eine gute Zusammenarbeit!
| Meldung vom 25. Januar 2007 |
Zum 70-ten Geburtstag werden die Menschen meistens mit einer Ehrung bedacht. Sie kann von der Familie oder bei engagierten Menschen von der Gemeinschaft kommen.
Bei Hans Taugner steht sicherlich die Familie an erster Stelle. Da er aber ein gemeinschaftsliebender Mensch ist, möchte sich auch die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim durch ihren Vorstand erlauben, ihn zu ehren.
Unser Jubilar ist ein Banater Schwabe mit Leib und Seele. Wie es sich für einen Landsmann in Rente gehört, hat auch er einen Garten mit Gartenhaus und allem Nötigen, um das in der alten Heimat Gewohnte bei zu behalten. Da sollten auch nicht die Banater Schwaben fehlen die oft beim vorübergehen Neuigkeiten "von derhem" oder "von hier" austauschen. Hier verbringt Hans Taugner schöne Stunden mit seiner Familie, aber insbesondere mit seinen Enkelkindern, für die er ein guter Großvater ist.
Das alles kostet viel Zeit, dennoch bringt er auch noch Zeit für die Gemeinschaft auf. Zu einem für die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim und zum anderen für den Kreisverband Karlsruhe der Landsmannschaft der Banater Schwaben.
Unser Landsmann Hans Taugner ist am 26. Januar 1938, als Sohn einer Handwerkerfamilie, in Lenauheim geboren. Nach seinem schulischen Abschluß war er an mehreren Stellen in der alten Heimat tätig. Unter anderem als Kaufmann in der Konsumgenossenschaft von Lenauheim. Diese Tätigkeit übte er aus, bis er 1981 in die BRD ausreisen konnte. In der neuen Heimat fasste er, nach einer Umschulung, in Karlsruhe Fuß und kümmerte sich soweit wie möglich um die Belange unserer Landsleute. Hans Taugner war ein Mann der ersten Stunde bei der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim. Er wurde in den Vorstand der HOG in verschiedene Positionen gewählt und ist bis heute als Kassenwart dabei. Hans Taugner ist Hauptorganisator des Lenauheimer Heimattreffens, das jedes vierte Jahr turnusgemäß in Karlsruhe stattfindet.
Unser Landsmann hat sich schon in der alten Heimat dem Chorgesang gewidmet, dies führt er im Rahmen des Kreisverbandes Karlsruhe der Landsmannschaft der Banater Schwaben bis zum heutigen Tage mit viel Freude an der Sache fort.
Zum gegebenem Anlass wünscht Dir, lieber Hans, der Vorstand und die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim alles Gute, die Gesundheit, Zufriedenheit und noch schöne Jahre im Kreise deiner Lieben.
Unser Landsmann Karl Blassmann konnte am 17. November 2007 auf sein 80-jähriges Leben zurückschauen. Sicherlich ist es wie fast bei jedem es gab Höhen, es gab Tiefen, es gab Zeiten, in denen man nur dahin lebte, ohne zu wissen, was die Zukunft bringt. Unser Jubilar ist von dem Allem nicht verschont geblieben, hatte aber immer eine Haltung den Menschen gegenüber bewahrt, die zu jeder Zeit der 80 Jahre vertretbar war.
Nach seiner Aussiedlung im Jahre 1978 nach Karlsruhe, in Deutschland, hat Herr Blassmann immer wieder Interesse an der alten Heimat gezeigt. Um nur einige Beispiele zu nennen, er hatte sich der großen Aufgabe gestellt, die Familienforschung seiner Familie und Ahnen soweit wie möglich auf Papier zu bringen. Dies sollte ihm nach langen Erkundigungen und dem Erhalt einiger Daten von der HOG Lenauheim gelingen. Das erste Buch "Die Familienchronik der Familie Blassmann aus dem Banat" und das zweite Buch "Unsere Ahnen und die Verwandtschaft" sind Arbeiten von unzähligen Stunden, in vielen Jahren, aber ein Glücksfall für die Großfamilie Blassmann und deren Verwandten. Desgleichen gab Karl Blassmann, als Wissensträger, in mehreren Fällen Auskunft bei der Erstellung des Familienbuches Csatad/Lenauheim.
Beim Heimatblatt ist immer auf seine Mitarbeit Verlass. Er hätte noch viele Erinnerungen aus Lenauheim im Gedächtnis, doch manches Mal sagt er: "Ich muss meinen Vater mal fragen". Ja sie lesen richtig, der Vater von Karl Blassmann, Herr Peter Blassmann, 105 Jahre alt, lebt in Karlsruhe. Peter Blassmann ist ein Mann der sich mit der Landwirtschaft als Großbauer bestens auskannte, zudem war er einige Jahre Bürgermeister (Richter) in Lenauheim. Eine Familie denen die Gemeinschaft der Lenauheimer am Herzen liegt, auch nicht zuletzt durch Sohn Gerhard, ein Gönner der HOG, der immer bei den Lenauheimer Veranstaltungen dabei ist.
Zum Geburtstag wünscht der Vorstand im Namen der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Herrn Karl Blassmann, die Gesundheit, Gottessegen und noch schöne Tage im Kreise seiner Familie, sowie eine weitere gute Zusammenarbeit.
Den Tag "Allerheiligen" und "Allerseelen" in dem Heimatort und auf dem Heimatfriedhof zu erleben, erweckt besondere Gefühle der Verbundenheit zu unseren verstorbenen Angehörigen. Ist es eine vor kurzem entstandene Trennung oder die schon eine längere Zeit zurückliegt, es gibt zu allen die auf dem Gottesacker ruhen eine Band das verbindet.
In diesem Jahr war die Vorzeit sehr regenreich und somit die Erde aufgeweicht. Nichts desto trotz haben viele Menschen den Weg zum Friedhof in Lenauheim gefunden um die Gräber zu diesem Anlass zu pflegen und mit Blumenschmuck und Kränzen zu schmücken. Sicherlich gibt es auch Gräber, die mit Efeu bewachsen sind und solche um die sich niemand mehr kümmert. Dafür hat der Vorstand der HOG nun einen Beschluss gefasst: Die mit Efeu überwucherten Gräber und entlang der Friedhofsmauer, durch einen ansässigen Rumänen gereinigt werden und das abgetragene Efeu wird entsorgt.
An "Allerheiligen" feierte Pfarrer Marin Maties gemeinsam mit etwa 30 Gläubigen eine Heilige Messe in der Lenauheimer Kirche. Darunter befanden sich auch Einige aus Deutschland, Gläubige rumänischer Nationalität und von unseren verbliebenen Landsleuten in Lenauheim. Von den Letzteren könnte man sich wünschen, dass sie nach Möglichkeit zahlreicher die Gottesdienste mitfeiern, schon als Anerkennung für die Mühe die sich Pfarrer Maties macht. Auch diesmal hat er die Eucharistiefeier in zwei Sprachen und mit viel Gesang, sowie Worten der Würde für die Menschen die auf diesem Erdenfleck lebten ausgesprochen.
Während des Gottesdienstes |
Auf dem Friedhof |
Video zu Allerheiligen ca. 1 MB |
Am Grab |
linke Friedhofseite |
rechte Friedhofseite |
Anschließend begaben sich Pfarrer und Gläubige zum Friedhof, der in Lenauheim "Kerchhof" genannt wird. Beim Einzug in den Friedhof wurde das "Ziehglöckchen", gezogen von Hans Fritz, die Menschen empfangen. Das Wetter war herbstlich, die Chrysanthemen schön aufgeblüht. Am Hauptkreuz versammelten sich alle, um gemeinsam unserer Toten zu gedenken. Pfarrer Maties erinnerte an die Verstorbenen fern der alten Heimat, denen die in den Kriegen gefallen sind und nicht zuletzt denen die auf dem Lenauheimer Friedhof ruhen. Gemeinsam sangen wir "Näher mein Gott zu Dir" und Isolde Griebel trug das Gedicht "Allerheiligen" vor.
Anschließend haben die Anwesenden an den Gräbern ihrer Verstorbenen Kerzen angezündet. Am Abend zum "Gebetläuten", dass leider nicht mehr stattfindet, konnte man trotz der wenigen ansässigen Landsleuten sehr viele Kerzenlichter auf den Gräbern unserer Verstorbenen wahrnehmen.
Bei schönem Herbstsonnenschein trafen sich am Morgen des 15. September 2007 eine Gruppe fußballliebende Landsleute in Karlsruhe auf dem Nordwestspielplatz ein und machten somit den Auftakt zum Lenauheimer Heimattreffen 2007 in Karlsruhe.
Das schöne Wetter hielt weiterhin an und beflügelte so manchen, guten Mutes die Sängerhalle in Knielingen zu erreichen um zum wiederholten Male sich mit Landsleuten zu treffen, einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern, eine Bilderausstellung anzusehen und eine Singgruppe mit Heimatliedern zu hören. Ebenso gab es unsere schöne schwäbische Tracht gepaart mit deren unserer süd-steirischen Gäste zu bewundern, die Botschaft des Bundesvorsitzenden zu hören und nicht zuletzt einen schönen und gemütlichen Tanz- und Unterhaltungsabend zu erleben.
Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft hat lange im Voraus, das schon mit Freude erwartete Fest geplant und vorbereitet. Durch die fleißigen Helfer wurden am Vorabend die nötigen Tische und Stühle aufgestellt. Am Festtag sollten dann die restlichen Vorbereitungsarbeiten in der Sängerhalle auch noch erledigt werden. Kaum war dies geschehen, waren schon die ersten Gäste vor der Tür und meldeten sich zum Einlass. Sie wurden am Eingang von unseren Vorstandsmitgliedern Ernst Vogel und Alfred Mühlroth empfangen, wo jedem ein Fähnchen mit dem Aufdruck des Wappens der HOG Lenauheim und dem Schriftzug Heimattreffen 2007, sowie pro Familie ein Heimatblatt ausgehändigt wurde. Der Saal füllte sich zügig, zu unserer Überraschung aber auch zu unserer Freude mussten noch einige Tische dazugestellt werden, um ausreichend Platz zum gemütlichen zusammen sitzen zu schaffen.
Bei vollem Saal und vielem Erzählen startete der offizielle Teil. Als Erstes wurde gemeinsam mit Musikbegleitung die Banater Hymne gesungen. Werner Griebel hieß alle Gäste willkommen und begrüßte sie herzlichst. Als Ehrengäste, unter den vielen Lenauheimer, konnte der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Herrn Bernhard Krastl, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. mit Gattin, den Karlsruher Kreisvorsitzenden der Landsmannschaft, Herr Werner Gilde mit Gattin, Herrn Dietmar Giel mit Gattin, Vorsitzender der HOG Klein-Jetscha, Herrn Norbert Neidenbach mit Gattin, Vorsitzender der HOG Groß-Jetscha und nicht zuletzt unsere Freunde, unter Obmann Helmut Kahr, von der Südsteirische Rumänienhilfe e.V. und Herr Vikar Robert Dürbach begrüßen.
Es folgte der Rechenschaftsbericht und einen Überblick auf die wichtigsten Ereignisse und Aktivitäten seit der letzten Generalversammlung. Den Mitgliedern wurde aber das Angebot gemacht, dass der Vorstand bereit ist, bei Nachfragen Auskunft zu geben. Hervorzuheben ist die Erlangung der Gemeinnützigkeit der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, die Fahrt nach Lenauheim im September 2006, die Pflege des Heimatfriedhofes in Lenauheim und die Erstellung des Familienbuches Csatad/Lenauheim. Kurz umrissen wurden selbstverständlich auch andere Themen die mit dem Bestehen der Heimatortsgemeinschaft und der Landsmannschaft der Banater Schwaben zu tun haben. Mit dem Vortrag der Bilanz für 2006 endete der Beitrag.
Im Anschluss bat der Vorsitzende der HOG, Werner Griebel den Bundesvorsitzenden, Bernhard Krastl, um die Festrede. Herr Krastl sprach in seiner Festrede das Schicksal unserer Landsleute im Allgemeinen an und erklärte den Zuhörern die allgemeine Lage der Banater Schwaben aus der Vergangenheit, der Gegenwart und wie die Zukunft für unseren kleinen Volksstamm aussehen könnte.
Vikar Robert Dürbach hatte sich in dessen für die Feier des Gottesdienstes vorbereitet. Nach einigen einleitenden Worte konnte das Heilige Messopfer beginnen. Der Opfertisch war geschmückt. Walter Griebel hatte sich an der Orgel vorbereitet um den musikalischen Teil der Messe mit den Landsleuten vorgelegten Noten und Texten, mit zugestalten.
In seiner einfühlsamen Predigt ging Vikar Dürbach auf das Hauptportal der Lenauheimer Kirche besonders ein. Das Portal schmückte auch die Titelseite des Gesangsblattes. Sicherlich hat er mit dem Portal, jeden Anwesenden sensibilisiert. Denn wer hat diese Tür nicht durchschritten? Wer kennt sie nicht? Wer hat keine Erinnerungen daran? Es dürfte nur wenige gewesene Lenauheimer geben, die nichts Gemeinsames mit dieser Kirchentür verbindet.
Die Totenehrung wurde am Ende der Messe vorgenommen und Vikar Dürbach wünschte noch ein gutes Zusammensein. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Vikar Dürbach und an unsere Landsleute, die andächtig bei absoluter Stille mitgefeiert haben.
Nach einer kurzen Pause zum Verschnaufen und "Verzählen" hat sich die Singgruppe um Mathias Messmer und Nikolaus Meinhardt auf der Bühne eingefunden, um das vorbereitete Sing- und Rezitationsprogramm unseren Landsleuten zum Besten zu geben. Neben deutschen Volksliedern ist das Lied "Im Bett" sehr gut bei den Zuhörern angekommen. Wir hoffen auf weitere Zusammenarbeit verbunden mit herzlichem Dank.
Wie schon am Anfang erwähnt, hatten wir als Ehrengäste eine Abordnung der Südsteirischen Rumänienhilfe e.V. zu Gast. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Urkunde über eine Partnerschaft zwischen der Südsteirischen Rumänienhilfe e.V. und der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim an diesem Festtag in Karlsruhe unterzeichnet. Es ist aber so wie es Obmann Helmut Kahr in seiner kurzen Ansprache bemerkte, diese Partnerschaft läuft schon seit Jahren und auch ganz gut. Nur heute wollen wir es auch noch schriftlich beurkunden und somit weiterhin auf die bisherige Art und Weise zusammenarbeiten.
Nach mühsamer Arbeit durch die vielen uneigennützigen Helferinnen waren nun die Mädchen und Frauen in banatschwäbischer Kerweihtracht zum Trachtenaufmarsch bereit. Zu einem flotten Marsch gespielt von Walter Griebel marschierten nun die Trachtenpaare in den Saal, mit dem Rosmarinstrauß in der Hand von Lia und Michael Fuchs. Es brauchte nur wenige Minuten bis die Mehrheit der Gäste sich an die Tanzfläche bewegte und im Rhythmus mitklatschten. Als Trachtenträger findet man sich bestätigt, durch den Applaus, dass dies mit den eigenen Landsleuten das Richtige war. Es wirkten noch mit: Leonie Manjet und Sebastian Wolf, Julia Manjet, Christian Brunner und Nathalie Fuchs, Anke Fuchs und Manfred Kahr, Astrid Griebel und Helmut Kahr, Monika und Franz Kainz, Rafaela und Ernst Widmoser, Herta Manjet, Isolde und Werner Griebel. In einem bunten Miteinander mit unseren steirischen Gästen wurde ein Kerweihländler und danach eine Polka getanzt. Anschließend ging es mit Marschmusik auf die Bühne, wo sich alle Trachtenträger in Kreisform aufstellten. Damit die schönen Trachten auch dem Publikum gezeigt werden konnten. Michael Fuchs trug seinen vor Jahren in Lenauheim gebrauchten Kerweihspruch zum besten vor. Er bekam zwischendurch auf Ruf auch ein "Kerweihstickl" gespielt und auch ein Glas Wein zu trinken. Bei all diesen Bedingungen war es ihm ein Leichtes den Kerweihstrauß, gestiftet von Familie Griebel zu versteigern. Die Versteigerung wurde bei Zeitablauf, durch einen Handyklingelton (nicht mehr Wecker) nach zufälliger Zeiteinstellung beendet. Der Gewinner war unser Landsmann Martin Manjet. Selbstverständlich bekam der Straußgewinner einen gebührenden Ehrentanz, den er mit seiner Schwiegertochter Herta Manjet tanzte. Mit einem gemeinsamen Walzer, einen Ausmarsch und viel Applaus endete auch dieser Punkt des Programms.
Es folgte die Altersehrung durch Herr Alfred Mühlroth und die Bestätigung durch die Generalversammlung, der vom Vorsitzenden, in den Vorstand berufenen Herrn Helmfried Klein und Alfred Mühlroth, bedingt durch das Ausscheiden von Herrn Peter Taugner und Frau Elisabeth Mathias. Beide Letzteren erhielten als Dank und Anerkennung seitens der HOG Lenauheim einen Ehrenbrief der HOG überreicht.
Mit einem Dankeschön an alle die sich an dem schönen Feste irgendwie beteiligt haben, bat Werner Griebel um das Singen der deutschen Hymne zum Abschluss des offiziellen Teils.
Ab nun kam die Zeit zum Erzählen, die Bildergalerie, gemalt und ausgestellt von unserem Landsmann Ewald Weyer zu besichtigen und sich bei schwungvoller Musik, dargeboten von unserem Landsmann Walter Griebel und seinen Freunden zu unterhalten.
Manch einer konnte es nicht erwarten und schaute schon im Saal in das an diesem Tag erschienene Heimatblatt 2007. Die Redaktion hatte Jürgen Griebel inne. Es ist bis jetzt das seitenstärkste Heimatblatt der HOG Lenauheim und bietet für Jedermann etwas. Falls Landsleute die nicht beim Treffen waren Interesse daran haben, können sie es für eine Spende an die HOG im Mindestwert von 6,- Euro, auf Bestellung über Tel. 0621-9785163, erhalten.
Als die Musik schon fleißig spielte und der Eine oder Andere das Tanzbein schwang, bedankte sich der Vorsitzende bei den Fußballspielern und unser Sportreferent Peter-Heinrich Taugner überreichte Pokal und Urkunde an die Mannschaften und an den Torschützenkönig, Mario Jung aus Karlsruhe, mit 3 Toren. Gewonnen haben die Lenauheimer aus Villingen-Schwenningen mit Horst Neidenbach, Egmond Viel, 2 Tore, Horst Frahler, 1 Tor, Peter Röszner, 2 Tore und Uwe Taugner mit dem Endergebnis von 7:4 gegen die Lenauheimer von überall mit Peter-Heinrich Taugner, Erwin Altmayer 2 Tore (wechselte die Mannschaft), Horst Jung, Mario Jung und Daniel Scheerer, 1 Tor. Das Spiel wurde von Hans Taugner gepfiffen. Bei ihm und seinen Helfern möchten wir uns auch herzlich für die Organisation an Ort und Stelle bedanken.
Das Tanzbein wurde geschwungen, bis die Musik Schluss machte und der Vorsitzende eine gute Nacht und Heimfahrt wünschte, mit der Bemerkung, dass wir uns in zwei Jahre im Raum Augsburg wieder treffen werden.
In unserer Media-Galerie finden Sie Bilder und ein Video zu dieser Veranstaltung. Sollten Sie Fragen, Lob oder Beschwerden zum Treffen haben, dann melden Sie sich bitte per E-Mail, Kontakt-Formular oder telefonisch bei den Mitgliedern des Vorstandes.
Zur diesjährigen Veranstaltung, am 08. September, die im Einklang mit dem Kirchweihfest der orthodoxen Kirche "Sf. Maria Mica" veranstaltet wurde, waren alle die aus dem Ort weggezogen, aber auch jene die in Lenauheim leben eingeladen, bei den Veranstaltungen die im Kulturheim und in der orthodoxen Kirche des Dorfes stattfanden, teilzunehmen.
Die zweite Auflage des Treffens "Kinder des Dorfes" sollte ein Augenblick sein, indem sich die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft verschweißt, damit die Kinder von einst ihre Unschuld und Freude in den Augen derjenigen finden die heute Kinder sind und dies wäre eine Fortsetzung der Traditionen die eine Generation der anderen vererbt.
Dieser Tag wurde mit Volkstänze und viel Musik, kennzeichnend für alle hier in der Banater Ebene lebenden Ethnien, gefeiert. Die Gemeindeverwaltung und das Kulturhaus Lenauheim luden ein! Im Programmheft als PDF-Datei finden Sie den Ablauf der Veranstaltung. In unserer Fotogalerie finden Sie die Bilder zu dieser Veranstaltung.
Am 12. Mai fand in der Gaststätte der Sängerhalle Karlsruhe-Knielingen das Vorstandstreffen der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim statt. Dieses mittlerweile zur Tradition gewordene Vorstandstreffen hat sich im Laufe der Zeit als angebracht, notwendig und erfolgreich für unsere Gemeinschaft erwiesen.
Diesmal standen wieder mehrere Punkte zur Debatte. Hier sollen nun die Wichtigsten erwähnt und unseren Landsleuten und Lesern mitgeteilt werden.
Ein Resümee über das im letzten Jahr erschienene Familienbuch Csatad/Lenauheim, herausgegeben von der HOG Lenauheim, Autor: Dietmar Giel, wurde gezogen. Das Buch ist bis auf fünf Exemplare ausverkauft. Die erhaltene Resonanz ist positiv, bis auf einige geringe Hinweise auf Datenfehler, welche aber nicht alle dem Herausgeber bzw. Autor zu Lasten fallen. In diesem Fall hat sich mal wieder gezeigt, dass ein sehr großer Teil unserer Landsleute bei der Dateneingabe mitgewirkt hat und nur dem kleinen Teil, der eben nicht mitgewirkt hat, dies jetzt zum Nachteil ist.
Die Pflege des Heimatfriedhofes in Lenauheim ist nach wie vor eines der Hauptziele, die sich der Vorstand der HOG Lenauheim zum wiederholten Mal gesetzt hat. Nach dem Ableben von Frau Katharina Griebel in Lenauheim, die unsere Verbindungsperson in Bezug auf Friedhofspflege war, hat sich auf unsere Nachfrage hin Familie Hans und Anna Fritz, geb. Lamprecht, bereit erklärt mit der HOG die Verbindung diesbezüglich aufrecht zu halten. Die Friedhofspflege hat dieses wie auch schon im vergangenen Jahr Herr Olaru, ein Ortsansässiger inne. Er bedient den Fadenmäher der mit Spendengeldern unserer Landsleute, von denen er auch belohnt wird, angeschafft wurde und versucht so gut wie möglich Ordnung zu halten. Desgleichen kümmert sich Familie Steleac um Besorgungen von Benzin, Mittel gegen Unkraut und die anderen nötigen Sachen an Ort und Stelle. Allen sei im Namen der HOG gedankt.
Der zuständige Pfarrer Maties ist an die HOG mit der Bitte herangetreten, sich um die Pflege der Grünflächen und Sträucher im Kirchhof und im Außenbereich der Kirche zu sorgen. Die HOG hat sich bereit erklärt und mit Peter Popa aus Lenauheim, gegen einen Lohn nach getaner Arbeit, vom Mai bis September eine verbale Vereinbarung getroffen. Pfarrer Maties und Bürgermeister Narita werden dieses Vorhaben unter Aufsicht halten. In Bezug auf die Kirche in Lenauheim ist der Vorstand, im Oktober 2006, an Pfarrer Maties mit der Bitte herangetreten die nötigen Schritte zu unternehmen um die undichten Stellen am Kirchendach zu beseitigen, leider ist bis heute nichts unternommen worden.
Es wurde über die Internetpräsenz der HOG Lenauheim im weltweiten Netz gesprochen und auf die häufigen Aktualisierungen der Information für unsere Landsleute und zahlreichen Besucher hingewiesen. So kann seit Neuestem auch der "Glaubensbote" von Ignaz Bernhard Fischer aus Temeswar online gelesen werden.
Unser Besuch letztes Jahr in Lenauheim wurde den Mitgereisten als ein unvergessliches Erlebnis bezeichnet und häufig der Wunsch geäußert so eine Fahrt zu wiederholen. Der Vorstand hat die Wünsche zur Kenntnis genommen und versucht für nächstes Jahr etwas zu planen.
Wichtigster Punkt war die Planung des Heimatortstreffen, am 15. September 2007 in Karlsruhe-Knielingen. Beschlossen wurde die Ausrichtung eines Fußballturniers der Lenauheimer, welches um 10 Uhr angepfiffen wird. Es sind alle Jungen und Junggebliebenen sowie alle Fußballliebhaber dazu eingeladen mitzumachen. Wir freuen uns auf jeden Fußballspieler. Auskünfte bei Peter-Heinrich Taugner oder bei den anderen Vorstandsmitgliedern. Nähere Auskünfte zum Spielplatz und zur Anfahrt werden in einer der nächsten Folgen der "Banater Post" bekannt gegeben.
Zum Treffen selbst: In der Sängerhalle ist der Einlass ab 14 Uhr geplant und für 14.30 Uhr ein Gottesdienst, wie bei den vorhergehenden Treffen, festgesetzt.
In Folge kommt der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, Ansprache der Ehrengäste, gefolgt von einem Kulturprogramm, wofür sich eine Gruppe Landsleute unter der Leitung von Lehrer i. R. Mathias Messmer, bereit erklärten.
Durch den Rücktritt aus dem Vorstand von Frau Elisabeth Mathias und Herrn Peter Taugner, jeweils aus persönlichen Gründen, wird eine Bestätigung von neuen Vorstandsmitgliedern laut Statut seitens der Generalversammlung nötig. Den beiden ausgeschiedenen Mitgliedern danken wir nochmals herzlichst für die geleistete Arbeit. Interessierte Landsleute können sich gerne bei jedem Vorstandsmitglied melden, wir möchten die Chance aber auch nutzen und den Vorstand mit neuen Damen und Herren weiter beleben.
Die nachfolgende Zeit ist eingeplant für "viel verzähle" und "tanze" auf live Musik, gespielt von unserem Landsmann Walter Griebel mit seinen Musikfreunden.
Zum Heimattreffen konnten wir unseren Lenauheimer Landsmann Ewald Weyer für eine weitere Ausstellung mit seinen neuen Werken gewinnen.
In diesem Jahr erscheint zum fünften Mal das Heimatblatt der HOG Lenauheim, wofür Jürgen Griebel die Redaktion und Gestaltung inne hat. Das Heimatblatt wird beim Eintritt, je eins, pro Familie kostenlos verteilt. Über den im Heft befindlichen Überweisungsträger kann aber gerne eine Spende für die HOG oder die Pflege des Friedhofes getätigt werden.
Familie Michael Fuchs, Familie Hans Fuchs und Frau Elisabeth Fuchs aus Augsburg, leisteten eine gemeinsame finanzielle Spende für die Anfertigung von 14 Namensschildern aus Edelstahl mit imprägniertem Namensaufdruck für den Soldatenfriedhof, innerhalb des Lenauheimer Friedhofes. Dies konnte Michael Fuchs, stellvertretender Vorsitzender der HOG Lenauheim, nur durch die hilfsbereite Unterstützung seiner Freunde in der neuen Heimat erreichen.
Für die finanziellen als auch anderen Unterstützungen dankt der Vorstand der HOG Lenauheim allen Spendern.
Zur Neuerscheinung des Buches "Straßen der Erinnerung" von unserem Landsmann Helmfried Hockl schreibt die Vorsitzende der "Stafette" aus Temeswar, Frau Dr. Annemarie Podlipny-Hehn, in ihrer Rezensur:
Ein einfühlsames Buch, nostalgisch aus der Erinnerung an die alte Heimat Banat hervorgegangen, übersieht der Autor aber auch die unangenehmen Seiten seines Daseins in der neuen Heimat nicht, die er belächelt, ja sogar anprangert, allerdings niemals überheblich, sondern seine schmerzhaften Erfahrungen eher liebevoll umschreibt. (...)
Die Menschen dieser Landschaft, vom engsten Familienkreis bis zu den Außenseitern, sind wahrheitsgetreu geschildert. Seiner Großmutter galt eine besondere Aufmerksamkeit; mit den Kindheitserinnerungen und Jugendjahren. Flucht und Studienzeit bis zur Aussiedlung ist das Schicksal einer banatschwäbischen Familie, stellvertretend für Generationen, festgehalten. Aber auch Typen wie Maria, die rüstige Schwäbin und ihr tollpatschiger aber gutmütiger Umgang mit ihren Mitbürgern, den Rumänen, Ungarn, die sich in verzwickten sprachlichen Situationen durch ihre Bauernschläue immer wieder zurechtfindet, oder die liebevoll umhegten Gestalten wie Resi und Margret strahlen Heimatduft und innige Wärme aus.
Das friedliche Zusammenleben zwischen den Rumänen, Deutschen, Ungarn. Serben u.a. Ethnien ist im Banat eine Selbstverständlichkeit, die auch in diesen Erzählungen ihren Niederschlag findet. Auch die Außenseiter der Gesellschaft fehlen nicht; der Scherenschleifer wird warmherzig ins Dorfgeschehen einbezogen.
Hier können Sie weiterlesen und auch das Buch beim Autor direkt bestellen!
Im Mitteilungsblatt des Kreisrates Temesch "Agenda CJT" wurde in der Ausgabe im November 2006 die Gemeinde Lenauheim vorgestellt. Der Bürgermeister Alinel Narita gab ein interessantes Interview und stellte dabei die Vorteile der Gemeinde als auch das bisher Erreichte dar. Die rumänische Seite stellen wir Ihnen hier als PDF-Datei zur Verfügung. Viel Spass beim lesen!
Vor einigen Jahren kam berechtigter Weise die Diskussion innerhalb der Tagung der HOG Vorsitzenden in Frankenthal auf: Was kann man machen? Was soll man machen, um die in die Jahre gekommenen 51 Trachtenpuppenpaare in ansehbarer Form weiterhin auszustellen? Aus diesen Ortschaften wurden alle im Lenauheimer Heimatmuseum gesammelt um auch weiterhin als Symbol der Banater Schwaben auszustellen. Es sind immerhin fast dreißig Jahre seit der Gründung des Heimatmuseums, durch Initiative von Nikolaus Berwanger, vergangen. Die Arbeit ging er mit einem großen Mitarbeiterstab aus dem ganzen Banat an. Sicherlich haben unsere Banater Landsleute Qualitätsarbeit geleistet und den Trachtenpuppen Kleider, Schuhwerk und Haarpracht aus bestem Material angepasst, dennoch nagt der Zahn der Zeit an allem und das Aussehen ist dementsprechend. An Ort und Stelle und habe ich dieses Vorhaben mit Bürgermeister Alinel Narita und Museumsaufsicht Elfriede Hockl besprochen. Als erstes galt es einen Versuch zu machen, die Kleider zu reinigen. Dieser Versuch misslang jedoch, da die Textilien beim Reinigen in Mitleidenschaft gezogen wurden und Farbe als auch Form verloren. In einem späteren Gespräch mit dem Lenauheimer Bürgermeister konnten wir uns einigen dass bei Interesse der Heimatortsgemeinschaften die Trachtenpuppenpaare ausgetauscht werden können. Jede Heimatortsgemeinschaft, oder Privatinitiative aber nur über die jeweilige Heimatortsgemeinschaft, kann Kontakt zum Bürgermeisteramt aufnehmen und den Austausch vorab klären. Die Puppenpaare sollten genau so gekleidet sein, wie die im Museum vorhandenen. Die originalen Puppen aus dem Museum könne dann zur Restaurierung im Austausch gegen die neuen mitgenommen werden. Es werden keine Puppenpaare aus dem Museum herausgegeben ohne Abgabe von Ersatzpaaren. Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim gerne zur Seite.
Lenauheim nimmt eine Vorreiterrolle ein. Es wurde bereits ein Trachtenpuppenpaar mit neuer Tracht nach Lenauheim gebracht, die Puppen aus Lenauheim nach Karlsruhe befördert und die Arbeit ging los. Für diese mühevolle Traditionstätigkeit konnte die HOG Lenauheim, ihr Mitglied Helene Koch, geb. Reiter, gewinnen. Frau Koch ist gelernte Schneiderin, mittlerweile im Ruhestand, beherrscht aber noch das alt überlieferte "Knüpfen" der Tücher, das Legen der Röcke und das Ankleiden der Mädchentrachten. Sicherlich war es eine mühevolle Arbeit, aber sie hat sie dankenswerter Weise gerne und traditionsgebunden angefertigt.
Landsmann Alfred Geiger, aus Miltenberg hat sich über Peter-Heinrich Taugner, Nürnberg, bereit erklärt ein Drehpodest für das Puppenpaar anzufertigen. Nach dem ausloten mehrerer Möglichkeiten, wurde sich für den alten Puppenkasten der im Lenauheimer Museum bis jetzt den Puppen zur Verfügung stand, entschieden. Alfred Geiger bot an ein rundes Podest mit einer im Lager laufenden Drehplatte anzufertigen. Dieser Drehteller soll von einem Elektromotor mit kleiner Tourenzahl gedreht werden. Die Puppen stehen auf dem Drehteller und können somit von allen Seiten betrachtet werden. Auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank, seitens der HOG, an beide Handwerker.
Dies alles ist auch ein Zeichen des noch vorhandenen Zusammenhaltes der Heimatortsgemeinschaft. Diese Aktion soll auch als Beispiel für die jüngeren Generationen unserer Gemeinschaft dienen, eine Anregung geben und zur gegebenen Zeit die gemeinschaftlichen Tätigkeiten zu übernehmen. Genauso wurde es auch von der vorhergehenden Generation übernommen. Als Beispiel dafür, einen in der Deutschen Presse aus Rumänien zur Eröffnung des Heimatmuseums erschienen Artikel: "Das Typische der hiesigen Kerweitracht ist auch an den bereits in der Geburtsgemeinde Nikolaus Lenaus zur Schau gestellten Trachtenpuppen festzustellen. Das Mädchen trägt drei plissierte Unterröcke, unter denen sich ein "Hansel" befindet, einen weißen Faltenoberrock, ein weißes Hemd und darüber das schwarze "Samtleiwl". Die schwarze Schürze hat einen schönen Spitzeneinsatz, das seidene Halstuch (rosa) viele Fransen.
Der Junge, in Stiefeln, Stiefelhose, Hemd schwarzem Leiwl mit Silberknöpfen, trägt einen besonders geschmückten Kerweihut, in der Hand hält er eine Weinflasche und "Zetteln".
Angefertigt wurde die Trachtenkleidung von den Schneiderinnen Elisabeth Deak und Elisabeth Jung, Tischlermeister Jakob Parison und Drehermeister Jakob Marx, haben das drehbare Holzgestell, den Kamm und die Aufschrift geliefert. Die Stiefel machte Mathias Tillschneider, die Silberknöpfe besorgte Elisabeth Bieber, das Taschentuch Katharina Gerber, die Uhrenkette und den Spitzensaum Susanna Landa".
Mit diesen Zeilen möchten wir nun die Heimatortsgemeinschaften auffordern ihren Beitrag an den "Vertretern" im Lenauheimer Heimatmuseum zu erbringen. Um ihnen so für die Zukunft ein würdevolles Dasein zu sichern, aber auch den Besuchern die schönen Trachten der Banater Schwaben zu präsentieren.
Wir finden immer wieder etwas Neues für Sie! Ab sofort werden wir Ihnen in monatlicher Folge den "Glaubens-Bote" zur Verfügung stellen! Veröffentlicht wird er von Herrn Ignaz Bernhard Fischer, mit dessen Genehmigung wir ihn auch bereitstellen können. Nach der Revolution begann er ein kleines Blättchen, eben den "Glaubens-Bote" herauszugeben. Dieses kleine Blatt enthält religiöse Artikel und liegt in den römisch-katholischen Kirchen Temeswars aus und nun auch hier auf unserer Homepage. Es ist die einzige deutschsprachige katholische Veröffentlichung aus Rumänien. Wir freuen uns, dass wir Herr Fischer für uns gewinnen konnten und wünschen ihnen nun viel Freude beim lesen! Hier geht es weiter zum "Glaubens-Bote" ...
Die Zeitung "Rheinpfalz" titelte kürzlich: "In den Kriegswirren Liebe auf den ersten Blick" Katharina und Michael Grundhauser feierten die Diamantene Hochzeit. Queichheim ist seit 1990 neue Heimat der Lenauheimer. Lesen Sie hier den Zeitungsartikel aus der Rheipfalz vom 25.01.2007
Immer öfter findet man in den rumänischen Medien, sei es in geschriebener Form, im Fernsehen oder im Hörfunk, Berichte über die deutsche Bevölkerung, die einst im Banat lebte. Diese Erinnerungen oder aktuelle Berichte werden von Personen die noch Vieles von vor 1989 in sich "ruhen" haben oder von jungen Menschen die es einfach interessiert berichtet. Wer waren diese Menschen, die maßgeblich am Aufbau des Banats beteiligt waren?
Nachfolgend möchten wir ihnen einen übersetzten Zeitungsartikel bereitstellen:
Zeitung "ZIUA" Nr. 3837, Mittwoch den 24 Januar 2007
Anfang der 60er Jahre, nachdem Tudor Arghezi, als Dichter und Publizist "zurückgeholt" wurde, hat man ihn eingeladen das neu eröffnete Cinematographische Zentrum von Buftea zu besuchen. Die Kulturmenschen haben ihn durch alle möglichen Studios und Säle geführt und sagten ihm jedes Mal, dass dies deutsche Geräte sind, die mit großem finanziellen Aufwand aus Deutschland hergebracht wurden. Letztendlich hat man den Meister nach seiner Meinung zu diesem Besuch befragt. Er hat ungefähr so geantwortet: "Gut, gut, Geräte habt ihr, aber Deutsche?"
Diese Tatsache, sie wurde mir von einem älteren Schriftsteller erzählt, kam mir in Erinnerung als ich in den 80er Jahren gemeinsam mit zwei anderen Prüfern nach Lenauheim im Kreis Timis eingeladen war, zu einem Wettbewerb "Wer weiß, gewinnt!" Es war ein Wettbewerb, veranstaltet vom Rumänischen Radio, für die damalige Zeit in weniger bekannten Städten und Ortschaften mit der Genehmigung und Unterstützung der örtlichen Partei und Staatsforen. So kam ich eines Samstags zur Mittagszeit in die Gegend des romantischen Dichters Nikolaus Lenau (sein eigentlicher Name war Niembsch von Strehlenau) geboren 1802 im damaligen Dorfe Csatad. In unserem Gepäck hatten wir für den Wettbewerb mehrere Fragen über seine Werke und sein Leben vorbereitet, da seine Ziele und sein Wirken besonders denen von Eminescu glichen...
Es hat uns mit allen Ehren der Bürgermeister - ich weiß nicht mehr seinen Namen - ein Mann wie eine Tanne, empfangen. Anschließend begleitete er uns, in Richtung Kulturheim, dort fand der Wettbewerb statt, erzählend über diese große Gemeinde, der Stolz des Kreises sowie des gesamten Banates. Alles sah aus wie durch den Ring gezogen, wie man so sagt, mit geraden und gepflasterten Strassen, mit großen Häusern, richtige Villen, eingezäunt mit hohen Zäunen und Mauern, von besonderer Schönheit; nur bei vielen davon waren die Fenster mit Brettern zugeschlagen. Frecherweise, wollen wir in eines hinein. Der Bürgermeister zögert. Wir beharren darauf und er öffnet uns das Tor. Im Innenhof wo einst Blumengewächse standen, steht ein geflicktes Zelt. Wir treten in das vernachlässigte Haus ein. Das vordere Zimmer, eine Art Esszimmer mit Parkettboden, in der Mitte ein eben gelöschtes Feuer. Die Einwohner waren nach Temeswar vereist "in ihren eigenen Angelegenheiten" entschuldigt sich der Bürgermeister, aber ihr Pferd hatten sie im Hausflur hinterlassen...
So erfuhren wir dass viele seiner Landsleute nach Deutschland zogen, ihre Häuser, Anwesen und Gärten zurückließen. Ihr Platz nahmen nun die Zigeuner ein, damals nannte man sie nicht Roma und man sprach auch nicht von Ceausescus Verkauf. Der Alte Bürgermeister, war einer der wenigen verbliebenen Deutschen die in der Gemeinde seine letzte Tage, hier wo er geboren war, verbringen wollte. Er fand sich zufrieden mit den rumänischen Landsleuten die von den Schwaben den Stiel und die Härte des Arbeitens sowie des Lebens, lernten.
Seine Gedanken quälten ihn und er sagte es in leisem Ton, dass die Neuankömmlinge alles zugrunde richten, was unsere Leute in Jahrhunderten aufgebaut hatten und den nahrhaften Banter Boden brach liegen lassen.
Selbstverständlich habe ich am Abend im Verlauf des Wettbewerbes kein Wort von dieser Wirklichkeit erwähnt, jetzt berichte ich zum ersten Mal über den erlebten Tag in Lenauheim, an dem Ort an dem Arghezi gefragt hätte: "Aber wo sind die Deutschen?".
Ich schließe nun meine Erinnerungen mit einigen Versen aus "Das Wiedersehen" einem langen Gedicht von Lenau geschrieben nach der Rückkehr einer unglücklichen Reise nach Amerika: Du heimatliches Tal, /Mir wird so wohl und wehe, /Daß ich dich nun einmal, /Ersehntes! Wiedersehe.//Noch kenn ich jeden Baum, /Wo ich vor so viel Jahren/Gehegt den Jugendtraum, /Der scheu dahingefahren.//Noch kenn ich jedes Haus;/Doch andere Menschen schreiten/Geschäftig ein und aus, /Als wie zu meinen Zeiten.//...Es ist nur noch der Ort, /Wo wir gefreut uns haben, /Die Lieben all sind fort, /Verreiset und begraben...
Der Dichter starb im Jahre 1850, in einem Wiener Hospiz, in dem Jahr als Eminescu das Licht der Welt erblickte.
Nach dem Eintritt Rumäniens in die EU ist an dem Bürgermeisteramt in Lenauheim neben der rumänischen Fahne auch die Fahne der EU gehisst worden.
In Lenauheim ist man optimistisch und hofft auch auf Vorteile mit dem Eintritt in die EU.
Die Mehrheit der Menschen in Lenauheim hat ein vorgeschrittenes Alter und leben meist von dem was sie in ihren Hauswirtschaften erzeugen, dadurch entstehen nach den nun geltenden EU-Richtlinien Nachteile die nicht von geringer Bedeutung sind.
In Lenauheim hat man nun mit der Restmüllentsorgung auf Gemeindeebene, in Selbstverwaltung, begonnen. Der Müll wird im Moment von einem Traktor mit Anhänger und entsprechendem Personal eingesammelt. Für die Zukunft der Müllentsorgung werden mehrere Möglichkeiten in Erwägung gezogen.
Die Gemeinde hat eine Studie über den Bau einer Abwasseranlage für die Gemeinde in Auftrag gegeben. Man kann nur den Bau einer fachgerechten Anlage, wie bei der Wasserversorgungsanlage, befürworten.
In der Lenauheimer Schule hat die Gemeindeverwaltung neue zeitgemäße Sanitäranlagen eingebaut, die schon genutzt werden. In den Schulen von den eingemeindeten Orten Grabatz und Bogarosch sind die Sanitäranlagen kurz vor der Fertigstellung. Ebenso wird in der Grabatzer Schule eine Zentralheizung auf Basis von Holz als Brennmaterial vorbereitet.
Das Wetter ist in Lenauheim in diesem Winter sehr mild und ohne Schnee, also wird dies sich auch sicherlich negativ für die Lenauheimer Landwirtschaft auswirken, denn ein vom Frost durchzogener Boden ist für eine angemessene Ernte in Folgejahr unabdingbar.
Der Zuständige katholische Pfarrer Marin Maties hat zu Dreikönig Haussegnungen bei katholischen Gläubigen, die es wünschten, vorgenommen.
Vor kurzem hat uns die Nachricht vom Ableben des ehemaligen in Lenauheim tätigen Lehrer Paul Robert Staedel erreicht.
Auf dem Klassenfoto sind Schüler der Jahrgänge 1939, 1940, 1941 aus Lenauheim, gemeinsam mit ihrem Lehrer Paul Robert Staedel, geb. 03.04.1931 in Siebenbürgen und nun verstorben am 03.01.2007 in Waldkraiburg. Er war Anfang der fünfziger Jahre, für zwei Jahre in Lenauheim als Lehrer tätig. In Lenauheim lebte er im Haus Nr. 535, von Adam Mühlbach, in der "Kerchegass". Die Lenauheimer waren ihm so ans Herz gewachsen, dass er bis zu seinem Tod rege Verbindungen aufrecht hielt. Er beteiligte sich auch an Lenauheimer Treffen, sogar als Aktiver im Chor und unterstützte unsere Tätigkeiten jährlich finanziell. Die Lenauheimer haben in Herrn Paul Robert Staedel, einen guter Freund verloren und bedauern sein Ableben. Wir sprechen den Hinterbliebenen unser innigstes Beileid aus.
Auf Nachfrage, ist die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim Mitglied im Hilfswerk der Banater Schwaben e.V. geworden. Nach einer telefonischen Absprache des Vorstandes der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim kamen wir zum Entschluss dem Hilfswerk beizutreten. Die HOG Lenauheim war durch ihren Vorsitzenden, Werner Griebel, bei der Mitgliederversammlung am 11.11.2006 in Ingolstadt vertreten.
Das "Hilfswerk der Banater Schwaben e. V.", wurde auf Initiative von Helmut Schneider mit mehreren Banater Schwaben für die Unterstützung von alten, notleidenden Banater Schwaben gegründet. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige und gemeinnützige Zwecke.
Ziele: Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Aufgabe des Vereins ist es, die sozialen Belange und die Lebensbedingungen der Banater Schwaben zu fördern.
Das Ziel der vorgesehenen Tätigkeit soll vor allem erreicht werden durch:
a) karitative Unterstützung von bedürftigen Banater schwäbischen Einzelpersonen
b) Gewährung von Zuschüssen und Fördermitteln für andere soziale und gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen der Banater Schwaben
c) Gewährung von Mitteln und Zuschüssen für andere soziale und gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen der Banater Schwaben
d) Errichtung und Betreibung von Seniorenwohnanlagen in der Organisationsform "Betreutes Wohnen", von Altenküchen sowie von Altenwohn- und Altenpflegeheimen sowohl für die Langzeit- als auch für Kurzzeitpflege
e) Mahlzeitendienst an bedürftige Personen im Sinne von § 53 und 68 AO
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.hilfswerk-der-banater-schwaben.de
Heimatortsgemeinschaft, ein Name der für uns aus der alten Heimat ausgesiedelten Landsleuten nicht nur für unsere Gemeinschaft steht, sondern auch auffordert eine Gemeinschaft darzustellen. In unserem Fall eine Gemeinschaft der aus der Banater Heimat weggezogenen Menschen, die sich weiterhin nach Möglichkeiten trifft, gemeinsam feiert, Veranstaltungen beiwohnt oder einen Landsmann auf seinem letzen Weg begleitet.
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, hat in Deutschland gute Erfahrungen gemacht, was den Zusammenhalt betrifft. Dennoch hatten wir unsere Bedenken als wir eine Einladung seitens des Bürgermeisteramtes Lenauheim und einer Initiativgruppe gebürtiger Lenauheimer aus Rumänien im letzten Jahr bekamen. Sie wollten gemeinsam mit der HOG Lenauheim, ein Fest "Kinder des Dorfes" in Lenauheim organisieren. Dieses Vorhaben wurde in der "Banater Post" veröffentlicht worauf sich Einige schnell entschlossene gleich meldeten, nach und nach wurden es immer mehr und zuletzt hätte der Reisebus noch etwas größer sein können. Per E-Mail und Telefon wurde seitens der HOG Lenauheim der nötige Wort- und Schriftverkehr zwischen Rumänien und Deutschland bewältigt. Der Festtag wurde für den 8. September, Maria Geburt, festgelegt. Ein Feiertag und zugleich der Tag an dem die Lenauheimer orthodoxe Kirche ihr Kirchweihfest feiert. Für die Fahrt wurde das Reiseunternehmen Lukicolor aus Gottlob verpflichtet. Das Programm wurde gemeinsam festgelegt um auch ausgeglichen für die Beteiligten zu wirken.
Wie geplant, war die Abfahrt am 6. September um 10 Uhr von Mannheim. Zur Fahrt hatten sich 44 Personen angemeldet. Sie stiegen in sechs Orten in Deutschland zu. Alle kamen wie verabredet und die Freude der Landsleute war groß, denn es gab bei jedem Zusteigen viel zu erzählen. Als wir fast vollzählig waren, begrüßte Werner Griebel, Vorsitzender der HOG Lenauheim, die Fahrgäste und sprach einige Worte über den Sinn der Fahrt und bat diese auch als eine Wallfahrt in die alte Heimat zu betrachten. Danach wurde gemeinsam ein "Vater Unser" gebetet. Die Stimmung im Bus war gut, die Menschen hatten keine Kontakthemmungen, so als wäre die lange Zeit, seit dem letzten Zusammentreffen nicht gewesen. Unsere gewesene Lehrkräfte Mathias Messmer, Magdalena Messmer und Nikolaus Meinhart sowie der HOG Vorsitzende haben schon vorzeitig Pläne geschmiedet für eine musikalische Vorstellung und die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in der katholischen Kirche zu Lenauheim. Nun hatten wir im Bus die beste Gelegenheit unsere Generalprobe abzuhalten. Die Probe war für das erste Mal gut gelungen, aber man konnte sich ja noch steigern. So ging die Fahrt feucht fröhlich mit viel erzählen in einer großen geselligen Runde weiter. An den Grenzübergängen sollte man schon etwas von dem neuen Europa spüren, es waren nur mehr kleine Blicke auf die Personalausweise um in das nächste Europäische Land einzureisen oder durchzureisen. Unsere zwei Busfahrer taten das Übrige dazu, sie fuhren uns sicher und erfüllten uns jeden Wunsch in Bezug auf die Reise. Mit dem Tagesbeginn sollten wir auch im Banat eintreffen, ein neuer Tag, für uns einen besonderen Tag, wir waren doch alle neugierig. Wie sieht es "Zuhause" aus? Was gibt es da Neues? Und noch so viele andere Fragen die jeder für sich oder in Gesprächen stellte. Das Erste war nun einen Teil der Mitreisenden im Hotel in Hatzfeld, wo vorgebucht war, unterzubringen und den anderen Teil der Landsleute in Lenauheim bei ihren Gastgeber absteigen zu lassen. Der Donnerstag, der 07.09.2006, war eigentlich zum Ausruhen gedacht, aber Keiner wollte es so richtig. Jeder hatte sich etwas vorgenommen. Der Vorstand der HOG Lenauheim nutzte diese Zeit zu einer Vorstandstagung im Bezug auf die Festtage in Lenauheim und einen Empfang beim Lenauheimer Bürgermeister.
Im Kulturheim trafen sich die teilnehmenden HOG-Vorstandsmitglieder Werner Griebel, Vorsitzender, Michael Fuchs, stellvertretender Vorsitzender, Christian Mühlberger und Jürgen Griebel, Beisitzer sowie Alfred Mühlroth, Rechnungsprüfer. Besprochen wurden die festgelegten Programmpunkte dieser Tage, der Ablauf des Treffens und des Besuches in der alten Heimat. Mit etwa 80 ehemaligen Lenauheimer(innen) aus Deutschland nahmen an der Feierlichkeit "Kinder des Dorfes" nicht nur die mit dem Reisebus angereisten sondern auch viele mit dem eigenen PKW angereiste Personen teil.
Am Freitag dem 08.09.2006, um 9.30 Uhr sollte das Festprogramm wie geplant von statten gehen. Die Mitglieder des Organisationskomitees empfingen die Gäste aus Deutschland im Ortszentrum, wobei nach Tradition Brot und Salz gereicht wurde. Die Begrüßungs- und Willkommensworte sprach Gemeindebürgermeister Alinel Narita, worauf HOG Vorsitzender Werner Griebel im Namen der Gäste sich bedankte. Von hier ging es in den Kulturheimsaal, wo ein Symposium stattfand, an dem auch viele Einheimische teilnahmen. Bürgermeister Alinel Narita referierte über die Erfolge und weitere Perspektiven auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet in der Gemeinde.
HOG Vorsitzender Werner Griebel hielt einen Bericht über die Lenauheimer HOG in Deutschland und stellt das jüngst dort erschienene katholische Familienbuch Lenauheims, Autor Dietmar Giel, Herausgeber HOG Lenauheim, vor. Dabei projektierte Jürgen Griebel Bilder aus der regen HOG Tätigkeit auf eine Leinwand. Werner Griebel überreichte Bürgermeister Narita ein Exemplar des zweibändigen Familienbuches als Dank und Nachschlagwerk für die Gemeindeverwaltung. Ein weiteres Exemplar ist in der Lenau-Gedenkstätte hinterlegt und kann von den Besuchern in Augenschein genommen werden.
Seitens der Initiativgruppe sprach Herr Ioan Bulzan einige Worte über verbrachte Kindheit und Jugendzeit sowie Erlebnissen aus gemeinsamen Zeiten. Er zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme und war überzeugt aus diesem Fest eine Tradition entstehen lassen zu können. Schuldirektorin Gina Narita sprach über die Lenauheimer Schultradition und Absolventen auf die man stolz ist. Historiker Chira Jurca hielt einen Vortrag über das gute Zusammenleben von Rumänen und Deutschen im Laufe der Jahrzehnte in Lenauheim. Musiklehrer Ioan Rofa erwähnte das ehemals gute interethnische Kulturleben Lenauheims. Mathematiklehrer Mathias Messmer ging in seiner Erwiderungsrede auf das gute Verhältnis der ehemaligen und jetzigen Bewohner, und vor allem der Lehrkräfte ein. Ebenso wurde eine Gedenkminute für die kürzlich Verstorbenen eingelegt.
Man begab sich zum Lenau-Denkmal vor dem Bürgermeisteramt, wo je ein Kranz seitens der Gemeinde Lenauheim von Alina Narita und Christian Babin und der HOG Lenauheim von Astrid und Jürgen Griebel niedergelegt wurden. Nikolaus Meinhardt untermalte diesen Akt musikalisch sowie die weiteren Kranzniederlegungen auf dem Akkordeon. Die Festgäste begaben sich danach zum Kriegerdenkmal neben der katholischen Kirche. Auch hier wurden von beiden Seiten Kränze niedergelegt. Von Seiten der HOG durch Alfred Mühlroth und Christian Mühlberger. Es wurden Kerzen in Form von Teelichtern seitens der HOG verteilt die an den Stufen des Denkmals angezündet wurden. Michael Fuchs gedachte mit einigen Worten der Opfer beider Weltkriege, worauf wir gemeinsam ein "Vater Unser" gebetet haben.
Es folgte ein kurzer Besuch der Lenau-Gedenkstätte im ehemaligen Rentamtsgebäude in dem die Gäste und alle Anwesenden mit Kaffee und Erfrischungsgetränke seitens des Bürgermeisteramtes vorzüglich bewirtet wurden.
In der Zeit dieser Tätigkeiten hatten fleißige Helfer im Saal des Kulturheims die Bestuhlung vorbereitet in dem sich Einheimische und Gäste zum gemeinsamen Mittagessen trafen.
Erwerben konnte man eine kleine, von Mircea Coras und Ioan Bulzan Mitglieder der Initiativgruppe aus Rumänien, herausgebrachte Broschüre zum Treffen mit den vorgetragenen Referaten, sowie die Kurzmonographie Lenauheim von C. Pascau in rumänischer Sprache.
Nachmittags trat die Musikband und Sänger, des Temeschburger Deutschen Staatstheaters im Lenauheimer vollbesetzten Kulturhaus mit Schlager- und Volksmusik auf, womit sie die Anwesenden erfreuten. In der Pause des zweiteiligen Programms präsentierte die Lenauheimer Singgruppe aus Deutschland unter Anleitung von Mathias Messmer, begleitet von Nikolaus Meinhardt am Akkordeon bekannte Volkslieder. Als Einlagen rezitierte Werner Griebel Gedichte von Nikolaus Lenau "Der Postillion" in rumänischer Sprache sowie "Der alde Nußbaam" von Hans Wolfram Hockl und "Mein Vaterhaus" von Annie Schmidt-Endres. Die HOG überreichte durch ihren Vorsitzenden Werner Griebel Ehrenurkunden und kleine Büchergeschenke, wie den Adam Müller-Guttenbrunn Roman "Meister Jakob und seine Kinder", "Schwabenbischof Augustin Pacha", "Die Banater Schwaben", an die Mitorganisatoren: Chira Jurca, Mircea Coras, Ioan Bulzan, Gina Narita, Alinel Narita. Die Büchergeschenke wurden seitens der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. und der HOG Lenauheim zur Verfügung gestellt. Ebenso auch CDs, eine solche ging auch an Ioan Rofa.
Des Weiteren trat eine rumänische Kulturformation auf, die Volkstänze und Lieder präsentierten. Abends nach dem Fest, fand im Museumshof in Lenauheim, ein Grillabend statt wo sich die Beteiligten über das Fest und alles Mögliche ausgiebig unterhielten.
Am Samstag, den 09.09.2006, um 8.00 Uhr fand eine Busfahrt der Heimatbesucher aus Deutschland nach Temeschburg, zum Besuch des Adam Müller-Guttenbrunn Haus statt. Hier wurden sie von Helmuth Weinschrott, dem Leiter der Adam Müller-Guttenbrunn-Stiftung begrüßt. Dann konnten die Gäste, geführt von Josef Thierjung, einem Mitarbeiter des Hauses, das dortige Altenheim, mit all seinen Einrichtungen besichtigen. Anschließend erfolgte ein Gang zur römisch-katholischen Domkirche. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung.
Sonntag, den 10.09.2006, fand um 10.00 Uhr ein Gottesdienst in der römisch-katholischen Kirche zu Lenauheim statt. Der zuständige Priester aus Lovrin, der diesen zelebrierte hob in seiner Predigt die Verbundenheit der in Deutschland lebenden Lenauheimer mit ihrer ehemaligen Heimatgemeinde und der Heimatkirche hervor. Er erwähnte das Bemühen des HOG Vorsitzender Werner Griebel für die Instandhaltung des Lenauheimer katholischen Friedhofes. Begleitet wurde die Messe an der Orgel von Nikolaus Meinhardt. Die Singgruppe bestehend aus mitgereisten Landsleuten, trug mit einigen Kirchenliedern ebenfalls zum Gottesdienst bei. Werner Griebel rezitierte ein Heimatgedicht "Die Kirche" von Karl Hans Gross, einem Sohn unserer Gemeinde. Eine Osterkerze für das Jahr 2007 sowie mehrere Altarkerzen, gestiftet von der HOG Lenauheim, wurde vom Priester Marin Maties geweiht und mit Dankesworten entgegengenommen.
Nach der heiligen Messe begab man sich zum Friedhof. Auch hier wurden am großen Kreuz am Hauptweg Kränze niedergelegt, von der Gemeindeverwaltung und seitens der HOG von Werner Griebel und Michael Fuchs, und Kerzen angezündet im Gedenken an die Verstorbenen. Der römisch-katholische Priester, dann auch der rumänisch-orthodoxe Dorfpope hielten eine kurze Andacht für die Toten. Werner Griebel hielt eine kurze Ansprache zum Gedenken unsere hier ruhenden Ahnen und Verwandten. Er appellierte dabei auch an die in Lenauheim zurückgebliebenen deutschen Landsleute die von der HOG organisierten Pflegearbeiten im Friedhof zu unterstützen, in dem sie diese Arbeiten wenigstens beaufsichtigen. Unsere Singgruppe begleitete musikalisch auch hier den Festakt. Die Anwesenden besuchten die Gräber ihrer Angehörigen, gedachten ihrer mit Kerzen und Blumen. Der Friedhof befindet sich in einem guten Zustand, vermutlich war die Verpflichtung von Herr Olaru zur Pflege, eine gute Entscheidung. Desgleichen muss erwähnt werden, dass vor kurzem Herr Peter Kleemann sich die Mühe machte, mit Helfer auf eigene Kosten die Remise des Leichenwagens auszuräumen und zu tünchen. Die Familie Franzen aus Karlsruhe hat auf eigene Kosten das Eingangstor zum Friedhof repariert, das vor vielen Jahren vom Schlossermeister Franzen im Auftrag angefertigt wurde.
Am Nachmittag wurde von Lenauheim eine Fahrt mit dem Bus in das Restaurant "Ilina" nach Hatzfeld und ein gemeinsames Mittagessen eingenommen, wozu auch der Lenauheimer Bürgermeister mit Familie und die Initiativgruppe geladen waren.
Die Rückfahrt mit dem Reisebus nach Deutschland erfolgte, aufgrund der Autobahnsperrungen wegen des Besuches des Heiligen Vaters in Bayern, am Montag dem 11.09.2006 um 15.00 Uhr, obwohl sie für neun Uhr angesetzt war. Somit hatten die Mitreisenden ein paar Stunden mehr die Gelegenheit, sich in der alten Heimat aufzuhalten. Beim Abschiednehmen fiel es den Abreisenden sowie den Gastgebern und Verbliebenen Landsleuten nicht leicht. Zum Nachdenken wurde bei der Ausfahrt des Busses aus Lenauheim das Gedicht von Karl Hans Gross "Ich grüße dich" vorgelesen und stimmte alle Beteiligten sehr nachdenklich.
Wieder gut Zuhause aus der alten Heimat angekommen möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken und nochmals darauf aufmerksam machen, dass wir nur gemeinsam eine starke Gemeinschaft darstellen können. Diese Fahrt war wieder ein gutes Beispiel dafür, was wir uns auch für die Zukunft der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim erhoffen.
Bilder, Kurzvideos und das Radiointerview von Werner Griebel bei "Radio Timisoara" stehen Ihnen auf HIER zur Verfügung und wir möchten auch Ihre Meinung zur Fahrt in die alte Heimat lesen.Waren Sie dabei? Wie fanden Sie es? Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Verlauf der Veranstaltung in unser Gästebuch
Am 15. Oktober, ist wieder "Kerwei" in Lenauheim, könnte man sagen. Sicherlich ist auch in diesem Jahr der Jahrestag unserer Heimatkirche in Lenauheim ein Feiertag. Es ist der Tag der Heiligen Theresia, an dem man früher in Lenauheim das Fest der Kirche feierte.
In diesem Jahr wollen wir seitens der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim an diesen würdevollen Tag für unsere Landsleute, mit einem Artikel aus der rumänischen Zeitung "Evenimentul Zilei" vom 30. September 2006 im Gespräch mit der Lenauheimerin Theresia Bolojan gedenken.
In dem alten schwäbischen Dorf, wo die Deutschen fast verschwunden sind, blieben an ihrer Stelle 51 Trachtenpuppenpaare, gestaltet nach ihrem Abbild und Ähnlichkeiten.
Lenauheim war einst eines der größten Schwabendörfer des Banats. Heute aber zählt die Gemeinde nur noch einige Familien die sich den Schwaben entziehen und welche es ablehnten nach Deutschland wegzugehen.
Heute lebt Lenauheim mehr aus Erinnerungen. Erinnerungen an die Schwaben die in dieser Gegend waren und Erinnerungen an den Dichter Nikolaus Lenau der hier geboren wurde.
Wenn du in das Dorf kommst so überrascht dich die Ruhe. Mit Mühe bekommt man einen Menschen zur Sicht, bewegt man sich von einer Stelle zur anderen um nachzufragen wohin man den Weg einschlagen muss, um das Lenau gewidmete Museum zu finden.
Terezia Bolojan, die Einsamkeit des letzten Schwaben.
Terezia Bolojan habe ich bei ihr zuhause getroffen. Habe im ganzen Dorf nachgefragt wo noch Deutsche sind, diese Frau hat uns mit Liebe empfangen und sich gefreut Jemandem etwas aus der Jugendzeit zu erzählen. Die Greisin ist achtzig Jahre alt und hat eine Schublade voll mit Erinnerungen - ältere und neuere Fotos. Durch die Bilder will sie uns die erlebte Zeiten schildern.
"Hier waren nur Deutsche, der Bahnhofvorsteher, der Notar, der Postbote. Ich hatte einen Rumänen als Mann, aber in unserem Hause wurde nur Deutsch gesprochen", erzählt die Frau. Die am meisten erwarteten und schönsten Augenblicke waren die Kirchweih Tage, das Fest der Kirche. "Zum 15. Oktober der Festtag der Heiligen Theresia war die Kirche voll besetzt. Die Jugend kleidete sich in schwäbische Trachtenkleider, aber jetzt pflegt man das nicht mehr" sagt sie.
Für ein Mädchen, war es nicht einfach sich selbst anzuziehen. Über die gestickte Bluse kam das seidene dreieckige Halstuch das auf eine bestimmte Art und Weise gebunden wurde.
"Die Röcke kamen auf Stöcke um sie in Falten zu legen, ich habe den Mädchen geholfen das Tuch aufzubinden, es musste sehr schön anliegen", sagt die Frau. Jetzt wird die Greisin nur ab und zu gerufen um zu helfen ein Mädchen anzukleiden, sie kleidet noch Puppen nach altem Brauch, das war es dann auch. Ansonsten ist sie allein.
"Ich hatte zwei Schwestern und einen Bruder: sie sind im Kindesalter verstorben. Mein Ehemann wollte nicht dass wir rüber (Deutschland) gehen. Er ist seit langem verstorben. Cousinen habe ich etwa zwölf, aber von denen schreibt keiner, kommt keiner, ich bin allein geblieben", sagt mit Traurigkeit Terezia Bolojan.
Puppensammlung, Banater Schwaben.
Es ist unmöglich Lenauheim zu besuchen und den Dichter Nikolaus Lenau nicht zu erwähnen, der Ort hat ja den Namen des Dichters, vor 80 Jahren, übernommen. Ursprünglich hieß der Ort Csatad, nach dem ersten Eigentümer dieses Gebietes. Lenau wurde in einem stattlichen Haus geboren das zu einem Museum der Banater Schwaben umgewandelt wurde.
Außer Bilder und einigen Gegenständen die ihm gehörten beherbergt das Haus auch eine Sammlung. Nicht weniger als 51 Trachtenpuppenpaare, angekleidet in Schwäbisch Banater Trachten stehen in Reih und Glied, vorbereitet zur Kirchweih.
"Damals als sie angefertigt wurden, berieten sich in jedem schwäbischen Ort aus dem Kreis Temesch die älteren Menschen, wobei die Frauen die Kleider nähten, die Friseurinnen haben den Haarschmuck zurechtgemacht und die Schustern haben das passende Schuhzeug angefertigt, sagt die Museumsaufseherin Elfriede Hockl.
Die Jahre sind auch an ihnen nicht schadlos vorbeigegangen, sie bräuchten auch einige kleine Nachbesserungen und Wiederherstellungen damit sie wieder in alter Schönheit und Glanz dastehen würden.
Der größte Feiertag der Banater Schwaben
Die Schwaben aus jedem Ort hatten ihre eigene Tracht, wobei die Farben und Mustern verschieden waren. Die Kirchweihvorbereitungen begannen einige Wochen vorher. Unter den teilnehmenden Jugendlichen wurde ein Vortänzerpaar ausgewählt.
Das Mädchen war verantwortlich für das schöne schmücken des Kirchweihstraußes den sie beim Gang des Kirchweihzuges zur Kirche in der Hand trug. Der Hut des Partners wurde in gleicher Art wie der Strauß geschmückt.
Zum Schluss der Festtage wurde der Kirchweihstrauß, geschmückt mit bunten Bänder und Papierblumen, versteigert. Das ersteigerte Geld wurde im nächsten Jahr zur Organisation des Festes genutzt.
Das Gelingen lag auch bei den Hausfrauen, die zu dieser Gelegenheit die schmackhaftesten Mehlspeisen vorbereiteten. Die Männer besorgten die Getränke wobei Tanz und Musik bis in das Morgengrauen hinein reichte.
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim trauert um ihren Vorsitzenden aus der Gründungszeit. Die Gründungen der Heimatortsgemeinschaften innerhalb der Landsmannschaft der Banater Schwaben e. V. in Deutschland fallen in eine sehr ausgedehnte Zeitspanne. Für Lenauheim war im Jahre 1985 die Zeit gekommen und die Landsleute konnten sich darauf einigen mit Unterstützung der Landsmannschaft, die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim ins Leben zu rufen. Dieses Unterfangen wurde von beherzten Menschen, mit der alten Heimat verbundenen Menschen, von Menschen die einen Weitblick hatten und eine Zukunft in der neuen Heimat ins Auge fassten, angegangen. Unter diesen Landsleuten war auch Anton Dittiger, der was bewegen wollte für unsere in Lenauheim und Deutschland lebenden Lenauheimer, die von der Zahl her immer größer wurde. Er wurde vorgeschlagen und auch gewählt, somit der erste Vorsitzende dieser Heimatgemeinschaft. Um so ein Ehrenamt anzunehmen, muss man sich bewusst sein was auf einen und seine Familie zukommt. Er hat die Wahl angenommen und somit eine große Verantwortung, in Zeiten des eisernen Vorhanges. Jeder hatte Vorschläge, Anton Dittiger mit dem Vorstand mussten aber gut überlegte Entscheidungen treffen was machbar ist, wie man den noch in der alten Heimat Verbliebenen helfen kann. Er wählte meistens Mittelwege die versuchten alle Seiten zufrieden zu stellen, um eine in den Kinderschuhen steckende Heimatortsgemeinschaft auf die Füße zu bringen, um sie auf den Weg zu bringen die eine solche Gemeinschaft nötig hat. In seiner Amtszeit wurden die bis heute erhaltenen Heimattreffen eingeleitet, es wurden viele Paketsendungen unter seiner Regie und in Eigenarbeit mit seiner Familie und einem Bekanntenkreis in die alte Heimat versendet um nur Einiges zu nennen. Anton Dittiger war von 1985 bis 1991 Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, ab dann sollten die Geschicke der HOG in die Hände einer jüngeren Generation übergehen. Auch nach seiner Amtsniederlegung hat unser Landsmann sich immer wieder um die Belangen der Landsleute interessiert und war stets bei jedem Heimattreffen mit voller Begeisterung dabei, beim letzten Treffen auch mitwirkend im Kulturprogramm, wofür wir ihm sehr dankbar bleiben.
Anton Dittiger wurde am 13. Dezember 1935, in Engelsbrunn geboren wo er auch seine Kindheit verbrachte. Da er ein aufgeschlossener junger Mensch war sollte er das Pädagogische Lyzeum in Arad besuchen. Hier machte er seinen Abschluss zum Grundschullehrer. Als junger Lehrer trat er seine Lehrerlaufbahn über Großsanktnikolaus, ein halbes Jahr, und dann in der Lenauheimer Schule an. Er war einer der Lehrer die unserem Schwabenvolk das Lesen, Schreiben und Rechnen in den ersten vier Schuljahren beibrachte. Nicht immer einfach, da die Kinder in den Familien vielfältig beschäftigt waren und gleichzeitig lernen sollten. Für den Lehrer eine mühselige Arbeit alle zufrieden zu stellen. Anton Dittiger war 27 Jahre lang in Lenauheim in diesem Beruf tätig. Er hat sich aber auch in der Kulturarbeit betätigt, unter anderem auch als Kulturheimdirektor. Es war die Zeit des Wideraufbruchs, unsere Landsleute mussten mit den neuen Mitbewohner des Ortes ein vertretbares Auskommen schaffen. Das tat unser Landsmann auch im sportlichen Bereich, er setzte sich für den Handball ein, womit er auch als Spieler sowie als Trainer Erfolge verzeichnen konnte. Im Jahre 1958 heiratete er Frau Katharina Schneider, die ebenfalls an der Lenauheimer Schule als Lehrerin tätig war. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Erwin und Horst hervor. Sie lebten in der Wertsgass in Lenauheim, ganz bodenständig und in guter Nachbarschaft mit den ansässigen Landsleuten bis zu ihrer Aussiedlung im Mai 1982 in die Bundesrepublik Deutschland. Hier angekommen, folgten die Probleme, die jeder von uns hatte. Anton Dittiger baute, nach einer Umschulung zum Metallfacharbeiter, sich eine neue Existenz auf.
Nach seiner Pensionierung 1999 nahm er sich viel Zeit für seine Enkelkinder und den Garten.
Er war ein wundervoller Familienvater und fürsorglicher Opa, deswegen fand er seine Lebenserfüllungen als Rentner in der Familie und im Garten, bis zum 11. August, an dem Tag als er plötzlich und unerwartet aus unserer Mitte gerissen wurde.
Die Lenauheimer Landsleute werden ihn in bleibender Erinnerung behalten. Gott lasse ihn in Frieden ruhen!
"Ich habe Glück gehabt", sagt der Mann im Rollstuhl und erzählt von seinem Fluchtversuch aus Rumänien, bei dem er beide Beine verlor. Norbert Koch spricht sehr sachlich über dieses Ereignis, das mittlerweile 18 Jahre zurückliegt. "Ich habe damals niemandem davon erzählt", sagt der 35-Jährige. Sein Vorgehen bei der Flucht klingt äußerst kühn: "Ich habe versucht, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen", blickt Koch zurück. "Das schaffe ich schon", habe er sich gedacht. Er schaffte es nicht, der Zug riss ihm beide Beine ab. "Aber ich habe überlebt", sagt Koch. Wegen des Unfalls musste er auch nicht ins Gefängnis. Bereut hat Norbert Koch den Fluchtversuch nie: "Ich habe eine Dummheit gemacht, aber dazu stehe ich", sagt der 35-jährige. Dabei klingt er keineswegs verbittert, sondern irgendwie zufrieden. So wie jemand, der in seinem Leben noch Großes vorhat.
"Die Paralympics 2008 in Peking" nennt Koch, der 1990 von Lenauheim aus Rumänien nach Karlsruhe kam, sein größtes Ziel. Seine Disziplin: Handbiken. Dabei fährt der 35-Jährige ein eigens für behinderte Menschen umgestaltetes Fahrrad. Gelenkt und gefahren wird mit den Händen beziehungsweise Armen. "Ich trainiere sechsmal die Woche", erzählt Koch und nimmt eine Gabel voll Salat mit Putenbruststreifen von seinem Teller.
Unweigerlich lenken solche Aussagen die Augen des Gesprächspartners auf seine Oberarme. Im Armdrücken möchte man sich nun wirklich nicht mit ihm messen. Das Handbiken hat Koch erst im vergangenen Jahr für sich entdeckt. Auf dem Hockenheimring fuhr er erstmals Probe und dachte sich: "Das Ding ist schnell." Auf rund 40 Stundenkilometer kann er das Handbiken beschleunigen, das er mittlerweile sein eigen nennt und liebevoll als "mein Rennrad" bezeichnet. Erste Erfolge kann er auch schon vorweisen: Bereits im vergangenen Jahr wurde er in seiner Klasse deutscher Meister.
Nächstes Ziel ist nun die WM im September in der Schweiz. "Ich hoffe, dass ich die Qualifikation schaffe", sagt Norbert Koch und blickt sich im Lokal "Multi Kulti" um, in dem viele Menschen ihre Mittagspause verbringen. Norbert Koch kommt mit Freunden oft hierher. "Wir gehen häufig aus, um gemütlich etwas zu essen und zu trinken", sagt Koch, der bei Siemens als Fachprüfkraft arbeitet. Auch ins Kino geht er gern oder in die Disco. "Damit habe ich keine Probleme", bekräftigt er und fügt energisch hinzu: "Das Mitleid mancher Leute mir gegenüber ist völlig fehl am Platz."
Etwas anderes sei Hilfsbereitschaft, die nimmt Norbert Koch gerne an. "Meine Eltern helfen mir etwa beim Putzen", erzählt der 35-Jährige. "Das geht so einfach schneller, als wenn ich das selbst mache." Ansonsten ist er eigenständig, lebt in Hagsfeld auch in seiner eigenen Wohnung, fährt Auto. "Am wichtigsten ist doch, dass man mobil ist", sagt Koch und deutet auf seinen Rollstuhl.
Der Salat ist aufgegessen, Norbert Koch packt seinen Laptop aus. Zahlreiche Bilder hat er darauf gespeichert, die ihn beim Handbiken zeigen - bei Wettkämpfen oder beim Trainingslager in Portugal. Dort war er mit seinen Kollegen vom Verein "Rehability".
Sie alle hätten ein gutes Verhältnis untereinander, sagt Norbert Koch. "Trotzdem ist jeder, der vor mir fährt, ein Konkurrent für mich", so der Handbiker ehrgeizig. So ehrgeizig sind auch seine Ziele: "Ich sage nicht, dass es genügt, dabei zu sein, ich will auch eine Medaille."
Fotos und Text mit freundlicher Genehmigung von: http://www.koch-norbert.de/
8000 Banater Schwaben haben sich am Wochenende in Ulm zu ihrem 16. Heimattag getroffen. Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger (CDU), nannte es "ein Glück für uns, dass die Banater nach Deutschland gekommen sind". Wenn es den Menschen in Schwaben heute materiell besser gehe als je zuvor, dann sei dies auch auf die tatkräftige Mithilfe der Vertriebenen und Aussiedler zurückzuführen. Bogdan Mazuru, Botschafter Rumäniens in Deutschland, betonte, dass die Banater Schwaben die "Geschichte und Kultur unseres Landes mitgeprägt haben". Es sei kein Zufall, dass der Sturz des kommunistischen Regimes Rumäniens 1989 in Temesvar, der Hauptstadt des Banats, eingeläutet wurde. Der Vorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Bernhard Krastl, strich in seiner Rede die Vertreibung aus Rumänien auf Raten heraus. Man wurde nicht aus dem Land vertrieben, sondern durch Schikanen im alltäglichen Leben, dazu gedrängt das Land zu verlassen. Nach der Heiligen Messe und der politischen Kundgebung am Vormittag, stand derNachmittag ganz im Zeichen des Brauchtums und die Begegnungen mit Freunden, Verwandten und Bekannten waren wichtiger. Weitere Fotos zur Veranstaltung finden sie auch hier auf den Seiten der LM der Banter Schwaben.
Blick auf die Haupttribühne |
In der Halle 1, an den Lenauheimer Tischen |
Einmarsch der Trachtenpaare vor Ministerpräsident Günther Öttinger |
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat vor längerer Zeit über die "Banater Post" und ihre Homepage lenauheim.de alle Lenauheimer und ihre Freunde zu einem Fußballspiel nach Fürth-Vach eingeladen. Desgleichen war der Vorstand der HOG Lenauheim zu einem Vorstandstreffen in Vach einberufen.
Es hat vom Wetter her am 06. Mai 2006 unseren Vorstellungen ganz entsprochen. Dasselbe kann man auch von der Zahl der Anwesenden sagen. Es kamen überwiegend Landsleute der mittleren und jüngeren Generation zu unserer Veranstaltung. Die Vorbereitungen wurden von Riane und Peter Taugner getroffen, unter anderem auch, mit mehreren Arten von leckeren Mehlspeisen und Salaten, sowie von Jakob Britz und seiner Familie, der auch Vizepräsident beim Sportverein ASV Vach ist. Herr Britz hat sich viel Mühe gegeben um Rostbraten und Salate hervorragend den Gästen zu servieren. Das Essen hat bei dem herrlichen Wetter gemundet. Der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim Werner Griebel hat alle Gäste herzlich willkommen geheißen und auf die Wichtigkeit unserer ortsgemeinschaftlichen Begegnungen hingewiesen. Desgleichen hat er auf das Erscheinen des Familienbuches Csatad/Lenauheim Bezug genommen, welches bis heute einen guten Absatz gefunden hat. Bestellungen werden entgegengenommen so lange der Vorrat reicht. Der Vorsitzende rief dazu auf, in Ulm bei unserem Heimattag zahlreich zu erscheinen und hat Beitrittsanträge für die Mitgliedschaft in der Landsmannschaft der Banater Schwaben an die Landsleute verteilt.
Aber, nach so vielen Begrüßungen, sollte es auch zum eigentlichen Fußballspielen kommen. Es wurden zwei Mannschaften gebildet: die erste mit Lenauheimer Landsleuten aus Schwenningen mit Horst Neidenbach 1, Armin Britz 5, Peter Rössner 6, Helmuth Rössner 8, Siegfried Graumann 9, Markus Rössner 7, Mathias Schobert 3 sowie die zweite mit Lenauheimer Landsleute aus dem ganzen Bundesgebiet mit Uwe Taugner 1, Dietmar Landa 9, Thomas Landa 10, Günther Giel 2, Harald Völker 4, Heiko Britz 11, Michael Fuchs 13, Arnold Stöckl 12, Helmuth Follmer 8, Nicu Ilinca 3 und Peter Taugner. Als Schiedsrichter fungierten Peter Taugner in der ersten Halbzeit und in der zweiten Alfred Geiger. Es wurde ein schönes und faires Spiel, mit Technik und spielerischen Raffinessen. Die Landsleute aus Schwenningen hatten das Tore schießen besser im Griff und gewannen das Fußballspiel mit 7 zu 1. Die Tore schossen in der Reihenfolge: Markus Rössner 14 Minute, Armin Britz 16, 17, 39, 41 Minute, Helmuth Rössner 19 Minute und Markus Rössner 45 Minute sowie den Ehrentreffer von der gegnerischen Mannschaft schoss Arnold Stöckl in der 53 Minute. Nach dem Spiel folgte eine Ehrung, durchgeführt von Peter Taugner, für die Mannschaften sowie für Armin Britz als Torschützenkönig und Markus Rössner als jüngster Spieler und Beispiel am Interesse für unsere Gemeinschaft. Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende Werner Griebel bei allen Gästen.
Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft traf sich in einem Raum des ASV Vach um seine diesjährige Vorstandstagung abzuhalten. Es wurden aktuelle Probleme wie: die Erlangung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt Mannheim der HOG Lenauheim am 23.02.2006; Umschreibung des Kontos von Kassenwart Johann Taugner auf die HOG Lenauheim in Karlsruhe; das Familienbuch Csatad/Lenauheim, Autor Dietmar Giel, Herausgeber HOG Lenauheim sowie die Erstellung und Vertrieb; Pflege des Lenauheimer Friedhofes, hier wurde eine Vereinbarung mit einem Ortsansässigen für die Pflege getroffen; Vorbereitungen für das Heimattreffen 2007 in Karlsruhe; Fahrt nach Lenauheim am 06. September 2006 und Sonstiges besprochen.
Gelegentlich unserer Vorstandstagung hat Frau Elisabeth Mathias, Kassenprüferin und Gründungsmitglied der HOG Lenauheim, ihren Wunsch geäußert aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt niederzulegen. Der Vorstand hat Verständnis dafür gezeigt und der Vorsitzende hat sich im Namen der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim recht herzlich bei Frau Mathias für ihre aufopferungsvollen Tätigkeiten im Vorstand bedankt und auf ihre unermüdlichen Sammlungen von Daten zur Entstehung des Familienbuches hingewiesen. Frau Mathias bleibt uns in beraterischen Tätigkeiten erhalten.
Diese Amtsniederlegung hat den Vorstand bewogen Herrn Alfred Mühlroth, gewesener Vorsitzender, kommissarisch als Kassenprüfer einzusetzen. Er nahm dieses Ehrenamt an.
Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat alle angestandenen Themen sachlich und gemeinschaftlich nützlich behandelt und steht zu jeder Zeit unseren Landsleuten offen sich in unsere heimatverbundene Tätigkeit einzubinden, was in letzter Zeit mehrere Lenauheimer auch getan haben. Fotos und kurze Videos finden Sie hier in unserer Galerie.
Kommt der Reisende bei Nacht in Lenauheim an, so kann er sich einer guten Straßenbeleuchtung erfreuen. Die Zeiten haben sich geändert, das sieht man auch hier wenn man sich der Ortsmitte nähert, da erblickt man Straßenlaternen die den Gebäuden ein schönes Aussehen verleihen. Insbesondere kommt dies am Lenau- und Heimatmuseum zum Ausdruck. Das im Jahre 2002 generalüberholte Gebäude ist bei Nacht gebührend beleuchtet und unterscheidet sich kaum von einem ähnlichen Gebäude in der westlichen Welt.
Dieser Eindruck schmälert sich auch nicht bei Tage und das "Rentamt", so wird es im Ort genannt, hält was es bei Nacht verspricht. Es kann von Montag - Freitag von 8.00 - 16.00 Uhr, sowie samstags und sonntags in Absprache mit dem Bürgermeisteramt unter Tel. 0040/256360428 mit Voranmeldungen von einigen Tagen besucht werden. Erwachsene zahlen 30.000 Lei und Kinder 20.000 Lei, bei Gruppenbesuchen gibt es einen Rabatt von 50%. Die gute Seele des Hauses ist unsere Landsmännin, die Betreuerin Frau Elfriede Hockl, ein Lenauheimer Kind. Sie begleitet diesen Dienst schon seit 14 Jahren, war bei den Renovierungsarbeiten aktiv dabei. Sie ist in der Lage, allgemeine Auskünfte über das Museum zu geben. Das Museum besteht aus der Nikolaus Lenau Gedenkstätte, sowie aus dem Heimatmuseum. Frau Hockl berichtet, dass zur Zeit in der Lenaugedenkstätte 312 Bilder in Bezug auf Nikolaus Lenau neben dem Grabstein seiner Schwester, Bücher mit Gedichten von Lenau, Möbel aus der Zeit in der er lebte und vieles Anderes ausgestellt ist.
Auf der anderen Seite im Heimatmuseum finden wir im ersten Raum Daten und Bilder über Lenauheim. Weiter geht es mit den 53 Puppenpaaren in Banat-Schwäbischer Tracht, die von ebenso vielen Orten aus dem Banat angefertigt und dem Museum gespendet wurden. Sie stehen in Reih und Glied, manche auch extra in einem Glaskasten, die einen Tanz zu Blasmusik vorführen können. Dieser Raumflur wird mit einer Ausstellung von Landwirtschafts- und Hausgeräten aus alten Zeiten beendet. In den Nebenräumen kann der Besucher die "Gute Stube", die Küche, die Kammer und eine Vorratskammer bewundern. Alle Räume sind mit viel Können für den Betrachter eingerichtet. Dieses und vieles mehr kann man in diesem Hause besichtigen und viel Interessantes und Lehrreiches mitnehmen. Laut Frau Hockl sind es immer mehr Reisegruppen aus dem In- und Ausland, die Lenauheim, das Museum, das Lenaudenkmal, die Kirche und andere Sehenswürdigkeiten besuchen.
Zu empfehlen ist es für Einzelpersonen und Reisegruppen, insbesondere für Jugendliche/Kinder die eine Reise in die "alte Heimat" antreten und einen erlebnisreichen Tag verbringen wollen. Oder nehmen Sie doch einfach an unserer Busreise nach Lenauheim im September teil.
Seit der Gründung der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim im Jahre 1985 haben sich deren Vorsitzende Anton Dittiger, Herbert Klein, Alfred Mühlroth und zur Zeit Werner Griebel immer für die Interessen der Lenauheimer in der alten und neuen Heimat verdient gemacht. Es wurden Anstrengungen zum Zusammenhalt der Gemeinschaft in Rumänien als auch in Deutschland unternommen. Hilfsaktionen gleich nach der politischen Wende, als auch die ersten Annäherungsversuche zum Bürgermeisteramt in der Mitte der neunziger Jahre, bis auf eine partnerschaftliche Verbundenheit mit regem Informationsaustausch heutzutage.
Die Heimatortsgemeinschaft versuchte sich immer wieder ins Gespräch der Lenauheimer Landsleute zu bringen, als Sammelbecken für die einzelnen Ideen und die Debatte über deren Machbarkeit. Werner Griebel als deren heutiger Vorsitzender versteht es, alle Vorschläge sorgfältigst abzuwägen und auch im Falle einer nicht einstimmigen Entscheidung einen Konsens zu erzielen.
Durch seine Arbeit an der Aktualität der HOG-Kartei, als auch der Internetpräsenz mit deren Hilfe die HOG auch junge Lenauheimer/innen für sich gewinnen möchte, aber auch die Herausgabe und Förderung der Heimatblätter, hat er sich für unsere Gemeinschaft in den Dienst gestellt.
Sein größte Hingabe widmet er jedoch der Herausgabe des Lenauheimer Familienbuches. Durch unermüdliche Gespräche und Schriftwechsel mit rumänischen Behörden gelang es ihm, dem Verfasser Dietmar Giel, Daten zur Vollendung dieses Vorhabens zu liefern und auch in die Tat umzusetzen.
Mit der alten Heimat werden die Kontakte zu den verbliebenen Landsleuten sowie zum Pfarr- und Bürgermeisteramt gepflegt. Wir finden uns in unserem Vorhaben den Lenauheimer Friedhof zu pflegen in vollem Umfang bestätigt da die Spenden von verschiedenen Familien regelmäßig eingehen, um die Arbeiten fortführen zu können. Die HOG ist ständig bemüht Kontakte zum wirtschaftlichen Aufschwung von Lenauheim herzustellen sowie Vermittlungen von Besuchen in dem Heimat- und Lenaumuseum zustande zu bringen. Desgleichen war die HOG Lenauheim mit der Stiftung Südsteirische Rumänienhilfe e. V. und anderen Institutionen bei der Gründung der Stiftung "Lenauaqua" in Lenauheim, in diesem Jahr beteiligt.
Zu seinem 50. Geburtstag, am 12. Dezember, dankt die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim und deren Vorstandschaft, ihrem Vorsitzenden Werner Griebel für die bisher erbrachten Dienste und hofft auf seine weitere Unterstützung in den kommenden Jahren, gepaart mit Gesundheit und Wohlergehen.
Wie nun bekannt wurde, verstarb Constantin Pascau, ehemaliger Lehrer und Direktor der Lenauheimer Schule am 2. Dezember und wurde am Sonntag 4. Dezember in Lenauheim zu Grabe getragen.
Prof. Constantin Pascau (Jahrgang 1926) kam Ende der vierziger Jahre als junger Lehrer nach Lenauheim an die dortige Schule. Er war bis zu seiner Pensionierung dort tätig, wonach er sich mit der Geschichte des Ortes Lenauheim, schwerpunktmäßig ab dem Jahre 1945 beschäftigte. Als Krönung seiner Arbeiten brachte er noch im September 2005 eine Monographie über den Ort heraus. Für seine gesamten Tätigkeiten wurde Constantin Pascau am 11. September 2005 zum Ehrenbürger von Lenauheim ernannt.
Die Gemeinde Lenauheim verliert somit einen seiner eminenten Persönlichkeiten. Die HOG Lenauheim spricht den Hinterbliebenen ihr innigstes Beileid aus.
Könnte Hans Bräuner es noch wahrnehmen, dass in Kürze das Lenauheimer Familienbuch, Herausgeber HOG Lenauheim, erscheinen wird, wäre es bestimmt auch für ihn eine Genugtuung im Sinne der Verbundenheit zu unserem Heimatort Lenauheim. Er wurde aber leider, nach einem langen und erfüllten Leben am 23. November heimgerufen und wird nun die ewige Ruhe antreten. Er war es, der gemeinsam mit Hilfe anderer Landsleuten 1983, im Auftrag der HOG Lenauheim, das Heimatbuch Lenauheim-Tschadat herausbrachte. Es war eine Zeit in der sich Prof. Bräuner mit seinen Mitstreitern viel Ärger mit den damaligen kommunistischen Behörden eingehandelt hat. Seine Arbeit ist von unschätzbarem Wert, da es sich um das einzige umfangreiche Buch über Lenauheim handelt. Hans Bräuner nahm mit seiner Familie, solange es sein Gesundheitszustand erlaubte, an unseren Heimattreffen regelmäßig teil. Er war desgleichen mit seiner Familie in Leib und Seele Lenauheimer, obwohl sie in Hatzfeld ihr Zuhause fanden. Von dort aus hat sich unser Landsmann immer wieder für Lenauheim und die Lenauheimer eingesetzt. Hauptsächlich im Bildungs- und Kulturbereich, aber auch in anderen Angelegenheiten.
Als Autor brachte unter anderem Prof. Bräuner das Werk: Lenau und Eminescu, Zwei Dichter des 19. Jahrhunderts im Jahre 1966 heraus.
Prof. Hans Bräuner wurde am 9. Mai 1910 in Lenauheim (Csatad) als Sohn des Schuhmachermeisters Mathias und der Elisabeth Bräuner geb. Lego geboren. Leider blieb der Knabe bald ohne Eltern. Sein Vater starb 1918 in Russland und seine Mutter wurde auch im selben Jahr von Gott heimgerufen. Ab nun war er bei seiner Großmutter väterlicher Seite, die sich um den Jungen mühte.
Wie jedes Dorfkind besuchte auch er die erste Schule in seinem Heimatort, wo er schon als sehr aufgeweckt, den Lehrern und dem Pfarrer auffiel. Diese Zeit von 1916 bis 1922 war prägend für sein weiteres Leben. Der Lenauheimer Pfarrer Matthias Lischerong, war Derjenige, der den begabten und unbemittelten Jungen in das Temeschburger deutsche Realgymnasium vermittelte. Hier beendete er 1929 das Gymnasium mit dem Bakkalaureat. Gleich danach folgte das Theologiestudium, dass er aber bald aufgab.
Er sollte bald danach ein Stipendium der Deutschen-Schwäbischen Volksgemeinschaft erhalten und in Berlin an der Universität Germanistik, Latein und Geschichte studieren. Kurze Zeit später wechselte er nach Jassy um die Anerkennung in Rumänien für sein Studium zu erlangen. Dort hat Hans Bräuner im Februar 1933 das "Diplom für moderne Philologie", Hauptfach Germanistik, Nebenfächer Latein und Geschichte, erlangt.
Gleich nach Beendigung seines Studiums kam Hans Bräuner für kurze Zeit an das Temeschburger Knabenlyzeum in der Banatia als Lehrer, wonach er ab 1. September 1933 an das Hatzfelder Knabengymnasium versetzt wurde. In Hatzfeld sowie für kurze Zeit in anderen Orten begann für Hans Bräuner eine lange Lehrerlaufbahn mit vielen Höhen und Tiefen mit viel Erfolg und manchen Rückschlägen bis zum Jahre 1972 als er pensioniert wurde. In dieser Zeit hatte er als Lehrer und Bürger mehrere leitende Funktionen in mehreren Institutionen und Vereine inne.
Im Privatleben ist Hans Bräuner ein Lenauheimer geblieben er heiratete, vor 69 Jahren, am 22.11.1936 in Lenauheim Elisabeth Vogel. Sie fanden ihr gemeinsames Zuhause, mit ihrer Tochter Ingeborg die 1937 geboren wurde in Hatzfeld.
Der jungen Banatschwäbischen Familie erging es so wie vielen anderen Familien: sie mussten auch im Spätsommer 1944 flüchten und fanden im Böhmerwald eine zeitweilige Unterkunft, bis zur Rückkehr in die alte Heimat.
Im Jahre 1979 hat sich auch Prof. Bräuner, nach den vielen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in Rumänien, entschlossen mit seiner Familie in die Bundesrepublik Deutschland auszuwandern. Im Mutterland angekommen setzte er sich noch lange nicht zur Ruhe. Seine Tätigkeiten reichten über kulturelle und landsmannschaftliche Tätigkeiten sowie vieles Andere mehr, im Sinne seines kleinen Volksstammes der Banater Schwaben zu dem er sich immer mit Stolz bekannte.
Seinem jahrzehntelangen Einsatz für unsere Gemeinschaft, gebührt unser Dank. Als Lenauheimer, nehme ich Anteil an der Trauer der Angehörigen um den Verlust des Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und Urgroßvaters; ich weiß mich dabei mit meinen Lenauheimer Landsleuten einig. Wir alle werden ihn in bleibender Erinnerung behalten. Gott lasse ihn in Frieden ruhen!
Nach langen Vorbereitungen konnten wir das 11. Lenauheimer Heimattreffen und 20 Jahre Heimatortsgemeinschaft Lenauheim in Deutschland gebührend feiern. Diese Mal war der Austragungsort, Königsbrunn bei Augsburg. Dort durften wir Gäste der katholischen Kirchengemeinde St. Ulrich, in ihrem schönen Gemeindesaal sein. In unmittelbarer Nähe gibt es eine Sportanlage wo der eigentliche Beginn unseres landsmannschaftlichen Treffens war. Es kamen nach und nach Spieler und Zuschauer, letztendlich konnte unser Altfußballer Peter Heinrich Taugner zwei Mannschaften a fünf Mann aufstellen und unser Landsmann Erwin Dittiger, der als Schiedsrichter wirkte, konnte den Startpfiff auslösen. Bei gutem Wetter und guter Laune sahen die Gäste ein schönes, faires Spiel, das letztendlich für die so genannten Lenauheimer gegen Lenauheim/Augsburg 12 zu 5 Tore endete. Als Sieger können alle Beteiligten betrachtet werden. Die Landsleute hatten Spiel und Spaß, frischten ihr Gemeinschaftsgefühl wieder auf, was manch einem ganz gut tat. Für die zwei Mannschaften spielten: Reimund Seiler, Rainer Minnich, Helmut Follmer, Ralf Klein, Harald Völker, Nikolaus Dornstauder, Michael Fuchs, Raimund Schuld, Peter Heinrich Taugner und Egmund Viel.
Die Zeit verging wie im Flug und die ersten Gäste trafen schon an der Festhalle ein. Da wurde als erstes ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert, zelebriert durch unseren Hatzfelder Landsmann Vikar Robert Dürbach. Er verstand es die Gläubigen mit seinen Worten zu erreichen und uns mit einem noch lange in unseren Gedanken verweilenden Sinn über die alte und neue Heimat, sowie so vieles andere was uns noch in Erinnerung ist, nachdenken zu lassen. Während des Gottesdienstes fand eine Totenehrung für unsere lieben Verstorbenen statt, wobei eine schöne und große Kerze geweiht wurde. Sie soll bei nächster Gelegenheit in die Heimatkirche nach Lenauheim gebracht werden. Die Kerze möge die Verbindung zwischen uns und der Heimatkirche sinngemäß darstellen, sagte Vikar Dürbach nach der Weihung der Kerze.
Ein Dankeschön an den Geistlichen und auch an unsere Landsleute, die in aller Besinnlichkeit mitfeierten. Die musikalische Begleitung auf der Orgel wurde von Walter Griebel unternommen.
Jetzt kam der Augenblick für die später Eingetroffenen, die den Gottesdienst nicht stören wollten, auch in den Festsaal zu kommen, wobei das große "verzehle" seinen Anfang nahm. Es war eine Genugtuung die Menschen zu sehen wie sie sich freuten so viele Bekannte und Freunde zu treffen, ein Balsam auf der Seele jedes Einzelnen.
Nach einer kurzen "Verzehl"-Einlage ging es weiter mit einem Kulturprogramm, unter der Leitung von Herrn Mathias Messmer, der keine Mühe scheute, über Kilometer mit alten Kollegen Verbindung aufzunehmen um einige Lieder und Sketsche darzubieten. Es wirkten mit: Katharina und Anton Dittiger, Magdalena und Mathias Messmer, Hans Taugner, Mathilde Mühlberger, Paul Staedel und Nikolaus Meinhardt am Akkordeon.
In Folge wurde der Rechenschaftsbericht vom Vorsitzenden der Heimatortsgemeinschaft Herrn Werner Griebel vorgetragen, nachdem er die Ehrengäste Herrn Peter Dietmar Leber, Landesvorsitzender der Banater Schwaben aus Bayern und Vorsitzender der HOG Großsanktnikolaus, Herr Vikar Robert Dürbach und Herr Dietmar Giel, Vorsitzender der HOG Kleinjetscha und Ersteller des Familienbuches Lenauheim, begrüßte. In seinem Rechenschaftsbericht wies der Vorsitzende auf das nun 20 jährige Bestehen der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, über die Aktivitäten sowie über die Funktionalität unserer Gemeinschaft hin. Es wurden Langzeitprojekte wie die Pflege des Lenauheimer Friedhofes oder das aktuellste Projekt: die Erstellung des Familienbuches Lenauheim angesprochen. Nach der Besorgung aller nötigen Daten seitens der HOG Lenauheim hat nun Herrn Dietmar Giel das Familienbuch erstellt. Durch seine Anwesenheit in unserer Mitte konnte er es unseren Landsleuten präsentieren und dies bei großem Interesse. Das Buch soll in Druck gehen, dafür bitten wir um ihre Bestellung. Beim Vorsitzenden ist eine Vorabbestellung mit Rabatt möglich, um die Stückzahl für den Druck leichter bestimmen zu können. Für eine Präsentation des Buches im Raum Karlsruhe mögen die Interessenten sich bitte telefonisch bei Johann Taugner melden.
Es wurden die guten Beziehungen zur alten Heimat dargebracht, wobei zur Zeit eine Einladung aus Lenauheim an uns vorliegt, für alle unsere Lenauheimer Landsleute, im August oder September 2006 in Lenauheim ein Fest "Der Kinder des Dorfes" zu besuchen. Wir bitten darum bei Interesse sich mit dem Vorstand in Verbindung zu setzen um die Fahrt rechtzeitig in die Wege zu leiten.
Mit einem Dank für das erbrachte Vertrauen seitens der Gemeinschaft und des Vorstandes für die verflossene Legislaturperiode beendete der Vorsitzende seinen Bericht der von einer PowerPoint-Show mit Bildern zu den vorgetragenen Themen von Jürgen Griebel begleitet wurde.
Anschließend überbrachte Herr Peter Dietmar Leber ein Grußwort seitens des Bundesvorstandes der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. Der Redner ging fortfahrend in einige Details der landsmannschaftlichen Tätigkeiten ein und begrüßte die gute Zusammenarbeit mit der HOG Lenauheim und insbesondere mit ihrem Vorsitzenden Werner Griebel.
Da in diesem Jahr satzungsgemäß Wahlen anstanden, hat Wahlleiter Peter Dietmar Leber den Mitgliedern berichtet, dass der Vorstand in alter Form mit Ausnahme von Herrn Alfred Mühlroth, der aus familiären Gesundheitsgründen nicht mehr dabei sein kann, weitermachen würde. Ein Dankeschön auch an dieser Stelle für Herrn Mühlroth, für die geleistete Arbeit in unserer Gemeinschaft, wobei er sich für weitere Hilfe bereit erklärt hat. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Werner Griebel, Vorsitzender; Michael Fuchs, stellvertretender Vorsitzender; Johann Taugner, Kassenwart; Beisitzer für die verschiedene Bereiche sind Jürgen Griebel, Christian Mühlberger, Peter Taugner, Uwe Taugner, Ernst Vogel. Als Kassenprüfer fungieren Elisabeth Mathias und Peter Heinrich Taugner, der auch weiterhin für den Sport zuständig sein wird.
Am Anfang wurde die Banater Hymne und am Ende des offiziellen Teils die Hymne der Bundesrepublik Deutschland von allen Anwesenden und in Orgelbegleitung feierlich gesungen.
Der Abend nahte und die Gäste, überwiegend mittleren Alters, warteten schon darauf das Tanzbein zu schwingen. Sie kamen auch bald auf ihre Rechnung, dem unser Landsmann Walter Griebel und seine Musikfreunde sorgten, wie erwartet für eine von unseren Banater Schwaben gewollte Tanz- und Unterhaltungsmusik.
Zwischendurch wurden die Fußballehrungen vorgenommen, begleitet von einigen Worten der Hoffnung, dass man nächstes Jahr wieder ein Fußballspiel organisieren kann.
Im Rahmen dieses Heimattreffens fand auch das Jahrgangstreffen der 1954 und 1955 statt. Aus dem Jahrgang 1955 waren nur drei Klassenkollegen erschienen, dafür aber war der Jahrgang 1954 fast vollständig anwesend. Das kann man Frau Renate Frank, geb. Habl verdanken. Sie hat sich darum bemüht, und das mit Erfolg. Der Vorsitzende der HOG Lenauheim begrüßte die anwesenden Jahrgangskollegen und rief zu einer Schweigeminute für die Lehrkräfte und Schüler, die nicht mehr unter uns weilen, auf. Infolge bat er die anwesenden einstigen Lenauheimr Lehrkräfte: Frau und Herr Messmer, Frau und Herr Dittiger, Herr Meinhard und Herr Ritter auf die Bühne. Nachdem Renate Frank eine kurze Vorstellung machte, wurden durch sie und Werner Griebel Blumensträußchen an die Lehrkräfte, seitens der einstigen Schüler überreicht. Selbstverständlich waren es rührende Momente für beide Seiten. Mit einem Dank von Herr Messmer und Herr Dittiger ging die Ehrung zu Ende.
Der Vorstand der HOG hat sich über dieses Treffen innerhalb des Heimattreffens gefreut und würde es begrüßen auch andere Jahrgänge bei solchen Vorhaben unterstützen zu können.
Mit viel Musik, gutem Essen und einem guten Tropfen sowie viel "Verzehle" ging unser Treffen bis spät in die Nacht. Die Organisation an Ort und Stelle hatte Michael Fuchs inne, der tatkräftig von seiner Familie unterstützt wurde. Der Vorstand sagt Danke dafür und hofft auf ein Wiedersehen im Jahre 2007 in Karlsruhe.
Wie vorangekündigt, fand am 11.09.2005 das 1. Donauschwäbische Blasmusikkonzert im Herzogenriedpark in Mannheim statt. Von 12-18 Uhr bei sehr gutem Veranstaltungswetter konnten sich hunderte von Landsleuten und viele Parkbesucher am Sonntag eine schöne Blasmusik in mehreren Variationen zu Gemüte führen.
Nach einer Begrüßung des Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Bernhard Krastl, und dessen stellvertretenden Vorsitzenden sowie Kreisvorsitzenden von Mannheim, Richard S. Jäger, führte Anton Bleiziffer, sehr gut vorbereitet und fachlich kompetent durch das Programm.
Als erstes spielten die Weinbergmusikanten unter der Leitung von Johann Wetzler. Als zweite Formation spielten Hans Eichinger und seine Donau-Franken die im Nu das Publikum auf ihrer Seite hatten. Es ist eine Musikgruppe Banater Schwaben, in der unter anderem auch unser Lenauheimer Landsmann Walter Griebel
, nicht nur mit einem Walzersolo auf dem Akkordeon gespielt, zum Besten brachte. Als dritte Gruppe trat die Böhmische Mährische Blasmusik unter Leitung von Frank Eidenpenz auf. Zum Schluss bot Peter Schröppel und seine Original Schwabenländer Musikanten eine zackige und gefühlvolle Blasmusik, die bei den Besucher das Musikerherz höher schlagen lies. Es war für Blasmusikliebhaber ein wunderbares Erlebnis, man kann nur hoffen das solche Konzerte, unter der Konzertmuschel im schönen Herzogenriedpark Tradition werden.
Zwischendurch wurde das Konzert von Herrn Dr. Egon Jüttner (CDU), MdB, und Herrn CDU-Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg Klaus Dieter Reichardt beehrt, die jeweils ein Grußwort an die Zuschauer richteten.
Den Organisatoren gebührt ein großes Lob und dem Land Baden-Württemberg muss man für die Unterstützung danken, die wir Donauschwaben erfahren durften.
Seit geraumer Zeit bietet der Radiosender "Radio Timisoara" seine Programm auch Internet zum hören an. Über diesen Sender wird täglich zwischen 12.00 Uhr und 13.00 Uhr MEZ die "Sendung in deutscher Sprache" gesendet. Es ist die Radiosendung für das deutschprachige Banat. Darin sind Nachrichten, Reportagen und natürlich Musik mit Wunschkonzerten zum direkten Anruf in die Sendung (Tel.: 0040256204545) enthalten.
Damit Sie das Radioprogramm hören können benötigen Sie z.B. den WinAmpPlayer den Sie kostenlos herunterladen können. Mit einem Klick auf das Logo des Radiosenders wird die Übertragung gestartet!
Wie angekündigt fand am letzten April Wochenende 2005 eine Vorstandstagung der HOG Lenauheim in
Günzburg statt. Unter anderem wurden aktuellen Themen der HOG besprochen und wo
nötig Beschlüsse gefasst. Als wichtige Tagesthemen wahren die Erstellung des
Familienbuches Csatad/Lenauheim, das Erlangen der Gemeinnützigkeit der HOG
Lenauheim und die Organisation des Lenauheimer Heimattreffens am 24. September
2005 in Königsbrunn bei Augsburg angesagt. Alle Themen wurden sachlich und
ausführlich von den anwesenden Vorstandsmitgliedern behandelt und die Beschlüsse
in einer angenehmen landsmannschaftlichen Atmosphäre, bei besten Bedingungen
gefasst.
Desweiteren fand auch in Frankenthal die jährliche HOG
Vorstandssitzung der Landsmannschaft der Banater Schwaben statt. Über
Gestaltungsmöglichkeiten der landsmannschaftlichen Tätigkeit am Beispiel der
Heimatortsgemeinschaft Lenauheim berichtete deren Vorsitzender Werner Griebel.
Ein wichtiges Anliegen, so der Referent, sei die Berücksichtigigung der großen
Altersunterschiede bei den Mitgliedern einer Dorfgemeinschaft. Grundsätzlich
müsse die HOG-Tätigkeit ein breites Publikumsspektrum ansprechen und „für jeden
etwas bieten“. Das Einbeziehen der Landsleute in die verschiedenen Tätigkeiten
müsse auf freiwilliger Basis geschehen. Für den HOG-Vorstand sei es eine
Pflicht, den Landsleuten ein Angebot zu machen und dabei auf die Interessen der
Dorfgemeinschaft Rücksicht zu nehmen. Unerlässlich sei zwischen den
landsmannschaftlichen Verbänden und ihren Mitgliedern „ein ständiges Geben und
Nehmen“. Sehr aufschlussreich waren die von Werner Griebel vorgestellten
konkreten Arbeitsergebnisse seiner HOG. Unter anderem wurde auch auf die Präsenz
der HOG Lenauheim im Internet hingewiesen. Die Lenauheimer Home-page – und das
dürfte auch auf andere Ortsgemeinschaften zutreffen – ist ein wichtiges
Binde-glied der Landsleute in aller Welt. Informationen über die Geschichte des
Ortes, über die Situation heute, über Veranstaltungen der Heimatortsgemeinschaft
und nicht zuletzt die Möglichkeit, sich an einem Diskussionsforum zu beteiligen,
machen diese moderne Kommunikationsform attraktiv. Weiter wurde über die
Herausgabe von eigenen Informationsschriften (Heimatblätter) berichtet und die
bereits erschienenen kurz vorgestellt. Die Organisierung von Heimatortstreffen
und anderen Veranstaltungen, die Ausgestaltung der Beziehungen zu den in
Lenauheim verbliebenen Landsleuten und die Erstellung eines Sippenbuches der
Gemeinde bildeten weitere Schwerpunkte seines Vortrags. Begleitet wurden die
Ausführungen des HOG-Vorsitzenden von schönen Computerbildprojektionen von
Jürgen Griebel.
Während eines Kurzbesuches, des HOG Vorsitzenden
Werner Griebel, konnte in Lenauheim eine Vereinbarung zur Friedhofspflege
getroffen werden. Der bisherige Pfleger, Stanc Augustin, zog sich nach fast
12jähriger Tätigkeit, aus persönlichen Gründen zurück. Für die erbrachte Leistung
in diesem Zeitraum möchte sich die HOG Lenauheim herzlichst bei ihm
bedanken.
Unter mehreren Bewerbern hat die Heimatortsgemeinschft und der
aktuell zuständige Pfarrer aus Lovrin, Maties Marin, sich für Frau Maria Ileana
Nicolaica entschieden. Ihr wurden die Aufgaben der Pflege des Friedhofes
erläutert, wie z.B. das Sauberhalten des Hauptweges von Schmutz und Gras, Gras
mähen zwischen den Gräbern usw. Sie versprach uns die gute Pflege des
Friedhofes, worauf wir uns auch verlassen werden.
Am 12. Februar 2005 fand in Ulm die
satzungsgemäße ordentliche Hauptversammlung der Landsmannschaft der Banater
Schwaben statt. Daran nahmen die gewählten Vertreter der Landesverbände und der
Heimatortsgemeinschaften teil. Am Tagungsort (Festsaal der Ulmer Stuben) nahmen
insgesamt 94 Delegierte teil; 75 seitens der Landesverbände und 19 seitens der
Heimatortsgemeinschaften.
Zu den Schwerpunkten dieser alle drei Jahre
stattfindenden Zusammenkunft der Aktiven des Verbandes gehörten auch diesmal die
Analyse der landsmannschaftlichen Arbeit in der Legislaturperiode 2002–05, die
Wahl eines neuen Bundesvorstandes sowie Zielsetzungen und Aufgabenstellungen für
die nächsten Jahre.
In einem ausführlichen Rechenschaftsbericht ging der
Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Bernhard Krastl, unter anderem auf die
Bemühungen des Bundesvorstandes ein, seine Tätigkeit so zu gestalten, dass eine
möglichst weite Übereinstimmung mit der aktuellen Interessenslage der
Verbandsmitglieder erreicht werde.
Nach der Entlastung des Bundesvorstandes
durch die Hauptversammlung folgte die Neuwahl des Bundesvorsitzenden. Zum
Wahlleiter wurde Josef Koch, Sprecher der Heimatortsgemeinschaften,
bestellt.
Für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidierte Bernhard
Krastl, der von den Delegierten mit großer Mehrheit (87 von 94 Stimmen)
wiedergewählt wurde. Die vier stellvertretenden Bundesvorsitzenden sind Richard
S. Jäger, Georg Ledig, Johann Metzger und Hans Georg Mojem. Dem Bundesvorstand
werden als weitere Mitglieder (Beisitzer) Elisabeth Packi und Stefan Ruttner
angehören. Laut Satzung der Landsmannschaft gehören dem Bundesvorstand auch der
Vorsitzende der Deutschen Banater Jugend (kommissarisch Theresia Teichert) und
der Sprecher der Heimatortsgemeinschaften (Josef Koch) an.
Zu Kassenprüfern
wurden wieder A. Gutekunst und K. Lohmüller gewählt. Dem Schiedsgericht der
Landsmannschaft, dessen Zusammensetzung ebenfalls laut Satzung von der
Hauptversammlung bestimmt wird, gehören an die Rechtsanwälte Udo Herzog, Hans
Günther Huniar und Harald Zeitvogel sowie Hans Mersch und Hans
Brunn.
Bernhard Krastl dankte im Namen der Bundesvorstandsmitglieder für das
von den Delegierten entgegengebrachte Vertrauen und versicherte der Versammlung,
dass die Mandatsträger des Verbandes in den folgenden Jahren ihrer
ehrenamtlichen Aufgabe in gewissenhafter Weise nachkommen werden. Auch richtete
der Bundesvorsitzende an alle Anwesenden den Appell, sich für die
landsmannschaftliche Arbeit zu engagieren und zur Stärkung des Verbandes
beizutragen.
Im Januar 2005 wurde die Umzäunung an der Südseite und die Hälfte
der Ostseite bis in Höhe der Friedhofskapelle am Lenauheimer Friedhof besprochen
und als machbar eingestuft. Der bisherige Maschendrahtzaun, aus schwarzem Draht,
war fast zur Gänze verrostet und zum Teil zerrissen. Der Schutz vor den Tieren
von der angrenzenden Hutweide war nicht mehr gewährleistet. Die Tiere drangen
ein und verwüsteten die Gräber unserer Ahnen. Um dies zu verhindern wurde ein
neuer Maschendrahtzaun angebracht. 220 m verzinkter Maschendrahtzaun, sowie 25
Pfosten wurden besorgt um die fehlenden an der Ostseite zu ersetzen. Dann
könnten wir das Thema Friedhofzaun zu Beginn des Frühjahres und dem Erscheinen
der Tiere auf der Hutweide ad acta legen, dachten wir. Jedoch wurde nach der
Fertigstellung des Zaunes ein gutes Stück entwendet und kurze Zeit darauf eine
weitere Strecke, insgesamt über 30 Meter. Nach vielen und langwierigen
Gesprächen vor Ort und per Telefon mit der zuständigen Polizeidienststelle in
Lenauheim und dem Bürgermeister wurden nun endlich fast 30 Meter des Zaunes
wiedergefunden und am Platz angebracht. Dies teilte uns die Polizeistelle
Lenauheim am Montag, 04.10.2004, mit.
Laut Beschluß der rumänischen Regierung (247/2005) konnte man in
Rumänien wieder schriftliche Anträge auf Rückerstattung von landwirtschaftlichen
Flächen bis zum 22.09.2005 stellen. Die sehr knapp bemessenen Antragsfristen boten den ehemaligen Eigentümern und deren Erben eine allerletzte Chance. Diese Frist wurde durch einen Dringlichkeitserlass der rumänischen Regierung bis zum 30. November 2005 verlängert. Den originalen
Gesetzestext in rumänischer Sprache, finden sie hier als
PDF-Datei (ca. 808 kb), bereitgestellt durch das rumänische Landwirtschaftsministerium.
In
Bezug auf die Rückgabe von Ackerflächen informiert das Bürgermeisteramt
Lenauheim, dass man folgende Unterlagen zum Antragsstellung benötigt oder
folgendes beachten sollte:
Die Lenauheimer Bevölkerung von einst, sowie die von heute, eingeschlossen unsere verbliebenen Landsleute beschäftigten und beschäftigen sich hauptsächlich mit der Landwirtschaft. Unsere Landsleute aus unserem Heimatort sowie einige die nach Deutschland ausgewandert sind, haben ihr Feld vom rumänischen Staat zurück verlangt und erhalten. Sie verarbeiten es zum Teil mit Pioniergeist und Fleiß selbst, aber größtenteils haben sie ihre Felder in die landwirtschaftlichen Vereinigungen zur Verarbeitung gegeben. Die Vergabe zur Verarbeitung hat seine Gründe: die Menschen gehören meistens einer älteren Generation an oder sie verfügen über geringe oder gar keine landwirtschaftlichen Geräte. Ein anderer Teil der Feldbesitzer lebt in Deutschland und kann die Verarbeitung an Ort und Stelle nicht vornehmen.
Der gute Boden wirft bei guter Verarbeitung einen Durchschnittsertrag ab. Die Menschen kommen damit einigermaßen über die Runde und sie haben meistens noch nebenbei eine kleine Hauswirtschaft mit Geflügel, Schweinen, Kühen un dem Hausgarten.
In Rumänien hatte man im Jahre 2002, laut einer Temeswarer Zeitung, eine Durchschnittsernte von 1145 kg/ha bei Sonnenblumen, bei Mais 2750 kg/ha, bei Sojabohnen 2060 kg/ha und bei Weizen etwa 3000 kg/ha.
Das Banat mit seinem guten Boden liegt etwas höher im Durchschnitt. Hauptsächlich werden hier Weizen, Mais, Sojabohnen und Gerste angebaut.
Die Gemeinde Lenauheim hat eine Ackerfläche von 9603 ha, Weideland 420 ha, Obst- und Weingärten 12 ha und 20 ha unproduktiver Flächen.
Die gesamte Fläche der Gemeinde Lenauheim mit den eingemeindeten Orten Grabatz und Bogarosch beträgt 10055 Ha.
Wir zeigen ihnen hier einige Bilder die unser Lenauheimer Landsmann Kurt Fritz während seines Sommerurlaubs in Lenauheim geschossen hat.
Tageszentrum für
behinderte Kinder Lenauheim
Das Tageszentrum für behinderte Kinder in Lenauheim entstand
durch die Partnerschaft der Stiftung für Soziale Hilfe Bethany und der Gemeinde
Lenauheim, welche sich das Zentrum "Healing Hands" aus Temeschburg als Vorbild
nahmen. Dieses erhielt im Jahr 2003 einen Preis als "Modell für gute
Durchführung des Kinderschutzes" in der Kategorie "Tageszentrum für behinderte
Kinder", eine anerkannte nationale Auszeichnung. Das Projekt durch welches
dieses Zentrum entstand, wurde durch die Europäische Union und deren PHARE-Fonds
für einen Zeitraum von 9 Monaten, also bis zum 31. August 2004, finanziert. Nun
stehen für dieses Projekt keine fianziellen Mittel mehr zur Verfügung. Um wieder
die Dienste der inzwischen geschlossenen Tagesstätte wieder aufnehmen zu können,
benötigt diese Tagesstätte ihre Hilfe. Bitte teilen Sie uns mit wenn Sie eine
Institution kennen die dieses Haus unterstützen kann oder ob Sie uns persönlich
weiterhelfen können. Für weitere Informationen lesen Sie die Präsentation des Tageszentrums.
Europäisches Museum des
Jahres 2005
Wie die "Banater Zeitung" am 8. September 2004 berichtet, wird
sich das Banter Museum in Temeswar am Wettbewerb "Europäisches Museum des Jahres
2005" mit dem Projekt "Nikolaus-Lenau-Gedenkhaus" in Lenauheim beteiligen.
Koordinatorin des Projektes ist Tatian Badescu, stellv. Direktorin des Museums.
Weiter im Artikel
...
Erschienen am 18. März 2005 - Neckarau / Almenhof Nachrichten; Seite 11:
Dunkle Tannen, Wasserlandschaften, nachdenkliche Männer mit Pfeife vom 18. März bis Ende April sind Ölbilder des Neckarauer Malers Ewald Weyer im Café Zeilfelder zu sehen. In der abwechslungsreichen Ausstellung der 1961 im Banat, Rumänien geborene Künstler ein breites Spektrum seiner Malerei, mit deren ersten Versuchen er schon als Kind begann. Nach dem Gymnasium und einer Ausbildung als Sanitäter beim Bund lernte er das Handwerk des Malers und Tapezierers, sowie die alte Kunst der Wandmalerei. Seit 1989 in Mannheim, bildete er sich beruflich weiter und wurde CNC Dreher; ein Beruf, den er heute noch ausübt. Dennoch betrieb er sein Hobby, die Malerei, stetig weiter, besuchte die Abendakademie und vervollkommnete sein Handwerk. Ein untrüglicher, fast fotografischer Blick für das Wesentliche einer Ansicht sowie ein gediegenes handwerkliches Können und der virtuose Umgang mit Farben zeichnen die Bilder Weyers aus, die mit kräftigen Farben und energischem Strich zuweilen fast expressionistisch plakativ anmuten, aber auch bisweilen pastellfarben weich und nach innen gekehrt sein können.
Im letzten Jahr hatte der Maler eine Ausstellung im Rahmen einer Benefizveranstaltung für Behinderte im Monikaheim Mannheim; außerdem war er mit Exponaten im Heimatmuseum Neckarau an der Ausstellung "Neckarau vom Bauerndorf zum Industrievorort" beteiligt. Desweiteren fand auch in der TSV Halle in Augsburg-Haunstetten am 22. September 2001 zum Heimattreffen der HOG Lenauheim eine Ausstellung statt. Seine neuesten Bilder finden Sie unter: http://www.ewald-weyer.de/
Neue Lenauheim
Monographie
Der ehemaliger Direktor der Grundschule Lenauheim, Constantin
Pascau, bringt eine MONOGRAPHIE LENAUHEIM in rumänischer Sprache heraus. Nach
einer fleißigen und tüchtigen Forschungsarbeit ist die Monographie unserer
Gemeide nun abgeschlossen. Unter der Schirmherrschaft von Herrn Dipl. Ing.
Alinel Narita - Bürgermeister der Gemeide Lenauheim, wird am 10. September
2005, um 14.00 Uhr im Lenau-Museum, Professor Constantin Pascau die
"MONOGRAPHIE LENAUHEIM" aufbringen. Zu diesem Ereignis sind all die Lenauheimer,
ob aus Rumänien, Deutschland oder weltweit, herzlich eingeladen und willkommen.
Fußballturnier in Landshut 2004
Wie schon lange angekündigt, in der Banater Post und auf der Homepage lenauheim.de, fand am 4. September 2004 das Fußballturnier der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim auf dem Platz der Spielvereinigung Landshut statt. Vom Wetter her war es ein wunderschöner Spätsommertag, den versuchten alle Anwesenden auch zu genießen. So wie das Wetter so war auch die Stimmung der spiellustigen Landsleute. Sie waren mit voller Begeisterung für das Fußballspiel angereist. Es waren viele bekannte Gesichter, die schon immer bei unserem Sportfesttagen dabei waren aber auch solche die das erste mal mitmachten. Man könnte sich für die Zukunft eine etwas größere Beteiligung wünschen. Der Spielplatz und für Musik sorgten an Ort und Stelle unsere Landsleute Harald Völker und Georg Homan-Dörner wofür an dieser Stelle unser Dank an beide geht. Das Sportliche wurde wie in den vorhergehenden Jahren auch diesmal von unserem erfahrenem Fußballer Peter Taugner in die Wege geleitet und durchgeführt. Er und Georg Homan-Dörner fungierten auch als Schiedsrichter mit großer Konsequenz. Es wurden drei Mannschaften aus den anwesenden Spielern gebildet und sie spielten wie folgt: Landshut - Banater Schwaben, die Landshuter gewannen mit 2 zu 1, wobei die Tore für Landshut Ralf Mild und Harald Völker trafen und für die Banater Schwaben Reiner Kühlburg. Ein Spiel mit viel Ehrgeiz, nur die jüngeren hatten mehr Durchhaltevermögen. Als zweites Spiel folgte Lenauheim - Banater Schwaben, da hatten die Lenauheimer die Nase vorn. Rony Klein schoß gleich zwei Tore und zeigte somit das er nichts von den vorangehenden Jahren verlernt hat. Im Gegenteil die Lenauheimer versuchten immer wieder anzugreifen bis zur letzten Minute. Den Banater Schwaben sei Dank, dass sie so gut mitspielten wodurch das Spiel ein gutes Niveau erlangte. Als letztes spielten Landshut - Lenauheim, da spielten die ausgeruhten Landshuter gegen die etwas müden Lenauheimer vom vorangehenden Spiel einen sehr schönen Fußball. Der junge Patrick Homan - Dörner, nicht das erste mal beim HOG Turnier, bewies da so richtig sein Fußballkönnen und schoß gleich zwei Tore. Das dritte war leider ein Eigentor von Peter Taugner, hat aber zur guten Stimmung auf dem Spielfeld und den Rängen beigetragen. Das Ehrentor für Lenauheim schoß Rony Klein. Somit hatte die Mannschaft Landshut den Wanderpokal für sich bestimmt. Auf die Plätze zwei und drei wurden die Mannschaften Lenauheim und Banater Schwaben verwiesen. Torschützenkönige gab es gleich zwei mit je drei Toren Patrick Homan - Dörner und Rony Klein. Die Spiele wurden von einer kleinen Anhängerschaft aus Angereisten und Landshutern immer wieder angefeuert. Diese Stimmung hat sich dann auch in die daneben liegende Gaststätte übertragen wo anschließend die Pokal- und Urkundenüberreichung durch Peter Taugner stattfand. Der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Werner Griebel, begrüßte zu Beginn der Feierlichkeiten alle Landsleute und rief sie auf: bei unseren landsmannschaftlichen Veranstaltungen mitzumachen und bedankte sich bei den Teilnehmern. So wie sie spielten so verstanden sie es auch gesellig zu feiern und die frohe Runde zu genießen.
Auch von diesem Ereignis haben wir einige Fotos aus dem Tagesgeschehen auf unserer Seite bereitgestellt: Foto 1; Foto 2; Foto 3; Foto 4
Vorstandstagung der HOG
Zeitgleich, am 4. September 2004, fand auch eine Vorstandstagung der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim statt. Obwohl aus verschiedenen Gründen nicht alle Mitglieder anwesend sein konnten, wurden die aktuellen Themen der HOG erörtert und zur Aussprache gebracht. Darunter auch der Lenauheimer Friedhof. Der allgemeine Zustand des Friedhofes ist zufriedenstellend, die Wege sind sauber, das Gras ist gemäht. Auffallend ist das einige Gräber von Landsleuten die noch in der alten Heimat Leben nicht gepflegt sind und das Gras 10-20 cm hoch auf den Grabstätten wuchert. Am 21. August ging über Lenauheim ein großes Gewitter mit Hagelschlag nieder. Es hat in der Gemeinde und auf den Feldern, an Häusern, Obst und Getreide großen Schaden angerichtet.
Am Totenwagen Schuppen war ein großes Loch im Dachbereich vorne, sowie die untere Reihe der Dachziegel auf der anderen Seite zu Schaden gekommen. Hr. Nikolaus Amschlinger mit dem Pferdewagen und einer Leiter, sowie der Friedhofswärter haben Werner Griebel beim Ersetzen der Dachziegel unterstützt. Vor dem Friedhof waren einige Äste von den Bäumen abgebrochen, die wurden vom Friedhofswärter entsorgt.
Mit der Bohrung eines Brunnen auf dem Friedhof hatten wir kein Glück, trotz einer Anwesenheit von 3 Wochen an Ort und Stelle. Der Brunnen war gebohrt aber er brachte nur wenig und schmutziges Wasser, nach etwa zehn mal pumpen hat er immer ausgesetzt. In einem Gespräch mit Hr. Bankos über die Fertigstellung des Brunnens, sagte er, dass er uns kein Wasser bringen kann. Somit entstanden für die HOG Lenauheim keine Kosten durch diesen Auftrag. Es wurde beschlossen im Frühjahr 2005, wenn noch nötig, einen anderen Handwerker zu suchen und von neuem zu starten.
Archiv "Schwoweblatt"
Das gern gelesene Archiv des "Schwoweblatt" können sie sich unter nachfolgendem Link ansehen! Hier geht es zum Archiv des "Schwoweblatt"
Kommunalwahlen 2004 in Lenauheim
In Rumänien stand der 6. Juni 2004 ganz im Zeichen der Kommunalwahlen. Es wurden laut Medien, Wahlveranstaltungen von allen Parteien durchgeführt. Man machte es wie in der westlichen Welt, man will zeigen dass man demokratisch ist und das freut die Menschen, dass es nach 14 Jahren wieder einen demokratischen Weg geben soll.
In der Gemeinde Lenauheim traten sieben Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters und 101 Kandidaten für die 15 Sitze im Gemeinderat, aus neun Parteien an.
Die Wähler haben am 6. Juni 2004 in der Gemeinde Lenauheim, die sich aus den Orten Bogarosch, Grabatz und Lenauheim zusammensetzt, für folgende Parteien entschieden: die Liberalen (PNL) erlangten 3 Sitze, die Demokratische Partei (PD) 2 Sitze, die Partei der Sozialdemokratischen Romas in Rumänien 1 Sitz, die Volkspartei 1 Sitz, die Großrumänien Partei (PRM) 2 Sitze und die Sozialdemokratische Partei (PSD) 6 Sitze.
Um das Amt des Bürgermeisters standen in Lenauheim Amtsinhaber Alinel Ioan Narita von der PSD und der Kandidat der National-Liberalen Partei (PNL) Lucian Sburlea, Ex-Vizebürgermeister in der Stichwahl gegenüber. Die Wähler der Gemeinde Lenauheim entschieden sich am 20. Juni 2004 für den Amtsinhaber Alinel Ioan Narita. Der gebürtige Siebenbürger aus Cimpeni, Jahrgang 1964, verheiratet mit einer Lenauheimerin, ist von Beruf Mechanikingeneure. Er erlangte sein drittes Mandat als Bürgermeister in dem Geburtsort von Nikolaus Lenau. Dem einstigen Csatad, das vor 237 Jahren von unseren aus deutschen Landen angesiedelten Ahnen in kleinen Schritten aufgebaut wurde.
Seitens der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim einen herzlichen Glückwunsch an Herrn Alinel Ioan Narita, zur Wiederwahl zum Bürgermeister von Lenauheim. Alle Ergebnisse für die Gemeinde finden Sie hier gesammelt als Grafik.
Wir hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Bürgermeisteramt Lenauheim und der HOG Lenauheim in Deutschland.
Da die Vorbereitungen schon seit langem liefen, konnte man dem 13. September gelassen entgegen sehen. Der Tag an dem unser 10. Lenauheimer Heimattreffen stattfand. In der Banater Post, in den Badischen Neuesten Nachrichten, per Internet und nicht zuletzt über die Lenauheimer Landsleute selbst wurde die Nachricht der Veranstaltung beispielhaft verbreitet. Das Treffen sollte auch seiner Werbung gerecht werden, das Wetter stimmte und trug zur guten Stimmung der Menschen bei.
Das konnte man bei dem Fußballspiel der Jungen und Junggebliebenen feststellen. Unser Sportreferent Peter Taugner hat Mannschaften gebildet und das Spiel mit starker Hand geleitet. Es spielten die Lenauheimer aus Villingen-Schwenningen gegen eine Mannschaft Lenauheimer aus dem ganzen Bundesgebiet. Das Spiel war sportlich, alle hatten ihre helle Freude daran und die Villingen-Schwenninger trugen den Sieg mit 6:5 davon. Die Mannschaft siegte schon mehrmals bei unseren Turnieren, sie sind schon ein fester Bestandteil unserer Heimatortsgemeinschaft. Beiden Mannschaften muss man Respekt zollen, für die dargebrachte sportliche Leistungen.
Nachmittags um 14 Uhr war es nun soweit, die Sängerhalle in Knielingen öffnete ihre Tore für unsere Lenauheimer Landslaute und ihre Freunde. Der Vorstand hattte die Vorbereitungen getroffen. Das Heimatblatt, unter der Redaktion von Jürgen Griebel, lag im Eingangsbereich vor und wartete auf die Leser. Die 3. Ausgabe mit 52 Seiten ist für jeden mittlerweile ein Muss und wird zu jedem Treffen mit Spannung erwartet. Auf der Bühne war ein Altar gestaltet, in dessen Umfeld die Marienfahne aus der alten Heimat, ein wunderbares Holzmodell der Lenauheimer Kirche, gebaut von Johann Menser, und eine Holzplattenbemalung mit der Aufschrift 10. Lenaueimer Heimattreffen, gestaltet von Ewald Weyer, platziert waren. Vikar Robert Dürbach fand einen vollen und mit Spannung wartender Saal mit Menschen vor. Es herrschte eine musterhafte Stille während der Zelebration der Heiligen Messe. Vikar Dürbach ging auf die Verbundenheit mit der alten Heimat ein, auf Lenauheim, wo er des öfteren seine seelsorgerische Aufgabe wahrnahm. Ein Symbol für diese Verbundenheit soll auch die Marienfahne sein, die er mit dieser Gelegenheit weihte, die in Zukunft die Verbindung der Lenauheimer Landsleute in der Welt sein soll. Herzergreifend waren die Worte des Vikars Dürbach wofür wir uns herzlich bedanken.
Mit der Hymne der Banater Schwaben begann der offizielle Teil der Veranstaltung.
Es folgte die Begrüßung der Gäste und Ehrengäste, durch den Vorsitzenden der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Herrn Werner Griebel. Er konnte besondere Ehrengäste begrüßen: den Bürgermeister der Gemeinde Lenauheim, Herrn Alinel Narita, ein Gönner und Freund unserer Heimatortsgemeinschaft. Er hat auf Einladung des Vorstandes den weiten Weg eigens für unser Fest in Kauf genommen. Den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben Richard S. Jäger, den Obmann der Südsteirischen Rumänienhilfe e.V., Träger des "Styrian Award for Humanity 2003", ein Gönner der heutigen Lenauheimer, den Kreisvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben Karlsruhe und Vorsitzenden der HOG Billed Werner Gilde, mit Gattin.
Im Anschluss brachte der Vorsitzende Werner Griebel einen Rechenschaftsbericht für die verflossenen zwei Jahre vor. Er dankte für das dargebrachte Vertrauen seitens der Landsleute, für die eingegangenen Spenden die zur Instandhaltung des Heimatfriedhofes in Lenauheim verwendet werden. Die Internetpräsenz der Lenauheimer HOG, die Organisation des Lenaufestes 2002 und die Besorgung der Daten für die Erstellung eines Lenauheimer Familienbuches waren einige der angesprochenen Themen.
Anschließend wurde das Wort dem Lenauheimer Bürgermeister Alinel Narita erteilt. Er bedankte sich für die Einladung, schilderte Einiges aus der alten Heimat und machte allen eine Einladung, immer wieder Lenauheim zu besuchen.
Der Stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben Herrn Richard S. Jäger machte in seiner Ansprache Streifzüge durch alle Bereiche der Landsmannschaftlichen Sachgebiete. Er war mit manchen Aussagen kritisch was die Menschen positiv, gezollt mit Applaus, aufnahmen.
Den Bericht über Kassenvorgänge und die Kassenprüfung wurde durch Herrn Michael Fuchs vorgenommen, der auch den Vorstand somit entlastete. Die Altersehrungen für die ältesten Teilnehmer an unserem Jubiläumstreffen wurde ebenfalls von Herrn Fuchs vorgenommen. Die Totenehrung unserer Verstorbenen der letzten zwei Jahre brachte Herrn Christian Mühlberger vor. Mit der Ehrung der Fußballspieler durch Herrn Peter Taugner wurde der ofizielle Teil beendet. Die Landsleute sangen zusammen die Deutsche Hymne.
Im Anschluss folgte die Kindertanzgruppe der Banater Schwaben aus Karlsruhe mit schönen Volkstänzen in Schwäbischer Tracht. Die Kleinen, unter der Leitung von Elwine und Ewald Muth, gaben sich viel Mühe und konnten das Publikum begeistern. Zu Ehren des Hundersten Geburtstages von Annie Schmidt-Endres, der im Dezember ist, trug Riane Taugner das Gedicht "Akazieblädder" vor. Der Männerchor der Banater Schwaben aus Karlsruhe, unter der Leitung von Helmut Peter Meinhardt sangen vier Melodien, darunter auch, "Ei Gretche" von Annie Schmidt-Endres. Zum Schluss des Kulturprogrammes trat die Senioren-Tanzgruppe der Banater Schwaben aus Karlsruhe, unter der Leitung von Adelheid Müller und Werner Gilde, in Schwäbischer Tracht auf. Sie begeisterten das Publikum, tanzten schwungvoll und brachten eine gute Stimmung in den Saal. Es sollte mit guter Stimmung weiter gehen. Walter Griebel, der schon in der Heiligen Messe die Orgel spielte, begann nun mit seinen drei Musikfreunden den unterhaltsamen Teil des Abends. Die zahlreich erschienene Jugend, aber nicht nur sie, haben diese Gelegenheit genutzt um mal wieder wie in der alten Heimat, unter Landsleuten zu tanzen.
Feste feiern und sich zu unterhalten ist schön, deswegen möchten wir uns auf diesem Wege bei allen Vorstandsmitglieder, ihren Familien und insbesondere bei Herrn Hans Taugner, für seine Mühe an Ort und Stelle herzlichst bedanken. Desgleichen einen Dank an alle Ehrengäste, an alle Mitveranstalter und alle Landsleute die den Weg nach Karlsruhe in Kauf genommen haben. Und wir hoffen auf die Mitarbeit unserer Landsleute, damit wir in Zukunft die Heimattreffen weiterhin so gestalten können. Für weitere Fotos und Filmmitschnitte des 10. Heimattreffens klicken Sie hier! Auf ein Wiedersehen im Jahre 2005!
Am Freitag, dem 12. September, wurde unser Heimattreffen auch in der BNN angeküdigt. |
Am Montag, dem 15. September, wurde in der Zeitung "Badische Neuste Nachrichten (BNN) - Ausgabe Karlsruhe Stadt" ein Bericht über unser Heimattreffen veröffentlicht. |
Desgleichen erschien wie beim letzten Heimattreffen das neueste Lenauheimer Heimatblatt 2003 für unsere Landsleute. Jeder Beitrag und jede Mitarbeit ist für die kommenden Hefte herzlich willkommen. Ob Fotos oder Texte, senden Sie ihr Material entweder an hog@lenauheim.de oder per Post an Jürgen Griebel.
Sehen Sie sich die Heimatblätter der vergangenen Jahre als PDF-Datei online an.
Am 29. und 30. Mai fand in Ulm der traditionelle Heimattag der Banater Schwaben in Ulm statt. An dieser größten Veranstaltung der Landsmannschaft nahmen in diesem Jahr über 8000 Landsleute teil. Sie kamen aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich, Rumänien, den USA und aus verschiedenen anderen europäischen Ländern. Das Veranstaltungsprogramm war auch diesmal so konzipiert, dass es einen je größeren Besucherkreis erreicht. Schwerpunkte lagen in den Bereichen Kultur, Vereinspolitik, Sport und Unterhaltung. Der Heimattag stand unter dem Motto: "Banater Schwaben – gestern – heute – morgen"
Am Sonntag wurde mit einem Festgottesdienst in der Donauhalle auch in diesem Jahr das große Begegnungsfest an Pfingsten eingeleitet. Musikalisch mitgestaltet wurde die Messe vom Banater Chor aus Waldkraiburg. Bei der Fahnenabordnung, die den Festgottesdienst umrahmte, war in diesem Jahr erstmals auch die Marien-Fahne aus Lenauheim durch ihre Träger Johann Taugner aus Karlsruhe und Werner Griebel aus Mannheim vertreten.
Viele Lenauheimer Landsleute waren bei diesem Heimattag in der Halle 1 an den Tischen anzutreffen. Bei Blasmusik wurden Bekannte, Verwandte und ehemalige Nachbarn getroffen und viel erzählt. Einen weiteren Bericht und Bilder können Sie auf den Seiten der Lanndsmannschaft der Banater Schwaben hier finden.
Weitere Berichte der Veranstaltung werden auf diesen Seite bereitgestellt:
- Die Worte des Innenstaatssekretärs Heribert Rech zum Heimattag 2004 können Sie hier nachlesen.
- Der SWR berichtete ebenso in seinen Nachrichtensendungen und im Internet unter http://www.swr.de/.
Wie vor einiger Zeit hier an dieser Stelle angekündigt, wurde für Renovierungsarbeiten auf dem Friedhof österreichische Sponsoren gewonnen.
Sie beteiligten sich mit einer beträchtlichen Summe an den Arbeiten, die im Auftrag der HOG Lenauheim und in Abstimmung mit dem zuständgen Pfarrer geleistet wurden. Mit diesem Geld wurde die Friedhofkapelle im Außenbereich neu verputzt und mit Terazit bespritzt, desgleichen auch das Kreuz im Mittelweg renoviert. Wir danken für die finanzielle Unterstützung und denken durch diese Arbeit einen Dienst zum weiteren Fortbestand und Erhalt des schwäbischen Andenkens geleistet zu haben.
Unterstützen auch Sie unsere Vorhaben und spenden auf das Konto der HOG Lenauheim / Johann Taugner mit der Konto-Nummer 901768 bei der Volksbank Karlsruhe (Bankleitzahl 661.900.00)
Am 1. Mai, wie über diese Seite im Vorfeld angekündigt, fand in Nürnberg die Jahrestagung des Vorstandes der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim in Deutschland statt. Für die gute Aufnahme seitens der Familie Riane und Peter Taugner, auch an dieser Stelle, einen herzlichen Dank. Alle Mitglieder bis auf eines, wegen eines Krankeitsfalles, nahmen den Weg auf sich um die Belangen unserer Gemeinschaft zu besprechen und um notwendige Entscheidungen zu treffen. Es kamen unter anderem der Verlauf des Heimattreffens 2003 in Karlsruhe zur Sprache. Des weiteren wurde das Thema Lenauheimer Friedhof besprochen. Auf Verlangen mehrerer Landsleute und auf Beschluss des Vorstandes der HOG Lenauheim wurde am Lenauheimer Friedhof die Umzäunung am Südrand und die Hälfte vom Ostrand erneuert und 25 Stück Betonpfosten eingepflanzt. Die Unkosten wurden aus Spendengelder der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim bezahlt. Leider hat man nicht immer Glück bei Wohltätigkeiten, so auch in unserem Fall. Unbekannte haben am 2. auf 3. April und am 29 auf 30. April, jedes Mal ca. 15 Meter Maschendrahtzaun entwendet. Die Polizei ist bemüht die Übeltäter zu suchen, hoffen wir doch, dass sie auch fündig werden.
Der Vorstand möchte nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass einzelne Grabstätten nicht vom Friedhofspfleger umsorgt werden. Die erbrachten Spenden dienen zur allgemeinen Pflege, also von Wegen, freien Grabstellen und Soldatengräber des Friedhofes.
Für die Instandhaltung des Friedhofes konnte der HOG Vorsitzende, österreichische Sponsoren gewinnen. Sie beteiligen sich mit einer beträchtlichen Summe an unseren Vorhaben. Mit diesem Geld wurde die Friedhofkapelle im Außenbereich zum Teil neu verputzt und mit Terazit bespritzt, desgleichen auch das Kreuz im Mittelweg renoviert.
Der großen Dürre wegen vom letzten Jahr, bei einer Wiederholung entgegenzukommen, soll ein Brunnen in der Nähe des Glockenstuhles gebohrt werden, ein vergelt`s Gott dafür den Sponsoren und allen Landsleuten für die eingegangenen Spenden.
Lenauheim betreffend lagen dem Vorstand zwei Schreiben vor. Nach Überprüfung und Besprechung mussten wir feststellen, dass diese Angelegenheiten nicht in den Kompetenzbereich der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim fallen.
Die Organisation des Lenauheimer Fußballturniers am 4. September 2004 in Landshut wurde ebenso besprochen. Dazu laden wir nochmals alle Lenauheimer sowie ihre Fußballfreunde recht herzlich ein.
Im Jahre 2005 feiern wir 20 Jahre HOG Lenauheim in Deutschland und dies im Rahmen unseres Heimattreffens am 24. September 2005 in Königsbrunn/Augsburg. Zu dieser Gelegenheit soll wieder ein Heimatblatt erscheinen. Hierzu sind alle Lenauheimer oder auch solche die zeitweise in Lenauheim lebten oder wirkten, um Zusendung von Material an die HOG aufgefordert.
Die Erstellung eines Csatader/Lenauheimer Familienbuches hat die HOG sich schon seit längerem zur Aufgabe gemacht. Es wurde über die Einnahme von Informationen und Daten für die Erstellung eines Familienbuches beraten und mögliche Vorgangsweisen besprochen.
Der Vorstand stellte fest, dass in letzter Zeit die Zahl der Landsleute bei dem Heimattreffen leicht zugenommen hat, entgegen dem Trend in der Landsmannschaft. Deswegen ein erneuter Aufruf von unserer Seite, an alle Lenauheimer Landsleute, an unsere Freunde, an jung und alt, macht bitte alle mit, die Erinnerungen zu bewahren. Dies ist ein Brunnen aus dem wir unsere Kraft schöpfen können, dem Stress des Alltages zu entfliehen.
Am 27. und 28. März 2004 war es wieder mal so weit, dass die Landsmannschaft der Banater Schwaben, die HOG Vorsitzenden oder ihre Vertreter zu der Jahrestagung nach Frankenthal eingeladen hat. Für diese Tagung hat jeder genügend vom ganzen Jahr an Diskussionsmaterial aufgesammelt. Deswegen ist es von Wichtigkeit das seitens der Landsmannschaft ein Tagungsprogramm erstellt wird. Nach diesem sollte auch der Ablauf der Tagung stattfinden. Das Haus der Donauschwaben in Frankenthal unterstützt von vielen unserer Banater Landsleuten, an der Spitze mit Hans Leitenborn, hatte sich sehr gut vorbereitet. So wie die Gäste eintrafen konnten sie schon ein gutes Mittagessen einnehmen. Nach dem Essen ging es in gewohnter Form los. Begrüßung der Gäste und Teilnehmer dem eine Totenehrung folgte. Der Chor der Donaudeutschen LM Frankenthal präsentierte sich mit schönen und mitreißenden Volksliedern am Akkordeon, begleitet von Herrn Eisele. Der Bundesvorsitzende Bernhard Krastl ergriff das Wort und erläuterte über die Grundsätze unserer landsmannschaftlichen Arbeit, unterbreitete eine Rückschau und sprach über die Perspektiven unserer Gruppe. Zugegen war auch der Bürgermeister der Stadt Frankenthal, Herr Gerke, der nur lobende Worte über die Banater Schwaben aussprach und nicht versäumte seine Stadt den Gästen vorzustellen.
Dieses Jahr versuchten die Organisatoren in Gruppenarbeit die verschiedene Schwerpunkte zu besprechen. Für das erste Mal, ist dieses System zufriedenstellend bei den Mitwirkenden angekommen. Die Gruppen behandelten vier Themen: Gemeinschaftsleben heute, Aufbewahren und Erhalten, Verbandsleben und Beziehung zur alten Heimat. Der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim hat sich für das Thema "Aufbewahren und Erhalten" entschieden. Bei diesem Thema kam unter anderem auch die Erstellung von Familienbücher zu Wort. Das ist nämlich einer unserer Schwerpunkte, die sich die HOG Lenauheim als Ziel gesetzt hat. Wir hoffen in der Arbeit mit den Tipps und Auskünften weiter voran zu kommen, zu dem Lenauheimer Familienbuch.
Vor der Kaffee- und Kuchenpause mit leckerem Eigengebäck wurde die Malereiausstellung des Künstlers Helmuth Petendra ein Banater Landsmann aus Traunau eröffnet. Der ganze Raum war mit Exponaten bestückt, man konnte die Augen richtig weiden lassen. Die meisten Bilder stellten heimatliche Motive dar, was dieser Tagung einen schönen Rahmen gab.
Nach der Pause nahm jede Gruppe Stellung durch einen Sprecher, der die Meinungen und Anregungen jeder Gruppe den Teilnehmern zum Ausdruck brachte. Naturgemäß folgten allgemeine Diskussionen über alles was die Teilnehmer auf der Seele hatten.
Zum Abendessen wurden Saumagen, Bratwurst und Sauerkraut serviert, natürlich gab es auch für jeden Geschmack etwas zu trinken. Die Musik sollte bei geselligen Menschen nicht fehlen so trat eine Zwei (Mann-Frau) Band auf und brachte gute Laune unter das Volk. Einige juckte es so sehr das sie auch ein Tänzchen machten was die Stimmung im Saal wachsen lies.
Nach einer kurzen Nacht ging es am Sonntag morgen weiter mit der Wahl des Sprechers der HOG`s im Bundesvorstand, zu dem unser Hatzfelder Landsmann Josef Koch gewählt wurde. Anschließend fand die Delegiertenwahl zu der Bundesversammlung im Februar 2005 statt. Als Delegierter wurde auch der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim gewählt.
Der Heimattag der Banater Schwaben war das nächste Thema, die Organisation, Präsentation, Kulturveranstaltungen, Sportveranstaltungen und die große Kundgebung sowie der Gottesdienst und am Nachmittag die Musikpräsentationen wurden erläutert sowie auf verschiedene Schwerpunkte hingewiesen.
Als vorletzter Punkt folgten die Aussprachen der HOG-Vorsitzenden, die sehr angeregt aber im Rahmen der Fairness verlief. Es wurden Themen die uns alle bedrücken wie Heimatfriedhöfe, Heimatkirchen, Denkmalpflege, Matrikelbücher und vieles mehr angesprochen.
Die Schlussworte wurden von Bernhard Krastl, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben, in der Hoffnung das wir uns nächstes Jahr wieder in Frankenthal treffen, mit den besten Wünschen für die Heimfahrt dargebracht.
Ein Besuch in der alten Heimat hat wie alles im Leben eine gute und eine nicht so gute Seite. Die gute Seite ist wieder mal in der Heimat zu sein, bekannte Menschen, vertraute Häuser, die Heimatkirche, den Friedhof und vieles mehr zu sehen. Die nicht so gute Seite ist darüber nachzudenken wie kann es weiter gehen, wie soll unser Heimatort die Zukunft bewältigen. Was für eine Zukunft gibt es für unseren Heimatort? Wer wird die Zukunft unseres Heimatortes gestalten? Wie viel Anteil dürfen wir, die Lenauheimer Landsleute in Deutschland, daran haben oder müssen daran haben? Es ist gar nicht so einfach! Einige meinen: "Abbrechen mit dem Ganzen!". Die Mehrheit jedoch, unterstützt uns finanziell so wie auch moralisch, um wenigstens die Friedhofspflege und einige andere Sachen nicht verkommen zu lassen. Zur Zeit bemüht sich die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim in Deutschland einiges im guten Sinne zu bewegen. Die Friedhofspflege wurde für ein weiteres Jahr (2004), von der HOG Lenauheim, an den bisherigen Pfleger übertragen, für dies er seitens der HOG, aus Spendengelder eine monatliche Entlohnung erhält. Es wurden bei einem gemeinsamen Rundgang, Vorstellungen ausgesprochen wie die Pflege im Einzelnen durchzuführen ist und es wurde Unkrautvertilgungsmittel dem Pfleger überreicht. Ein anderes Thema in Bezug auf den Friedhof ist die Umzäunung an der Südseite und die Hälfte der Ostseite bis in Höhe der Friedhofskapelle. Der bisherige Maschendrahtzaun, aus schwarzem Draht, war fast zur Gänze verrostet und zum Teil zerrissen. Der Schutz vor den Tieren von der angrenzenden Hutweide ist nicht mehr gewährleistet. Die Tiere dringen ein und verwüsten die Gräber unserer Ahnen. Um das zu verhindern habe ich an Ort und Stelle die Entscheidung getroffen, in Rücksprache mit dem Vorstand, einen neuen Maschendrahtzaun errichten zu lassen. Ich habe 220 m verzinkten Maschendrahtzaun besorgt, sowie einen Handwerker der die Arbeit durchführt. Es werden noch ca. 25 Pfosten besorgt um die fehlenden an der Ostseite zu ersetzen, dann kann das Thema Friedhofzaun zu Beginn des Frühjahres und dem Erscheinen der Tiere auf der Hutweide ad acta gelegt werden.
Im Herbst wurde ich auf die Trockenheit des letzten Jahres und Errichtung eines Brunnens auf dem Lenauheimer Friedhof von unseren Landsleuten in Deutschland angesprochen. Es wäre dringend nötig einen Brunnen, für das Gießen der Grünpflanzen auf den Gräber, zu haben. Bei meinem Besuch in Lenauheim habe ich ein Angebot eingenommen und auch schon einen möglichen Sponsor ausfindig gemacht, bin guter Hoffnung das diese Angelegenheit mit dem Eintreten eines günstigeren Wetters umgesetzt werden kann. Eines macht mir aber Sorgen, wenn dieser Brunnen willkürlich beschädigt wird und vielleicht auch noch Wiederholungstaten folgen, ob das die Mühe und Arbeit rechtfertigt?
Obengenannte Tätigkeiten in Bezug auf den Lenauheimer Friedhof sind ordnungsgemäß mit dem zuständigen Pfarrer und der Diözese Temeswar abgestimmt und genehmigt.
Unsere Heimatkirche wird mit Beginn dieses Jahres, allein vom zuständigen Filial-Pfarrer verwaltet. In seiner Anwesenheit, sowie in Anwesenheit des Bürgermeisters und des Vorsitzenden der HOG Lenauheim und des Messners wurde eine Einigung für das Jahr 2004 zur Pflege unserer Heimatkirche getroffen. Der Bürgermeister hat sich auch bereit erklärt bei eventuellen Problemen behilflich zu sein. Er hat auch letzten Herbst an dem Dach die fehlenden Dachziegel ersetzen lassen, an der Südseite einen Teil der Regenwasserrinnen austauschen lassen und die Zuleitung für den elektrischen Strom, da Feuergefahr bestand, erneuern lassen. Das alles für ein "Vergelt`s Gott"!
In einem Gespräch mit dem Bürgermeister in Bezug auf die Tätigkeiten in der Gemeinde Lenauheim schilderte er mir gegenüber, für unsere Landsleute in Deutschland unter anderem folgendes: Er bedankte sich für die Einladung zum 10. Heimattreffen 2003 in Karlsruhe und die gute Aufnahme bei den Lenauheimer. Er war beeindruckt von den vielen spontanen Gesprächen mit gewesenen Lenauheimer und hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim.
Die Renovierungsarbeiten am Lenau- und Heimatmuseum sowie am Denkmal, durch Gelder vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung über das Haus des Deutschen Ostens in München und der Gemeinde Lenauheim getragen, vermittelt durch die Landsmannschaft der Banater Schwaben, Landesverband Bayern in Zusammenarbeit mit der HOG Lenauheim, sind großteils abgeschlossen. Das Gebäude steht in voller Pracht und erwartet die Besucher. Letztes Jahr sind diese zahlreich erschienen und konnten sich von der Neugestaltung des Museums überzeugen. Desgleichen wird die Kirche, das Lenaudenkmal, der Friedhof und der Ort selbst bei solchen Gelegenheiten besucht. Der Garten und Vorgarten des Museums werden dieses Jahr angelegt, einige Räume im Erdgeschoss sind noch ihrer Bestimmung zu übergeben. Zwei normgerechte Toiletten, nach aktuellem Stand der Technik, wurden schon in Funktion gesetzt.
Es tut sich überall wo man hinsieht etwas, durch die Arbeitsleistungen der Sozialhilfeempfänger hat sich das Straßenbild im positiven Sinne auffallend verändert, also es geht doch. In der Gemeinde Lenauheim leben 110 Familien, die nach dem Mindesteinkommengesetz, in Frage kommen. Sie werden zu 90% durch Regierungsgelder und zu 10% von Gelder aus den Gemeindeeinnahmen unterstützt.
In Lenauheim werden auf Ansuchen des Bürgermeisteramtes zwei Einrichtungen durch Gelder, von der Weltbank, über laufende Projekte in Rumänien finanziert. Eine Rechtsberatungsstelle auf der Hauptgasse, da werden zwei Rechtsanwältinnen täglich den Bürger der Gemeinde Lenauheim zur Verfügung stehen um sie in allen rechtlichen Fragen kostenlos zu beraten. Durch diese Rechtsberatungen können sich die Bürger an weitere Stellen wenden um ihre Probleme gezielt zu klären. Weitere Informationen dazu, finden Sie hier. In der Wertsgass wird ein Zentrum für Problem-Kinder eröffnet. Es ist ein Projekt das über 8 Monate läuft, gedacht für 12 Kinder im Alter von 1-5 Jahren, aus der Gemeinde Lenauheim. Diese werden von einem 12 köpfigen Tages- und Halbtags-Team betreut. Zu diesen zwei Neueinrichtungen sehen Sie zwei Fotos neben an.
Der Gemeindeweg Lenauheim - Großjetscha wird dieses Jahr in Angriff genommen, es sind Gelder für 2 km Straßenbau genehmigt. Desgleichen wurden aus Regierungsgelder der Weg von Bogarosch nach Uihel (Neusiedel) gebaut. In Grabatz wurden drei Brunnen über 100 m gebohrt sowie in Bogarosch mit dem Einsatz der Bürger vier Brunnen von 50 - 70 m Tiefe.
Für Bogarosch ist ein Projekt über SAPAR sowie über das Bundeskanzleramt Österreich zum Bau einer Wasserversorgungsanlage in Arbeit, die Umsetzung soll in diesem Jahr beginnen. In Lenauheim ist ein Wasserversorgungsrohrnetz über 16,3 km aufgebaut, drei kleine Gässchen am Rande des Ortes müssen noch mit Rohren versorgt werden, was aber schon für dieses Jahr vorgesehen ist. Zur Zeit erfreuen sich 239 Lenauheimer Haushalte eines Anschlusses an das Wasserversorgungsnetz und sobald das Wetter es erlaubt werden die über 100 Anträge der Bürger für einen Anschluss folge geleistet. Das Wasser ist von guter Qualität und das System funktioniert einwandfrei nicht zuletzt, Dank der Südsteirischen Rumänienhilfe.
Die Schule in Lenauheim wurde mit 23 PC aus Österreich über die Südsteirische Rumänienhilfe sowie die Grabatzer Schule von Herrn Christian Dragomir aus Erlangen mit 16 PC für die Weiterbildung der Schüler ausgestattet. In der Bogaroscher Schule wurde seitens der Gemeinde, ein neuer Heizkessel eingebaut. In Lenauheim und Bogarosch gibt es schon seit längerem ein Kabelfernsehsystem, in Grabatz wird es dieses Jahr eingeführt.
Lenauheim ist eine der ersten drei Gemeinden in Rumänien, die als ersten die Feldrückgabe zum Abschluss brachten. Die Titel (Eigentumsurkunde) wurden auch an alle Neueigentümer ausgehändigt. Die Flächen wurden 2003 fast zu 100 % verarbeitet, nicht zuletzt wegen eines Unterstützungsprogramms seitens der Regierung an die Bauern. Es liefen mehrere Regierungsprogramme zum Ankauf von Maschinen und Geräte zu einem Einkaufpreis von 55% des realen Preises sowie mit einigen Ermäßigungen bei dem Saatgut. Die Gemeinde Lenauheim hat eine Ackerfläche von 10.087 ha davon waren letztes Jahr 4.300 ha mit Weizen und 5.027 ha mit Mais bebaut. Die Ernten waren zufriedenstellend, was man von den Preisen für das Getreide nicht behaupten kann. Zum Schluss die erfreulichste Nachricht für 2003, der Anschluss an das internationale Telefonsystem, es geschah nach langem Hin und Her am 20. Oktober 2003. Somit fand Lenauheim, wenn auch nur durch das Telefon, den Anschluss an Europa und die ganze Welt durch direkte Wahl.
Es ist ein Zeichen dafür, dass die Landsleute sich sehen wollen! Denn sonst würden nicht stetig Klassentreffen der verschiedensten Jahrgänge immer wieder solch einen Anklang finden. Gedanken aus zu tauschen und nicht zuletzt von der alten Heimat zu erzählen ist der Grund des Wiedersehens. In der neuen Heimat ist man längst intergriert, aber der Zusammenhalt der vergangenen Schultage wird immer bestehen bleiben. So auch der Jahrgang 1958, der sich zum 30. Jahrestag des Schulabschlusses der Allgemeinschule Lenauheim, in Fürth/Bay. am 21.06.2003 traf. Helmuth Follmer stellte uns freundlicherweise nebenstehendes Gruppenfoto von dieser Zusammenkunft zur Verfügung. So können vielleicht diejenigen die nicht an diesem Treffen vor Ort waren auch die Teilnehmer(innen) sehen und wir geben anderen Jahrgängen einen Ansporn sich auch mal wieder zu treffen.
An Allerseelen fand eine Totengedenkfeier auf dem Mannheimer Hauptfriedhof bei der Banater Gedenkstätte statt. Direkt beim Haupteingang des Hauptfriedhofes versammelten sich zahlreiche Banater Landsleute um 15 Uhr zum Beginn der Feier.
Die Feier wurde durch verschiedene Lesungen, eine kurze Ansprachen und Fürbitten für die Verstorbenen geprägt. Eine Kranzniederlegung des Vorsitzenden des KV Mannheim fand ebenso statt. Musikalisch wurde die Feier vom Banater Seniorenchor und der Banater Musikkapelle (Johann Schneemann) umrahmt. Die Fahnenabordnungen der HOG Neupanat sowie die der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, vertreten durch Werner Griebel und Hans Taugner (siehe Foto rechts), umrahmten den feierlichen Anlass würdig.
Seit dem 20. Oktober 2003 ist eine direkte Telefon-Anwahlmöglichkeit nach Lenauheim gegeben. Die Abonnenten bekamen in den vergangenen Tagen ihre neue Nummer durch "Romtelecom" zugestellt. Das Verfahren, über die Vermittlung in Detta, wurde durch eine digitale Schaltzentrale ersetzt. (Foto rechts)
Für ein Telefongespräch von Deutschland nach Lenauheim ist ab sofort dieses Muster der Telefonnummer massgeblich:
0040 - 256 - 381 XXX |
(XXX = stellt die Nummer des Abonennten dar). Die alten dreistelligen "Dorfinternen" Nummern verloren ihre Gültigkeit und wurden nicht in die neue Nummer integriert.
Die aktuellen Telefonnummern aus Lenauheim werden auf diesen Seiten bereitgestellt:
- http://www.whitepages.ro/
Über unseren Heimatort Lenauheim konnte man schon viele Berichte in der geschriebenen Presse lesen, im Rundfunk hören oder auf den Bildschirmen sehen. Ein Ort der nicht nur durch Nikolaus Lenau in die Medien kam, sondern auch durch seine wackeren Bürger und ihre Leistungen in der 236 Jahre langen Geschichte dieser Heidegemeinde. Nach der Wende von 1989 wollte es das Schicksal, dass ich mit einer Gruppe Steirer Bekanntschaft schloss, sie mit nach Lenauheim nahm und diese bis auf den heutigen Tag, wie am Ersten funktioniert.
Diese Gruppe nannte sich im Laufe der Zeit "Südsteirische Rumänienhilfe" und wurde ein eingetragener Verein mit heute etwa 700 Mitgliedern, die gleichzeitig Unterstützer und Gönner dieses Vereines sind. Mit ihrem Obmann Helmut Kahr ist der Verein nun schon seit 14 Jahren in Lenauheim aktiv. Es wurden am Anfang Hilfspakete an die Menschen verteilt, das Gemeindeambulatorium saniert, in der Schule Heizöfen ausgetauscht sowie Wasserrohre eingezogen und dann ging es an ein großes Projekt. Eine Wasserversorgungsanlage für Lenauheim. Dies alles sind zeitraubende Tätigkeiten, wenn man bedenkt dass die ersten sogar selbst von Mitglieder der "Südsteirischen Rumänienhilfe e.V." durchgeführt wurden. Dies sind in aller Kürze Leistungen die Menschen aus Europa für Menschen in Europa geleistet haben. Meistens in aller Stille in Zusammenarbeit mit Lenauheimer Bürger und dem Bürgermeisteramt in Lenauheim.
Irgendwann kommt immer der Moment der Belohnung oder Ehrung der Guten Taten, der Hilfsbereitschaft für die Bedürftigen Menschen und Orte. Am Freitag 28. März 2003 war es dann so weit. Der Ort war die Stadthalle in der Kulturhauptstadt 2003 Graz, der Anlass war der "Tag der Jugend" wo tausend junge Menschen aus Europa beim Dialog waren. Unter diesen war auch eine Gruppe Jugendliche aus unserem Heimatort Lenauheim, der Partnergemeinde von Mureck. Bei diesem Dialog über Europa konnte Landeshauptmann Waltraud Klasnic unter vielen Ehrengästen den Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Michael Gorbatschow begrüßen, wo auch 6 "Stille Engel" ausgezeichnet wurden. Einer von den sechs war unser Langjähriger Freund und Gönner von Lenauheim, der Obmann der "Südsteirischen Rumänienhilfe e.V.". Er erhielt aus den Händen des Friedensnobelpreis-Inhabers Gorbatschow den "Styrian Award for Humanity". Eine Auszeichnung für Menschen die sich für Hilfsprojekte zur Selbsthilfe in hohem Maße eingesetzt haben, wozu sich Herr Kahr ganz selbstlos äußerte: "Nicht ich persönlich wurde ausgezeichnet, diese Auszeichnung erhielt ich als Obmann der Südsteirischen Rumänienhilfe, als Anerkennung für die großen Leistungen, die von dieser erbracht wurden. Ich möchte auch allen Spender und Mitarbeiter für das bisher Geleistete danken und bitten, weiterhin mit Spenden und Mitarbeit unsere Rumänienhilfe zu unterstützen. Es gibt noch sehr viel zu tun."
Seitens der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim in Deutschland wollen wir unseren Dank und Glückwunsch für diese hohe Auszeichnung an den Verein sowie an den Obmann aussprechen. Wir wünschen uns weiterhin eine gute Zusammenarbeit zwischen Mureck, unserem Heimatort Lenauheim und der Heimatortsgemeinschaft.
Weitere Berichte und Fotos der Veranstaltung werden auf diesen Seite bereitgestellt:
- http://www.bildpost.at/
Am 10. Mai 2003 ist August Andreas Griebel in Gottes Frieden heimgegangen. Für uns alle ganz unfassbar, hat sein Herz aufgehört zu schlagen.
Er erblickte am 31.07.1928 in Lenauheim das Licht der Welt. Die Grundschule besuchte er in Lenauheim und anschließend das deutsche Knabengymnasium in Hatzfeld. Auch er wurde wie viele andere in seinem Alter, in den zweiten Weltkrieg einbezogen. Dort erlitt er einen Wadenschuss, eine Wunde die für immer blieb. Nach der Rückkehr aus dem Krieg war er in der Landwirtschaft beschäftigt, die ihn dann sein Leben lang begleiten sollte. Über 40 Jahre in der landwirtschaftlichen Staatsfarm von Grabatz, wo er in verschiedenen Funktionen tätig war.
Im Jahre 1989 nach seiner Pensionierung und nach der politischen Wende steckte er sich wieder Ziele für die verbliebene deutsche Gemeinde in Lenauheim. Als Vorsitzender des Kirchenrates bemühte er sich mit anderen Landsleuten, für die Generalüberholung der römisch katholischen Kirche, sowie für die Instandhaltung des Friedhofes in Lenauheim. Bei der Feldrückgabe und in anderen rechtlichen Belangen war er auch stets darum bemüht, dass deutschen Gemeindemitglieder ihre zustehenden Rechte erlangten. Im November 1997 wurde er zum Dank für seine Mühe und für die Vermittlung und das Zustandekommen der Wasserversorgungsanlage Lenauheim, errichtet durch die Südsteirische Rumänienhilfe e.V., zum Ehrenbürger der Gemeinde Lenauheim ernannt. Als Vertrauensmann der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim im Heimatort, für die unermüdlichen Bemühungen und um das Wohl unseres Banater Volksstammes, erhielt August Griebel im Jahre 2002 den Ehrenbrief der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.. In seiner uneigennützigen Art verstand er es immer den Menschen aus der Not ein Ausweg zu zeigen, ihnen Hilfe zu leisten oder zu vermitteln.
Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim trauert um einen verdienstvollen Landsmann. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten, als einen vielseitigen Menschen, dem es immer wichtig war sein Wissen mit anderen zu teilen und denen weiterzugeben.
Der Kreisverband Mannheim der Landsmannschaft der Banater Schwaben hat mal wieder zu seinen schon zur Tradition gewordenen Lesungen eingeladen. Für den 26. April 2003, wie gewohnt im Mannheimer Ruderclub, unweit des Neckars, war unser Lenauheimer Landsmann der Akademiker Helmfried Hockel, wie in der Banater Post mit einer Dichterlesung angekündigt. Zur anberaumten Uhrzeit begann dann auch die Lesung, mit der Bemerkung seitens von Hockl das er nicht wie angekündigt ein Dichter wäre, das war sein Vater Hans Wolfram Hockl. Er sei ein Amateur Schriftsteller und als solcher wolle er auch betrachtet werden. Helmfried Hockl hatte sich dem entsprechend vorbereitet, brachte seine schriftstellerische Arbeiten an das in geringer Anzahl anwesende, aber dennoch dankbare Auditorium herüber.
Seine feinsinnige Beobachtungen, sei es aus Kindheitszeiten oder aus der Gegenwart hat er in kleinlichster Form niedergeschrieben und bringt sie auch so an den Hörer. Er beschreibt genau so gut und im Detail den Alltag, die Lebens- und Schaffensart aus dem schwäbischen Dorf von einst, sowie das Moderne aus dem heutigen Alltag mit all seinen neuen Erfindungen, Problemen und Lebensweisen.
Die Aufzeichnungen vom "Gelben Ball" die Geschichte um die "Wes Resi" oder um die "Marjann" sowie eine sehr beeindruckende Beschreibung des "Scherenschleifers Bohoniak". In dieser Arbeit, sehr interessant für mich als Lenauheimer, wird die "Postgass" und nicht nur mit ihren Begebenheiten dargestellt. Wie es so üblich war, in den Heidegemeinden des Banates kamen die Motzen mit Obst, Kalk, Holzprodukte und vielem mehr zum Handeln, mit den wohlhabenderen schwäbischen Bewohner des Flachlandes, für Getreide das im Bergland nicht so üppig und qualitätsvoll wie im Banat war. Desgleichen kamen auch Handwerker in den Ort die schon ihre Kunden von vorhergehenden Jahren kannten und um Aufträge nicht zu bangen brauchten. So auch der Scherenschleifer Bohoniak der alljährlich nach Lenauheim kam um Scheren und andere Arbeitsgeräte zu schleifen und Töpfe zu löten. Wir erfahren wie gut die Leute mit ihm auskamen, obwohl er Slowake war und die deutsche Sprache nicht zum Besten beherrschte, aber zum durchkommen in einer schwäbischen Gemeinde reichte es allemal. Er schildert das auf der Gasse Sitzen am Abend, das schöne Beieinandersein von Jung und Alt. Das Erzählen der Neuigkeiten was so in der Gemeinschaft geschehen ist, das Vortragen von schönen deutschen Volksliedern und vieles mehr. Der Scherenschleifer erzählte aus seinem bewegten Leben, von seiner Familie wie die sich so durch das Leben schlagen und er singt auch Lieder in seiner Sprache, die er den Lauschenden zuerst übersetzt und dann melodisch darbrachte.
Um nur einen kleinen Einblick in den hochinteressanten Vorlesungsnachmittag zu gewähren habe ich das oben angeführte kleine Beispiel stellvertretend für so viele beschriebene Begebenheiten angeführt.
Seitens des Kreisverbandes Mannheim wurde unserem Landsmann Helmfried Hockl herzlichst für seine Vorlesungen gedankt. Es folgte noch einige kleine Aussprachen des Autors mit dem Publikum.
Möge unser Lenauheimer Landsmann weiterhin soviel Schaffenskraft aufbringen um der Nachwelt je mehr unseres gewesenen Alltags, Begebenheiten und noch vieles mehr festzuhalten.
Ab dem 1. Mai tritt ein neues sechsstelliges Postleitzahlensystem in Rumänien in Kraft. Demnach wird für Lenauheim die neue Postleitzahl 307240 gültig sein. Weitere Informationen, sowie Postleitzahlen für andere Orte finden Sie auf der Internetseite der rumänischen Post
- http://www.posta-romana.ro.
Am 29. und 30. März 2003 waren die Vorsitzenden der Heimatortsgemeinschaften und der Kreisverbände der Landsmannschaft der Banater Schwaben nach Herrischried und in den Hotzenwald (Baden-Württemberg) zur üblichen Jahrestagung eingeladen. Angekommen im Ort Herrischried, an der Rotmooshalle, wurde jeder Einzelne bei der Anmeldungen, von der Frau des Bürgermeisters begrüßt.
Der Zeitpunkt war da, dass die Tagung beginnen konnte, Hr. Burger, Sprecher der HOG Vorsitzenden im Bundesvorstand eröffnete und moderierte die Tagung. Seitens der Gemeinde Herrischried begrüßte uns der Vizebürgermeister und, seitens der Landsmannschaft Hr. Krastl. Desgleichen war noch der Bundestagsabgeordnete dieser Region zugegen, der auch noch einige Begrüßungsworte an die Gäste richtete.
Es folgte der Rechenschaftsbericht des Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Bernhard Krastl. Er streifte nur gering einige unserer vielen Probleme, die wir in unseren täglichen landsmannschaftlichen Arbeiten zu bewältigen haben. Vor der angekündigten Aussprache bekam Hr. Peter-Dietmar Leber das Wort, er trug uns die aktuelle Lage über Band V, "Das Banat und die Banater Schwaben" vor. Nach seiner Aussage sind noch immer nicht alle Beiträge eingegangen, worum er auch eindringlichst nochmals bat. Er soll sich jetzt nach der Tagung nur mehr um diesen Band kümmern bis er fertig ist. Als Erscheinungsdatum nannte er Weihnachten 2003. Wortmeldungen kamen zögerlich, auf einmal waren es vier, dann fünf, jedoch konnten diese aus Zeitnot nicht wie gewohnt komplett ausdiskutiert werden. Nach diesen Wortmeldungen könnte man sagen, waren auch schon die Diskussionen und Vorträge über die Aktivitäten und Sorgen der Banater Schwaben in der Landsmannschaft abgeschlossen. Im Programm ging es mit zwei Vorträgen über die Hotzen, ihr Leben und die Auswanderung, sowie unsere Rückwanderung nach Deutschland weiter. Der zweite Vortrag von Hr. Burger hatte einen interessanten Schwerpunkt Saderlach und die Einwohner.
Es folgte ein geteilter Besuch der Tagungsteilnehmer, in das Freilichtmuseum Klausenhof Herrischried oder nach Görwihl in das Heimatmuseum wo ich auch dabei war. Es wurde uns eine kompetente Führung angeboten. Das Museum ist in einem einstöckigem Gebäude untergebracht, im Erdgeschoss sind Geräte von den Salpeterer, verschiedene Handwerker Werkzeuge, ein Leiterwagen und verschiedene andere Gegenstände ausgestellt. Im Obergeschoss kann man ein Bandelwebstuhl, der bis 1971 in Betrieb war, in normaler Tätigkeit bewundern. Desgleichen ist ein Bandelautomat, seit letzter Woche ausgestellt, der 36 Stunden ohne Betreuung produziert. Trachten der Hotzen stehen in einer Glasvitrine zur Besichtigung und eine Puppe in schwäbischer Tracht. Im hinteren Bereich ist ein Zimmer mit alter Möbel und alten Haushaltsgeräten, sowie eine Hahnen Ausstellung eingerichtet. Im Nebenraum konnten wir ein altes Schulmuseum mit vielen, schulischen Gegenständen von früher bewundern.
Um 20.30 Uhr war der Auftakt für den angesagten Heimatabend, in der Rotmooshalle. Es beteiligten sich die Gesangsvereine "Eintracht Herrischried", der Männerchor des Gesangsvereins "Hotzenwald" aus Rickenbach und die Gesangsgruppe "Sunnereen" der Banater Schwaben aus Nürnberg. Am nächsten Morgen wurde an der Ödlandkapelle die Patenschaft zwischen Banater Schwaben und dem Hotzenwald vollzogen.
Am 30. März besuchten wir gemeinsam den Gottesdienst in der katholischen Kirche zu Herrischried zelebriert von unserem Heimatpfarrer Zillich. Während der Messe wurde von einigen Banater Gemeinden die mitgebrachte Heimaterde geweiht, die anschließend am Gedenkstein entleert wurde. Es folgte eine Kranzniederlegung am Gedenkstein vor der Ödlandkapelle, seitens der Landsmannschaft der Banater Schwaben durch Bernart Krastl und Hans Georg Mojem. Die anderen Gedenksteine wurde auch von uns besucht, den Ahnen gedacht und an jedem Stein der angebrachte Text vorgelesen.
Nach der andächtigen Zeremonie und dem Wegsegen für die Heimkehrenden von Pfarrer Zillich, am Gedenkstein vor der Rotmooshalle sprach Bundesvorsitzender Bernhard Krastl einige Worte des Dankes und des Abschiedes. Er gab als Tagungsort für 2004, in alter gewohnter Form das Donauschwabenhaus in Frankenthal, bekannt.
Weitere Berichte und Fotos der Veranstaltung werden auf diesern Seite bereitgestellt:
- http://www.banater-schwaben.de/
- http://www.badische-zeitung.de/
In letzter Zeit kann man von Landsleuten anderer Banater Orte immer wieder erfahren, dass Familienbücher über ihre Heimatorte erschienen sind. Die Banater Post berichtete auch schon des öfteren über eine solche Neuerscheinungen. Es ist natürlich auch eine sehr wichtige Angelegenheit für unsere Nachfahren. Sie sollten die Möglichkeit haben sich über die Herkunft ihrer Vorfahren zu informieren. Das können sie nur durch so ein Familienbuch. Denn was zur Zeit an Daten, über unsere Ahnen, vorliegt ist lückenhaft und nicht jedem zugänglich. Das Thema Familienbuch wurde schon in einigen Vorstandstagungen der HOG Lenauheim angesprochen, hatte aber keine klare Zusage erhalten. Ein Grunde gegen die Erstellung eines solchen Buches ist in erster Linie die finanziellen Seite. Zur Besorgung der noch fehlenden Daten aus Rumänien wären in etwa 900 € notwendig, sowie Gelder für den Druck des Buches. Die Schwierigkeit besteht aber nicht darin wie man diese Gelder zusammenbekommt, sondern es fehlt die Gewissheit, dass auch Landsleute daran Interesse haben und diese Bücher kaufen.
Deswegen möchten wir jetzt an die Öffentlichkeit appellieren und unsere Landsleute um ihre Meinung bitten. Dadurch gelangen wir hoffentlich zu einem leichteren Entschluss, denn wir tragen die Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder beim Thema Familienforschung. Bitte melden Sie sich und äußern Sie ihre Meinung dazu. Die Heimatortgemeinschaft Lenauheim sollte sich doch in dieser Angelegenheit keine Lücke in der Datenerfassung der Banater Schwaben leisten.
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Das Jahr 2002 wird unter anderem auch als das "Lenaujahr" bezeichnet. Dies war auch ein Anlass für die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, sich schon zu Beginn des Jahres Gedanken über eine würdige Feier zu diesem Anlass zu machen.
Der Vorstand hat den Beschluss gefasst, einen Versuch zu starten, dieses große Ereignis gemeinsam mit dem Bürgermeisteramt in Lenauheim durchzuführen. Nach einer gemeinsamen Aussprache haben wir uns geeinigt in Lenauheim, dem Geburtsort von Nikolaus Lenau, an dem geeigneten Ort dieses Vorhaben umzusetzen. Es wurden reichlich Vorbereitungen von beiden Seiten getroffen. Kurz vor dem vereinbarten Festtermin kam auch noch der Kreisrat Temesch zu den Organisatoren hinzu.
Zu diesem 200 jährigen Anlass ist seitens der HOG Lenauheim eine Festschrift, Layout Jürgen Griebel, erschienen.
Aus Deutschland reisten Landsleute mit einem Reisebus und erfreulicherweise mehrere als man dachte mit den PkWs an. Desgleichen kamen auf Einladung, eine Gruppe aus dem Partnerort Mureck/Steiermark, zum Anlass des Geburtstages in Lenauheim an.
Am 10. August am Morgen war es dann so weit: Lenauheim auf Hochglanz geputzt wie in alten Zeiten hat seine Gäste erwartet. Die Sonne kam am Himmel nach mehrtägigem Regen zum Vorschein und brachte den Organisatoren noch mehr Mut. Zu Beginn der Kundgebung kurz nach neun Uhr fanden sich alle Gäste im Innenhof des Lenau-und Heimatmuseums ein. Zweireihig aufgestellt, stand die Trachtengruppe "Billeder Heiderose" Spalier, in ihren schmucken schwäbischen Trachtenkleidern. Ein rührendes Bild, dass das alte Gebäude schon lange nicht mehr erleben durfte.
Alinel Narita, der Lenauheimer Bürgermeister begrüßte alle Gäste die sich eingefunden hatten. Das nächste Grußwort kam von Mag. Ursula Fahringer seitens der österreichischen Botschaft in Bukarest. Werner Griebel, HOG-Vorsitzender, begrüßte alle Gäste aus Nah und Fern und brachte in großen Zügen das Leben und Wirken von Nikolaus Lenau vor. Er sagte: "Wo immer der Name Lenauheim fällt, ist damit das Lenau-und Heimatmuseum, das Lenau-Denkmal und nicht zuletzt Nikolaus Lenau gemeint. Die Lenauheimer Heidegemeinde wird jährlich von vielen Menschen persönlich oder über das Internet, aus Wissensdurst über den großen Lyriker und den Ort, besucht." Staatssekretär Ovidiu Gant, bemerkte dass laut letzter Volkszählung auf Landesebene die Stärkste deutsche Gemeinschaft im Banat lebt. Nikolaus Lenau ist ein Bindeglied zur deutschen und österreichischen Kultur, wozu die, die hier lebenden Deutschen ihren wesentlichen Beitrag leisten. Dan Ioan Sipos, Vorsitzender des Temescher Kreisrates würdigte den Dichter, bedauerte den Weggang der Deutschen aus dem Banat und lobte die gute Bewirtschaftung der Gemeinde Lenauheim. Karl Singer, Vorsitzender des Banater Demokratischen Forums, warf gleich mehrere Fragen in seinem Grußwort auf: "Was bedeutet uns Lenau? Welchen Platz nimmt er ein in unserem Kulturbewusstsein? Was verbindet geistig und geschichtlich unser Banat mit dem Schaffen dessen, dem wir heute in Achtung, Schätzung und Ehrung gedenken?", Richard S. Jäger, Stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben meinte "Nikolaus Lenau hat den Banater Schwaben ein Stück unvergessliche poetische Heimat auf den Lebensweg gegeben. Für sie ist es eine Ehrensache, Nikolaus Lenau, der unser kulturelles Leben bis auf den heutigen Tag begleitet hat, an seinem 200. Geburtstag zu würdigen."
Im weiteren Verlauf kamen zwei Gedichte von Lenau, "An den Wind" und "Blick in den Strom" zum Vortrag in Rumänisch von Alina Narita und in Deutsch von Astrid Griebel. Desgleichen trug die kleine Samantha Kron aus Heidelberg "Die drei Zigeuner" von Lenau in deutscher Sprache vor. Alle drei Mädchen waren in einer schönen schwäbischen Tracht gekleidet.
Es folgte ein Grußwort des Hatzfelder Bürgermeisters Kaba Gabor, der hervorhob, dass zur damalige Zeit auch die Hatzfelder Kulturtage stattfinden und überreichte an die Ehrengäste ein Gefäß aus gebranntem Ton, als Gastgeschenk.
Zu Ehren des Tages überreichte der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, Werner Griebel, dem Lenauheimer Bürgermeister Alinel Narita eine Ehrenurkunde für die jahrelange gute Zusammenarbeit zwischen der HOG und dem Bürgermeisteramt Lenauheim.
Samantha Kron überbrachte seitens der Oberbürgermeisterin Frau Beate Weber aus Heidelberg, ein Grußschreiben zu diesem Festtag, das der Bürgermeister allen Anwesenden vorlaß.
Anschließend folgte ein Besuch des Lenau-und Heimatmuseums in kompetenter Führung von Frau Dr. Annemarie Podlipny-Hehn. Das Gebäude ist zum Grossteil schon renoviert und wird in nächster Zeit in vollem Glanz erstrahlen. Mit dieser Gelegenheit einen recht schönen Dank an Herrn Peter Krier, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern, der Landsmannschaft der Banater Schwaben. Er ist mit Hilfe der HOG Lenauheim, Vermittler zwischen dem Bayerischen Staatministerium für Arbeit und Sozialordnung, über das Haus des Deutschen Ostens in München und dem Bürgermeisteramt Lenauheim, für die Renovierungsarbeiten am Geburtshaus.
Bei der Besichtigung der gesamten Räumlichkeiten im Obergeschoss konnten sich alle Besucher von der mühevollen Arbeit der stellvertretender Direktorin des Banater Museums Frau Tatina Badescu und ihrem Team, sowie der Mitarbeit von Frau Dr. Annemarie Podlipny-Hehn überzeugen. Die Lenauausstellung ist auf Themenbereichen in den Räumlichkeiten geordnet und hat noch einige Möbel aus der Zeit in der Lenau lebte zu zeigen.
In dem Heimatmuseum finden wir einen Raum mit Bilder und Daten über Lenauheim, das etwas Neues für diesen Bereich ist. Anschließend kann man die Trachtenpuppen in gewohnter Aufstellung in ihren bunten Kleidern aus fast jeder "deutsch" gewesenen Ortschaft des rumänischen Banates besichtigen. Desgleichen finden wir in diesen Räumen sehr viele Bilder die uns die Vergangenheit in die Gegenwart zu vermitteln versuchen. Bilder sowie eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, eine Vorratskammer und einen Raum mit Arbeitsgeräten, eingerichtet wie früher, kann man in den hinteren Räumen des Obergeschosses sehen.
Nach Besichtigung des Museums begaben sich die Ehrengäste, die Veranstalter mit den Gästen aus Nah und Fern zum Kriegerdenkmal im römisch katholischen Kirchenhof. Zum Gedenken an unsere Ahnen wurden zwei Kränze niedergelegt. Einer seitens des Kreisrates und des Bürgermeisteramtes, durch Kreisratsvorsitzender Dan Ioan Sipos und Bürgermeister Alinel Narita. Der zweite wurde von Hans Taugner und Werner Griebel seitens der HOG Lenauheim für unsere Gefallenen und Vermissten, am Denkmal niedergelegt. Zu der Kranzniederlegung spielte Walter Griebel die Melodie "Ich hatte einen Kameraden" auf dem Akkordeon. Nach dem Totengedenken, vorgetragen von Werner Griebel, folgte ein "Vater unser" in Deutsch und Rumänisch gebetet von Herrn Ignatz Bernhardt Fischer und den anwesenden Besuchern.
Es erklangen die Heimatglocken unserer in vollem Glanz erstrahlenden Kirche, die alle Gäste und Lenauheimer zum Gottesdienst einluden. Der Gottesdienst hat in so Manchem der zu diesem Anlass in seine alte Heimat zurückgekehrt ist, und nicht nur bei Denjenigen eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Dies nicht zuletzt durch die hervorragende Predigt von Herrn Ignatz Bernhard Fischer, der sich zum Anlass dieses Festtages, der 200. Geburtstag von Nikolaus Lenau (der auch in dieser Kirche das Sakrament der heiligen Taufe empfangen hat), sehr bemühte wie auch schon in den letzten Jahren für die katholischen Gläubigen aus Lenauheim.
Als darauffolgender Punkt in dem Programm des Lenaufestes stand die Kranzniederlegung am Lenaudenkmal im kleinen Park vor dem Gemeindehaus (Rathaus) an. Es wurden vier Kränze von Alina Narita und Astrid Griebel mit entsprechender Beschriftung für folgende Vertretungen niedergelegt: Alinel Narita und Sima Bibu fürs Bürgermeisteramt Lenauheim, Alfred Mühlroth und Werner Griebel für die HOG Lenauheim, Mag. Ursula Fahringer und Dr. Karl Singer für die Österreichische Botschaft und für das Demokratische Forum der Deutschen im Banat, sowie zwei Beauftragte des Kreises Temesch. Zu der Kranzniederlegung kam die musikalische Begleitung auf dem Akkordeon von Walter Griebel mit der Melodie auf das Gedicht "Einst und jetzt". Es waren sehr rührende Momente, manch einem schlug es zu Gemüht, ein Symbol der Liebe zur Heimat.
In der verflossenen Zeit dieses Samstages ließen sich die Angestellten der Gemeinde Lenauheim und ihre Helfer kaum eine Minute Zeit für das was in der Öffentlichkeit passierte. Sie haben nämlich das Essen und das Herrichten der Tische für die Gäste selbst bewältigt, wofür man ihnen ein besonderes Lob aussprechen muss. Man konnte es an den zufriedenen Gesichtern der über vierhundert speisenden Gästen wahrlich sehen. Nach der eingenommenen Mahlzeit gingen die Ehrengäste, Gäste und Organisatoren gemeinsam zum römisch katholischen Friedhof, durch die Kirchengasse am Südrand des Ortes. Hier fand wie vorgesehen eine Kranzniederlegung seitens des Bürgermeisters Alinel Narita sowie der HOG Lenauheim durch Christian Mühlberger und Werner Griebel, am Grabe der Schwester Lenaus für sie und alle Verstorbenen statt. Es wurde auch um eine Gedenkminute gebeten. Herrn Ignatz Bernhard Fischer zelebrierte ein Totengedenken an diesem Grabe in Anwesenheit aller Gäste. Anschließend wurden die Gräber unserer Ahnen und die Soldatengräber besucht.
Feste hatten und haben auch einen fröhlichen und unterhaltsamen Teil, so war es auch beim Lenaufest in Lenauheim. Auf den Straßen in der Ortsmitte stand ein Karussell (Ringelspiel), es waren einige Stände von privaten Firmen unter den schönen Kastanien aufgestellt. Man konnte bei kühlem Bier, "Mici" und Steak die festliche Zeit in vollen Zügen genießen. Zur gleichen Stunde ging es im frisch renovierten Kulturhaus (Groß Wertshaus) mit einem Kulturprogramm weiter: Als erstes traten die rumänische Tanzgruppe "Ansamblu Banatul" aus Temeschburg mit großem Applaus auf. Seitens der HOG wurde durch Herrn Alfred Mühlroth unserem Vertrauensmann vor Ort, Herrn August Griebel eine Ehrenurkunde für die gute Zusammenarbeit überreicht. Danach folgte die Trachtengruppe "Billeder Heiderose", in Obhut von Edith Barta, eine Gruppe die beabsichtigt die deutsch schwäbische Bräuche, Volkstänze und Trachten weiter zu führen. Sie tanzten sich in die Herzen der Gäste wofür sie entsprechend gewürdigt wurden. Instrumentaldarbietungen folgten von unserem Landsmann Walter Griebel, der mehrere Melodien auf seinem Akkordeon in gewohnter Qualität darbrachte und das Publikum mitriss. Desgleichen kam eine musikalische Grußbotschaft von Bürgermeister Wiesner aus dem Partnerort Mureck und Helmut Kahr, Obmann der Südsteirischen Rumänienhilfe (Klarinette und Harmonika). Auch sie brachten mit ihren Liedern gute Stimmung auf. Zum Abschluss trug Herr Peter Kron, ein Lenauheimer Kind (84 Jahre alt), Gedichte in rumänischer und deutscher Sprache zu Ehren des Tages mit viel Können vor.
Am 11. August, Sonntagsabends 19 Uhr, fand in der römisch katholischen Kirche zu Lenauheim zu Ehren des Festtages ein Orgel-und Violinkonzert statt. Es wurde von Dr. Franz Metz und Karl Wilhelm Agatsy dargeboten. Dem Konzert wohnte ein zahlreiches und dankbares Auditorium bei.
Es war ein langer, für manch einen ein anstrengender, aber wir hoffen doch ein schöner Tag. Der 10. August 2002 in Lenauheim, und wir denken, manch einer spielte schon mit dem Gedanken "Möchte wieder in die Gegend...." wie unser Tschatader/Lenauheimer Lyriker es damals niederschrieb.
Wir haben nun für Sie, einige Fotos aus dem Tagesgeschehen auf unserer Seite bereitgestellt. Klicken Sie hier um zu den Fotos zu gelangen
Am 7. September war es für dieses Jahr, schon das zweite Mal, dass sich Lenauheimer Landsleute zu einer gemeinsamen Veranstaltung trafen. Das erste mal am 10. August in Lenauheim, zu der Lenaufeier und nun zu unserem traditionellen Fußballspielen. Einige, obwohl sehr begeistert für den runden Ball sind immer benachteiligt, weil sie einen sehr weiten Weg antreten müssen, bedingt durch den rotirenden Veranstaltungsort. Diesesmal war der Austragungsort Villingen-Schwenningen/Weigheim, wo die meisten unserer erfolgreichsten Turniermannschaft zu Hause sind. Die Planung und Organisation hatten Peter Taugner und Egmont Viel in die Hände genommen. An jenem Spätsommer Morgen waren alle einheimischen Spieler als erste auf der Sportanlage und erwarteten ihre Gäste mit einem kleinen Imbiss. Die Gastmannschaften und Zuschauer reisten nach und nach an und zur vereinbarten Zeit konnte mit dem Fußballspielen begonnen werden. Der Spielplatz war mit einem sehr schönen Rasen belegt und somit konnte der Schiedsrichter, Peter Taugner, anpfeiffen. Für das erste Spiel wurden zwei Mannschaften von fast gleicher sportlicher Stärke, wo auch zwei Mädchen beteiligt waren, gebildet. Es begann ein faires und schönes Spiel. Die Zuschauer hatten ihre Freude und man hörte des öfteren fragen: "Wer es dann des wo jetz gschoss hat?". Ein Zeichen das unsere Jugend erfreulicherweise weiter ihren Gefallen an unserer gemeinsamen Sportveranstaltung hat und es ist auch wünschenswert, dass es auch die folgenden Jahre so bleiben soll.
Das zweite Spiel und entscheidende wurde zwischen Pokalverteidiger Villingen-Schwenningen und einer Mannschaft aus Landshut/Karlsruhe/Augsburg ausgetragen. Dieses Spiel bot dem Zuschauer ein Fußball wie er es in den Banater Ortschaften gewohnt war. Die Spieler hatten viel Ehrgeiz, waren zum Teil konditionell sehr gut drauf und einige zeigten eine ausgezeichnete Spieltechnik. Den Pokal konnte nun die Mannschaft aus Landshut/Karlsruhe/Augsburg erringen und dies nicht unverdient. In dieser Mannschaft spielte auch der Torschützenkönig des Treffens, Ronald Klein. Ein junger Mann der dem Publikum und seinen Gegner nicht nur schöne Tore zeigte sondern auch eine gute spielerische Leistung.
Als drittes Spiel war eine gemischte Damenmannschaft, ein Novum für unser Treffen, die gegen eine Jugendmannschaft antrat. Sie hatten alle ihre Freude an dem Spiel und denken daran nächstes mal eine Damenmannschaft ins Rennen zu schicken.
Das vierte Spiel kam ganz spontan zustande und hatte deswegen seinen besonderen Reiz. Es spielten Damen, Herren im besten Alter und einige im fortgeschrittenem Alter mit. Das schmälerte aber nichts an der sportlichen Qualität des Spieles, aber es hatte auch seinen unterhaltungswert für alle Anwesenden.
Wenn man so lange Fußball spielt, das Essen immer verschiebt, kann es mal vorkommen das dem Wirt das Essen ausgeht. So war es bei unserem Treffen. Da wir aber hartnäckig sind und unsere Tätigkeiten bis zu Ende durchziehen, konnten wir den Wirt noch überzeugen etwas an Wurst beizuschaffen und letztendlich gab es dann für alle die Fußball spielten Bratwürste, Pommes und Salat zum Wiederauftanken der verlorenen Kräfte, seitens der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim.
Nach der gemütlichen Mahlzeit folgte eine Dankesansprache seitens des Vorsitzenden der HOG Lenauheim, sowie die Einladung zum nächsten Fußballtreffen am 13. September 2003 in Karlsruhe. Die Pokalübergabe an die Landshut/Karlsruhe/Augsburg Mannschaft wurde vom Lenauheimer HOG Sportreferenten Peter Taugner vorgenommen. Desgleichen die Urkundenverteilung und einige Einladende und anspornende Worte insbesondere an die Jugend, die unserem Sportveteranen besonderst am Herzen liegen und auf die man auch für die Zukunft bauen muss und soll um eine Gemeinschaft innerhalb unserer Landsleute beizubehalten.
Damit noch einen schönen Dank an unsere Landsleute aus Villingen-Schwenninger für die Mühe die sie sich gemacht haben, um allen Anwesenden einen schönen Tag zu bieten.
Auch von diesem Ereignis haben wir einige Fotos aus dem Tagesgeschehen auf unserer Seite bereitgestellt: Foto 1; Foto 2; Foto 3; Foto 4
Die Kirche spielt im Menschenleben eine bestimmte Rolle, der Eine hat einen größeren, der Andere einen geringeren Bezug dazu. Tatsache ist: Die meisten unserer Landsleute sehen nicht nur nach der Aussiedlung, sondern sahen schon in der alten Heimat, die Kirche als ihren Lebensmittelpunkt. So ähnlich könnte man es auch bei unserem Landsmann Johann Menser, Jahrgang 1933, sehen. Er ist gelernter Schreiner, von altem Holz. In der alten sowie noch einige Jahre in der neuen Heimat übte er seinen Beruf aus. Als Rentner wird überlegt, was man Sinnvolles in seiner freien Zeit machen soll. Etwas als Erinnerung an unseren Volksstamm, an unsere Heimat und an unseren Geburtsort für die nächsten Generationen übergeben zu können ist da eine sinnvolle Alternative. Die Nostalgie, unserer über 200jährigen Anwesenheit im Banat, in die Gegenwart zu bringen war einer der Gründe, der Johann Menser zum Entschluss kommen lies, die Lenauheimer römisch-katholische Kirche in Miniatur nachzubauen.
Er baute die Kirche nach, die vor 225 Jahren, am 11. Oktober 1778 eingeweiht wurde und deren Schutzpatronin die Heilige Theresia ist. Sie erlebte während der Jahre manche Veränderungen und wurde im Jahre 1992 durch Initiative einiger beherzter Landsleute aus Lenauheim und Deutschland durch finanzielle Hilfe der Diözese Köln im Außenbereich überholt.
Das Baumaterial war für unseren Landsmann logischerweise das Holz. So kam es dazu, dass er in Kleinstarbeit aus Buchen-, Ahorn-, und Birkenholz unsere Heimatkirche in einer Länge von 56 cm, Breite 28 cm und der Höhe von 56 cm auf eine Sperrholzplatte mit nachgestelltem Fußbodenmuster bastelte. Am Dach findet man die gleiche Konstruktionsform wie in der Realität. Der Kirchenturm ist mit vier Uhren, sowie an der Rückseite der Kirche mit einer Sonnenuhr versehen. Die Regenwasserrinnen und Regenwasserfallrohre sind aus Kupferrohren gestaltet. Das Dach ist insgesamt so gebaut, das man es ab dem Deckenbereich kompakt abheben kann. Somit hat man einen guten Überblick zu dem gesamten Innenraum. Dieser ist originalgetreu nachgearbeitet, mit Hauptaltar und Nebenaltären, die Kanzel, der Taufbrunnen und die Beichtstühle, alles kann man darin sehen. Selbstverständlich stehen auch die Bänke in der kleinen Kirche. Auf dem Chor ist die Orgel mit ihren Orgelpfeifen, sowie der Blasebalg mit der Lattenumzäumung zu erkennen. Die Haupteingangstüre ist auch fachmännisch nachgebaut, wobei oberhalb davon die Jahreszahl der Erbauung der Kirche nicht fehlt. Seitlich des Kirchenschiffes ist die Sakristei mit dem Männerchor angebaut. Bei der Betrachtung dieses Kunstwerkes fühlt man sich einigermaßen in die Vergangenheit versetzt, der Eine oder Andere kann bestimmt in Gedanken eine Begehung aus früheren Zeiten nachvollziehen. Eine gewisse Nostalgie erwacht bei dem Anblick. Das denke ich, ist auch eine Anerkennung für Johann Menser, der Menschen die eine Freude beim Betrachten haben. Es ist eines der Ziele, das unserem Landsmann am Herzen lag, weiter zu vermitteln und die Kirche bei den Menschen wieder in den Mittelpunkt ihres Lebens zu bringen.
Gelegentlich des Lenauheimer Heimattreffens am 13. September 2003 will Johann Menser, nach Möglichkeit, sein Exponat in Karlsruhe der Öffentlichkeit vorstellen. Der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim würde dieses Vorhaben begrüßen.
Wir haben nun für Sie, einige Fotos des Modells auf unserer Seite bereitgestellt: Foto 1; Foto 2; Foto 3; Foto 4
Weihnachtszeit besinnliche Zeit, das war nicht immer so, überhaupt in unserer alten Heimat, im Banat, in der Nachkriegszeit. Man wollte die religiösen Feiertage immer so gut wie möglich feiern oder in einer feierlichen Atmosphäre abhalten. In der Katholischen Kirche wurde die Geburt Christi in den meisten Orten des Banates würdig gefeiert, es kam auch auf die Feiertage an, auf welchen Wochentag sie vielen. Die schöne Barocke Kirche in Lenauheim, erbaut 1779 wurde mit Christbäumen am Hauptaltar und je einen an den Nebenaltäre geschmückt. Dazu kamen die vielen Tannenzweige, die Kerzen und der bunte Christbaumschmuck. Das Wichtigste und Schönste war: die Krippe mit dem Jesuskindlein, der Stall mit Schilfrohr gedeckt und Sterne bestickt, sowie Schneeflocken. Sie war immer unweit des Taufbeckens unterhalb der Kanzel aufgebaut und in dieser Zeit der wichtigste Punkt in der Kirche. Der Kirchenchor hatte sich zu diesem Anlass besonders vorbereitet und brachte neben den uns allvertrauten schönen Marienlieder, die weihnachtlich bezogenen zur Interpretation. Es waren Frauen die im Alltag Mütter und Hausfrauen oder berufstätig waren, die eine Erfüllung in dem Chorgesang fanden und für die Gemeinschaft, mit der Kantorin eine Wohltat vollbrachten. Unser Herr Pfarrer, langjährig in unserer gewesenen Gemeinde tätig, versuchte für die weihnachtliche Zeit das Möglichste umzusetzen und die Gottesdienste feierlich zu gestalten.
Nach der Mette, die Gott sei Dank von den meisten Gemeindemitgliedern besucht werden konnte, was ja auch nicht von der Behörde gern gesehen aber einigermaßen geduldet wurde, strömten die Kirchenbesucher wieder in ihre Straßen und Häuser. Jedes Kind freute sich schon auf das Geschenk vom Christkind. Es war nicht immer gut ausgestattet, manche Jahre besser, manche Jahre schlechter. Ein Christbaum war meistens dabei, geschmückt mit Glasbällen in allen Farben, mit Engel aus Stroh oder Porzellan, mit einem Stern oder Spitze, Lametta, dem guten alten Salonzucker, Wachskerzen in mehreren Farben und Spritzkerzen oder später dann die Lichterketten. Unter dem Christbaum lag meistens das Wichtigste für die Kinder: die Geschenke. Jedes Kinderauge funkelte da schon, was denn das Christkind gebracht hat? Meistens hatte man ja das Gewünschte, denn es wurden Briefe an das Christkind geschrieben, mit der Hoffnung, dass es Einsicht mit Einem hat und dann die Sachen auch zu Weihnachten bringt. Die Eltern, Großeltern und Verwandte die dabei waren freuten sich doch immer mit den Kindern, sie beschenkten sich auch nach Möglichkeiten und Bedarf. Bei uns wurde immer nach der Bescherung das alte Grammophon aufgezogen und Platten mit Weihnachtslieder wie: Oh Du Fröhliche, Süßer die Glocken klingen, Oh Tannenbaum und noch viele andere aufgelegt. Zur gleichen Zeit brannten die bunten Wachskerzen sowie die Spritzkerzen die nicht ganz ungefährlich waren. Als Kind war es für meinen Bruder und mich ein wunderschönes Gefühl. Es war ein Gefühl der Vollkommenheit, der Zufriedenheit für die ganze Familie, in einer Zeit wo die Abhaltung der Feiertage nur geduldet waren. Offiziell gab es in der Zeit des kalten Krieges in unserer Banater Heimat nur drei offizielle freie Feiertage im Jahresablauf : Neu Jahr, 1. Mai und 23. August.
Am ersten und zweiten Weihnachtstag, war Brauch das die Kinder zu den nahen Verwandten wie: Patt und Gohd, Großeltern usw. gingen, die Weihnachten anzuwünschen. Als Kind wusste man ja, das der Rundgang auch seine guten Seiten hat, das man von jedem Besuchten ein Weihnachtsgeschenk bekommt. Es waren kleinere und größere Geschenke die immer bei den Kindern eine große Freude auslösten. Jedes Kind wollte doch immer das Beste, Meiste und Schönste bekommen haben. Zufriedenheit war in den meisten Fällen eingetreten, aber es gab auch weniger bemittelte Haushalte, aus welchem Grund auch immer, da gab es schon mal auch Tränen an solchen Tagen.
Weihnachten war auch ein Fest der Gemeinschaft, es trafen sich Familien, Bekannte, die Jugend zu einer Unterhaltung (Namenstag Hans), wie es sich vom Wochentag des Festes einrichten lies. Es sind Erinnerungen die einem immer wieder in den Sinn kommen, Erinnerungen von denen man sehr oft bei Besuchen von Landsleuten darüber redet und ganz oft davon in Einsamkeit oder in Gesprächen davon zehrt. Wie sagt man immer so schön: Weist du noch wie es damals war?
Am 18. und 19. Mai, Pfingsten, fand in Ulm der "Heimattag der Banater Schwaben" in den Donauhallen statt. Am Pfingstsamstag fand ein Empfang des Oberbürgermeisters der Stadt Ulm statt, gefolgt von einer Gedenkfeier am Auswandererdenkmal die mit einem Konzert des Schubert Chores begleitet wurde. Am Abend fand zum 200. Geburtstag von Nikolaus Lenau im Kornhaus ein Festprogramm zu dessen Ehren mit Text und Liedvorträgen statt. Der Pfingstsonntag begann mit einem Gottesdienst. Zur Hauptkundgebung fanden sich ebenfalls viele Zuhörer ein. Das Grußwort kam von der Innenministerin des Saarlandes,
Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Kulturnachmittag wurde durch die Jugendgruppe der Landsmannschaft der Banater Schwaben gestaltet. Zur gleichen Zeit fanden auch die Treffen der Landsleute in den Hallen statt.
Die SÜDWESTPRESSE titelte am Dienstag, 21.05.2002:10000 beim Bundestreffen
UCK - ULM Als "lebendiges Stück Europa" bezeichnete Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, am Sonntag in Ulm die Landsmannschaft der Banater Schwaben. Rund 10 000 Vertreter aus Deutschland, Österreich, den USA und dem Banat in Rumänien hatten sich zum 24. Bundestreffen eingefunden, zu Austausch und Begegnung in sportlichen, kulturellen und auch politischen Veranstaltungen. Tenor der Hauptkundgebung, an der unter anderem der Aussiedlerbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Heribert Rech, teilnahm: Gemeinsames Ziel von Vertriebenen und Nicht-Vertriebenen muss es sein, an einem wirklich vereinten Europa zu arbeiten. In Deutschland leben heute rund 350 000 Banater Schwaben, davon mehr als 200 000 in Baden-Württemberg und Bayern. Und nun haben wir einige Impressionen für Sie zusammengestellt.
Am 4. Mai fand in Landshut die Vorstandstagung der HOG Lenauheim statt. Der Vorstand besprach folgende Punkte:
Wie schon angekündigt fand am 22. September das Lenauheimer Heimattreffen in Augsburg-Haunstetten statt. Um 10 Uhr trafen sich die Fußballfreunde auf dem Platz des TSV Haunstetten, wo das Fußballspiel ausgetragen wurde. Um 14 Uhr war Saaleröffnung und die Lenauheimer Landsleute ließen nicht lange auf sich warten. In der Sankt Albert Kirche fand um 15 Uhr der Gottesdienst zu Ehren unseres Treffens statt. Die Zehlebration wurde in feierlichem Rahmen von Pfarrer Markus Mikus gestaltet, der des öfteren die alte Heimat sowie die gute Integration unserer Landsleute in der Bundesrepublik hervorhob. Musikalisch wurde die Messe von dem Augsburger Chor der Landsmannschaft der Banater Schwaben unter Leitung von Werner Zippel mitgestaltet. Anschließend konnte man im Festsaal die Bilderausstellung unseres Landsmannes Ewald Weyer besichtigen. Er stellte 14 farbenprächtige Bilder, Öl auf Leinwand aus. Die Ausstellung kam bei vielen Landsleuten sehr gut an und gab der Veranstaltung ein künstlerisches Flair. Einige Werke können auch hier eigesehen werden. Beim Eintritt bekam jeder Gast das Heimatblatt Lenauheim 2001 ausgehändigt. Es ist die zweite Folge diesmal umfast es 40 Seiten und hat das Hauptthema die Baragandeportation sowie andere interessante Themen. Es war ein Treffen, an dem alle Generationen vertreten waren, wo sich ein lebendiges Gemeinschaftsgefühl zeigte wie ehemals in Lenauheim. Die Menschen zeigten das unsere Gemeinschaft auch in der neuen Heimat weiterlebt was den Vorstand der Heimatortsgemeinschaft bestärkt weiterzumachen.
Die Begrüßung der Landsleute und Gäste folgte durch HOG-Vorsitzenden, Alfred Mühlroth er gab einen ausführlichen Bericht über die Vorkommnisse der letzten zwei Jahren und über den Stand des Friedhofes in der Heimatgemeinde. Als Ehrengast durften wir Herr Josef Lutz, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Landsmannschaft der Banater Schwaben begrüßen. Josef Lutz, begrüßte alle Anwesenden und überbrachte auch die besten Grüße der Landsmannschaft der Banater Schwaben aus München, und die unseres Bundesvorsitzenden Jakob Laub. Ein Ereignis war die Ehrung zweier Landsleute mit der Ehrenurkunde der Landsmannschaft und der Heimatortsgemeinschaft, die über Jahre aktiv bei der Gestaltung und Organisation der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim mitgewirkt haben: Elisabeth Mathias und Hans Taugner. Die Ehrungen wurden nach einer kurzen Würdigung durch Josef Lutz und Alfred Mühlroth vorgenommen. Unsere Senioren waren auch zahlreich erschienen und wurden anschließend durch Frau Elisabeth Mathias mit einer Urkunde und einer kleinen Aufmerksamkeit geehrt. Die Totengedenken für unsere verstorbene Landsleute wurde von Herrn Christian Mühlberger vorgenommen. Anschließend wurde der Kassenbericht von Michael Fuchs mit großem Interesse verfolgt. Die Zahlen unseres Kassenwartes waren in Ordnung. Letzte Handlung des alten Vorstandes war die Fußballerehrung durch Hans Taugner der den Pokal den Schwenninger Landsleute überreichte.
Als nächstes ging man zur Neuwahl des Vorstandes über. Josef Lutz wurde als Wahlleiter vorgeschlagen. Der alte Vorstand wurde entlastet und die neuen Vorstandsmitglieder wurden danach gewählt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Werner Griebel (Vorsitzender), Alfred Mühlroth (Stellvertreter), Hans Taugner (Kassenwart), Christian Mühlberger (Schriftführer), Peter Taugner (Sportreferent), Jürgen Griebel (Internet), Peter Taugner (Beisitzer), Ernst Vogel (Beisitzer), Elisabeth Mathias und Michael Fuchs (Kassenprüfer). Jedes Vorstandsmitglied wurde einstimmig in sein Amt gewählt.
Der neue Vorstand tagte anschließend in einem Nebenraum und beschloss unter anderem das nächste Lenauheimer Heimattreffen, in Karlsruhe in zwei Jahren abzuhalten sowie das nächste Fußbaltreffen im Jahre 2002 in Schwenningen auszuführen.
Unsere Landsleute hatten anschließend genügend Zeit die Neuigkeiten mit Nachbarn und Bekannten auszutauschen sowie viel zu erzählen mit den Menschen, wo man viel gemeinsames erlebte.
Die jüngere Generation wartete schon auf die Musik um das Tanzbein zu schwingen. Die Musik machte der Rietenauer Sound Express mit unserem Landsmann Walter Griebel. Er stand für gute Musik mit einem vielseitigen Repertoire von volkstümlicher Musik, Oberkrainersound, modernen Schlager und Evergreens was sehr gut ankam. Der Abend fand somit mit Tanz und Unterhaltung seinen Ausklang.
An dieser Stelle sei noch allen Landsleuten gedankt die finanzielle Spenden für die Pflege und die würdevolle Erhaltung des Lenauheimer Heimatfriedhofes im Laufe des Festes leisteten. Weitere Fotoaufnahmen zum Heimattraffen 2001 finden Sie in unserer Fotogalerie hier.
Am 22. September war es wieder einmal soweit, anlässlich des Heimatortstreffens unserer Lenauheimer Landsleuten in Augsburg, sich dem Fußball zu widmen. Es wurde schon viel im Vorfeld besprochen und geplant, aber es kommen leider immer weniger Fußballfreunde zu den Spielen. Wer kam, das hat sich gezeigt, war auch wirklich mit Herz und Seele bei der Sache. Der Wettergott spielte mit und es hielt von oben, so konnte es losgehen. Diesmal aus organisatorischen Gründen auf Großfeld, auf einem gepflegten Platz bei der Sportanlage Haunstetten in Augsburg. Es traten zwei Mannschaften an: die Mannschaft der Lenauheimer Landsleute aus Villingen-Schwenningen mit: Helmut Rössner; Nikolaus Vogel; Peter Rössner; Winfried Back; Erich Weniger; Egmont Viel; Heinz Franzen; Horst Neidenbach, Markus Rössner; Georg Dörner-Homann; Patrik Dörner-Homann gegen die Mannschaft der Lenauheimer Landsleute aus dem restlichen Bundesgebiet mit: Reinhard Jivan-Kloos; Helmut Mühlroth; Dietmar Landa; Michael Fuchs; Astrid Griebel; Heino Gebhardt; Raimund Seiler; Thomas Landa; Heino Roster; Manfred Minnich; und Manfred Dornstauder. Als Schiedsrichter fungierte Johann Taugner und als Spieldauer wurden zwei mal 30 Minuten festgelegt. Nach einem schönen spielerischen Anfang erzielte Georg Homann in der 11 Minute das erste Tor. Es folgte ein sportlich faires Spiel und an Toren sollte es auch nicht fehlen, sie folgten nacheinander Heinz, 19.22. und 25. Minute; Markus Rössner, 23. 48. Minute; Viel, 35. Minute; Minnich, 42. Minute; Thomas Landa, 44. Minute; Patrik Dörner-Homann, 98. Minute sowie Roster in der 59. Minute. Nach diesem erlebnisreichen Spiel stand es 8 : 3 für die Schwenninger und somit war der Sieger vom vorigen Jahr in Fürth auch der Sieger von 2001 in Augsburg. Am Abend im Rahmen unserer Unterhaltung wurde der Pokal feierlich übereicht sowie der zweiten Mannschaft auch eine Teilnahmeurkunde.
Wir danken den beherzten Fußballspieler, für ihre Beteiligung und wünschen uns das nächstes Jahr, in Schwenningen, einige mehr am Fußballturnier teilnehmen. Weitere Fotoaufnahmen zum Fussballspiel 2001 finden Sie in unserer Fotogalerie hier.
Am 22. August 2000 sind es 150 Jahre seit dem Tod von Nikolaus Lenau. Über den Dichter wurde schon viel geschrieben, und darum möchte ich nicht näher auf das Schaffen und das Werk Lenaus eingehen, sondern vielmehr mich auf eine persönliche Spurensuche begeben.
Von der Existenz des Dichters Nikolaus Lenau habe ich zum ersten Mal in der 6. oder 7. Klasse der Allgemeinschule in Detta von meiner Deutschlehrerin Hedwig Noll erfahren. So richtig vertraut wurde mir der Name Lenau aber erst in Temeswar, wo ich von 1962 bis 1966 das "Lenau-Lyzeum" besuchte, das zur damaligen Zeit offiziell "Lyzeum Nr.2" hieß.
Nach elfjähriger Tätigkeit an der Allgemeinschule in Moritzfeld kam ich im Herbst 1980 an die Allgemeinschule Lenauheim, in den Ort also, wo Nikolaus Lenau am 13. August 1802 das Licht der Welt erblickte. Erst ab diesem Zeitpunkt begann ich mich näher mit Lenau, mit dessen Leben und Werk auseinanderzusetzen.
Lenau ist zweifellos der größte Sohn der Heidegemeinde Lenauheim, aber hier erblickten noch zwei weitere donauschwäbische Literaten das Licht der Welt, und zwar die Dichterin Annie Schmidt-Endres (1903-1977, Kelheim) und der Schriftsteller H.W. Hockl (1912-1998, Linz).
Zur Zeit der Geburt Lenaus hieß der Ort allerdings noch Csatád. Er befand sich im Komitat Torontal und gehörte zu Ungarn. Erst nach dem Ersten Weltkrieg kam Csatád zu Rumänien und trägt seit den 20er Jahren zu Ehren seines großen Sohnes den Namen Lenauheim. Fragt sich nur; wie lange noch, denn heute leben kaum noch Deutsche im Ort.
Wo ich einst so selig war Wo ich lebte, wo ich träumte Meiner Jugend schönstes Jahr! |
So lautet die erste Strophe des Gedichtes "Einst und Jetzt" von Lenau, Zeilen die in deutscher, rumänischer und ungarischer Sprache auf dem bekannten, 1905 im Geburtsort des Dichters eingeweihten Denkmals, stehen. Aber zwischen "Einst" und "Jetzt", zwischen "Gestern" und "Heute" - welch großer Unterschied! Ich war im Sommer 1996 in Lenauheim, aber der Ort ist heute anders, er ist mir irgendwie fremd geworden. Man trifft kaum noch einen Bekannten, und es wird einem klar, daß tatsächlich die Menschen den Ort heiligen!
Die leider viel zu früh verstorbene Helga Heinz schreibt nach ihrem Besuch im Herbst 1989 in Lenauheim, wie traurig und trostlos sie den Ort ihrer Kindheit und Jugend vorgefunden hat. Sie war erstaunt und verblüfft darüber, wie aktuell die paar Zeilen aus dem "Schlußgesang der Albigenser" von Lenau sind, die auf einer neben dem Eingangstor zum Lenau-Museum angebrachten Marmortafel stehen.
Mit heißen Wünschen, unvergoltnen Qualen, So wird doch in der Freiheit goldnen Strahlen, Erinnerung an uns als Träne blinken. |
Csatád-Tschatad (die Lenauheimer bezeichnen sich heute noch oft als "Schatader"/"Schaddader"), wurde 1767 während der theresianischen Ansiedlungsperiode gegründet. Hier wurde 35 Jahre später den Eheleuten Franz und Therese Niembsch geborene Maygraber (Maigraber) ein Sohn geboren, der von Pfarrer Josef Gruber auf den Namen Nikolaus Franz getauft wurde. Sein Geburtshaus war das 1775 erbaute Kameralhaus (Rentamt).
Am 11 Dezember 1802, also nur vier Monate nach der Geburt des kleinen Nikolaus Franz, starb hier Lenaus Schwester Magdalena. Das in Ulmbach (Neupetsch) 1799 geborene Mädchen wurde am 12. Dezember von Pfarrer Gruber auf dem Lenauheimer Friedhof beerdigt. Ihr 1934 von dem Bildhauer Franz Bohn und der Dichterin Annie Schmidt-Endres wieder gefundener Grabstein befindet sich heute in der Lenau-Gedenkstätte In Lenauheim. Er trägt die Inschrift: "Sie blühte kurz und schön | Magdalena von Niembsch | Anno 1802". Auf dem Friedhof wurde an der Stelle, wo der Grabstein gefunden wurde, ein Gedenkstein mit derselben Inschrift errichtet.
Das Csatáder Lenau-Geburtsjahr 1802 verzeichnete 88 Geburten, davon 47 Mädchen und 41 Knaben. Im August, dem Geburtsmonat Lenaus, sind acht Kinder zur Welt gekommen (fünf Jungen und drei Mädchen).
Schon im Frühjahr 1803 zog die Familie Niembsch nach Alt-Ofen. Lenaus Eltern weilten von August 1799 bis Frühjahr 1803, also nicht ganz vier Jahre, im Banat. Der kleine Nikolaus Franz war kaum einige Monate alt, als er das Banat für immer verließ.
1931 wurde die erste Lenau-Gedenkstätte im Kameralgebäude und Geburtshaus des Dichters durch die Bemühungen des Arztes Dr. Fritz Klingler (1899, Großjetscha-1985, Linz) eingerichtet. Nach der Wiedereröffnung des Lenau-Museums im Geburtsort des Dichters 1950 erfolgte 1969 die Neugestaltung der Lenau-Gedenkstätte - anläßlich der Tagung der Internationalen Lenau-Gesellschaft in Temeswar und Lenauheim.
Im Jahre 1971 wurde im Geburtshaus des Dichters auch das erste noch bestehende schwäbische Heimatmuseum im Banat eingerichtet und eröffnet. Während meiner Lenauheimer Zeit hatte ich die Möglichkeit, im Sommer 1981 einige Wochen in der Lenau-Gedenkstätte und im Heimatmuseum als Museumsführer tätig zu sein, stellvertretend für die langjährige Betreuerin der Gedenkstätte, Frau Elisabeth Brach, die zur damaligen Zeit zu einem Besuch in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland weilte. Elisabeth Brach ist 1997 in Hochstetten-Dhaun im Alter von 69 Jahren verstorben.
Hier einige Eintragungen aus dem Gästebuch der Lenau-Gedenkstätte und der Banater, schwäbischen volkskundlichen Ausstellung:
Im Oktober 1973 schreibt ein Ex-Banater aus München: "Mir ist das hier Gesehene eine geistige Wohltat, für die ich allen dankbar bin und bleibe, die zu dieser Gedenkstätte beigetragen haben - denn N. Lenau gehört zum Banat und wir zu ihm."
Eine Stockerauerin schrieb am 6. September 1971 ins Gästebuch: "Als Stockerauerin, dem Wohnort der Großeltern N. Lenaus, hat es mich besonders herzlich gefreut, den Geburtsort unseres großen Dichters besuchen zu dürfen. Vielen Dank für die nette Führung, das Museum ist ein kleines Schatzkästlein."
Dankbar ist Dipl.-Ing. Franz Vogel aus Brno/Brünn, 1979 die Möglichkeit gehabt zu haben, das Lenau-Museum in Lenauheim besuchen zu können. "Lenau könnte für unsere Zeit viel bedeuten (...), sein Werk und seine Lieder begleiteten mich schon in meinen frühen Jugendjahren in meinem Vaterhaus in Olmütz/Mähren, sie begleiteten mich in weiteren schweren und glücklichen Lebensjahren bis heute! Endlich konnte ich Lenaus Geburtshaus und das Heimatmuseum besuchen. Ich danke dem Geschick!"
Wie schon erwähnt, übersiedelt die Familie Niembsch 1803 nach Alt-Ofen. 1816 erfolgt dann der Umzug nach Tokaj und 1818 kommt der junge Niki zu den väterlichen Großeltern nach Stockerau bei Wien, die sich um seine künftige Ausbildung kümmerten. Im Jahre 1822 beginnt Lenau in Ungarisch-Altenburg (Magyaróvár) mit dem Studium der Landwirtschaft. Der junge Niembsch ritt oft die Leitha entlang, denn er liebte die Natur. Da ihm die landwirtschaftlichen Studien aber keine Freude bereiteten, gab Lenau diese bereits 1823 auf und ging nach Wien. Das heutige Mosonmagyaróvár entstand 1939 aus der Vereinigung der Städte Magyaróvár (Ungarisch-Altenburg) und Moson (Wieselburg). Wenn meine Frau und ich ins Banat fahren, so übernachten wir meistens in Mosonmagyaróvár bei Familie Joszef Huber, Ungarndeutsche, die aber heute kaum noch deutsch sprechen. Huber hieß auch Lenaus Diener und ständiger Begleiter während seiner Amerika-Reise. Dieser Philipp Huber trägt zufällig also den gleichen Familiennamen wie unsere Wirtsleute in Mosonmagyaróvár.
Obwohl Lenau nur als Kind und im zarten Jugendalter ständig in Ungarn lebte und er die ungarische Sprache nur mangelhaft beherrschte, hat diese Periode bleibende Spuren in des Dichters Leben hinterlassen. Wie schrieb Lenau doch einmal: Ja, die Heimat! Das sind Eindrücke die sich nie verwischen."
Von Wien kam Nikolaus von Niembsch, der ab 1830 seine Gedichte unter dem Pseudonym "Lenau" veröffentlichte, 1831 nach Württemberg. Bis dahin war er nur einem kleinen Wiener Freundeskreis bekannt. "Herrn Niembsch von Strehlenau aus Wien, einen Ungarn (sic!), einen herrlichen Dichter und Menschen", hatte Gustav Schwab (1792-1850) am 28.08.1831 dem Freunde Kerner in Weinsberg angekündigt.
Lenau machte das Kernerhaus in Weinsberg neben dem Schlösschen Serach in Esslingen, dem Wohnsitz des Grafen Mexander von Württemberg, seinen Stammaufenthalten in Schwaben. Dank Gustav Schwab und dem Verleger Cotta in Stuttgart, der sich von Anfang an für Lenau und sein Werk eingesetzt hatte, wurde Lenau in weiten Kreisen der Offentlichkeit bekannt.
Zum Freundeskreis von Lenau gehörte auch Justinus Kerner (1786-1862), Oberamtsarzt, Dichter und Retter der "Weibertreu". Ins Kernerhaus in Weinsberg sind die schwäbischen Dichter und die deutschen Romantiker, die Freunde Kerners, gern gekommen, so E. Mörike, G. Schwab, L. Uhland, N. Lenau, Karl A. Vamhagen von Ense, Ottihe Wildermuth und die vielen anderen. Sie alle wurden bestens von Friederike Kener, Kerners "Rickele", bewirtet.
Im Juli 1998 war ich in Weinsberg und habe bei dieser Gelegenheit auch das Kernerhaus (erbaut 1822) und das darin untergebrachte Museum besucht. Dabei hatte ich das eigenartige Gefühl, als würde ich jeden Augenblick in einem der Raume des Hauses oder auf der Terrasse die "Schar der in geselliger Runde versammelten Romantiker" antreffen. Denn Geselligkeit und Freundschaftskult fanden hier ihren idealen Hort, den die Gastgeber einem weit über die Stadt hinaus bekannten "Asyl der Gastfreundschaft" (Fr. Th. Vischer) machten. "Rickele", der gute Geist des Hauses, sorgte stets aufopferungsvoll für das Wohl der Gäste, so daß ein Gast wie N. Lenau versichern konnte "Wer bei Ihnen isst, dem ist es, als äße er die Lieblingsspeise seiner Jugend".
Im Wintersemester 1831/32 studierte Lenau in Heidelberg Medizin. Aber im Frühjahr 1832 war er europamüde und es zog ihn nach Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch er wurde dort bitter enttäuscht. Ernüchtert verließ er 1833 das "Land der Freiheit", um zu seinen Freunden nach Württemberg zurückzukehren.
1834 weilte Lenau wieder einmal in Weinsberg. Hier im Hause Kerners, im sogenannten Geisterturm, entstanden Lenausche Werke, zuweilen gar unter dämonischem Einfluss: "Wenn ich im Turmzimmer an meinem Faust dichte, fühle ich oft deutlich, wie der Teufel hinter mir steht und mir über die Achsel ins Manuskript schaut".
Hier in Schwaben entstand in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts auch Lenaus "Postillion". Der Dichter befand sich damals mit dem Balinger Pfarrer auf dem Weg von Hechingen über Steinhofen nach Balingen. In Steinhofen, dort wo jetzt ein Lenau-Denkmal an der Bundesstraße Nr. 27 steht, dort hat der Postillion angehalten und zum hoch am Berg liegenden Friedhof hinüber mit dem Posthorn das Lieblingslied seines verstorbenen Kameraden geblasen, sozusagen als Gruß ins stille Grab! Diese Begebenheit in einer lauen Frühlingsnacht war der Anlass zu Lenaus Gedicht "Der Postillion".
In Württemberg und seiner Residenz Stuttgart hält Lenau sich mehr als ein Jahrzehnt immer wieder auf und es sind dies die entscheidenden Jahre seiner dichterischen Existenz. Lenau faszinierte als Dichter wie als Mensch seinen Umkreis und schloss feste Freundschaftsbündnisse mit den schwäbischen Spätromantikern.
Adam Müller-Guttenbrunn schreibt im dritten Band ("Auf der Höhe") seiner Lenau-Trilogie:
"Wenn ich oft so denke, wie fremd ich nach Schwaben gekommen bin und wie wohl mir dort geworden ist, möchte ich abergläubisch werden wie der liebe Justinus von Weinsberg. Und all die schwäbischen Freunde klingen. Unser Kreis ist eine einzige Geige."
Und wahrlich - nirgendwo sonst war das Erlebnis echter Freundschaft für Lenau so überwältigend wie hier im Schwabenlande, und dies vom ersten Tage an!
Was aber die Abergläubigkeit des lieben Justinus von Weinsberg betrifft, so ist das bestimmt eine Anspielung auf Kerners Beschäftigung mit parapsychologischen Studien und mit dem Mesmerismus (Heilung durch magnetische Kräfte, damals eine richtige Modeerscheinung, benannt nach dem Arzt Franz Anton Mesmer, 1734-1815).
Im Herbst 1826 kam die 1801 als Tochter des Revierförsters in Prevorst in den Löwensteiner Bergen geborene Friederike Wanner, verh. Hauffe, bekannt geworden als die "Seherin von Prevorst", zu J. Kerner nach Weinsberg in Behandlung. Von April 1827 bis Mai 1829 lebte sie sogar in seinem Haus und er konnte bei ihr eine Vielzahl parapsychischer Phänomene beobachten. Lenau hat die "Seherin von Prevorst" allerdings nicht mehr kennen gelernt, denn sie starb bereits 1829 und liegt auf dem Friedhof von Löwenstein begraben.
Auch sein Dichterfreund Lenau zählte zu Kerners Patienten. Justinus konnte seinen Kranken zuhören. Lenau sagte ihm, was sein Herz beschwerte. Natürlich konnte Kerner keine Heilung bewirken, aber seine "Behandlung" tat - Wie bekannte doch Lenau: "Die Beichte war mir notwendig. Du trägst jetzt mit mir."
In Baden-Baden lernte Lenau seine künftige Verlobte, Mane Behrends (181 1-1889) kennen. Mitten in den Vorbereitungen für die Hochzeit bricht bei Lenau im Oktober 1844 die Geisteskrankheit aus. Der Arzt und Obermedizinalrat Karl Eberhard Schelling (1783-1854), Hausarzt der Familien Hegel, Mörike, Reinbeck u.a., diagnostizierte 1844 Lenaus "erstes Delirium" im Hause Reinbeck. Emilie Reinbeck (1794-1846; sie starb also schon vor Lenau!) war Lenaus Vertraute und verständnisvolle Freundin, deren Verlässlichkeit sich bewährt, als sein Wahnsinn ausbricht.
Nikolaus Lenau wird in die Heilanstalt Winnenthal bei Stuttgart eingeliefert. Hier nahm Kerner am 2. Juli 1846 von seinem Freunde Abschied. Im Mai 1847 wird Lenau auf Wunsch seiner Familie von seinem Schwager Anton Xaver Schurz (1794-1859) in die Irrenanstalt Oberdöbling bei Wien überführt. Hier starb er am 22. August 1850 in geistiger Umnachtung gegen 6 Uhr morgens in den Armen seines Schwagers Schurz. In Oberdöbling hat 1889 auch der große rumänische Dichter Mihiai Eminescu das erlitten.
Die irdische Laufbahn Lenaus war somit zu Ende, sein literarischer Ruhm aber wird die Zeiten überdauern. Im Vergleich zum Weitreisenden Juhus Wiszkocsill (Wiskotschill, 1857-1937) aus dem Lenauheim benachbarten Hatzfeld, der auf seinen zahlreichen Reisen etwa 250.000 Kilometer zurückgelegt hat, was mehr als sechs Erdumrundungen bedeutet, hört sich die von Lenau zeitlebens auf seinen Reisen zurückgelegte Wegstrecke von über 50.000 Kilometer eher bescheiden an. Ist es aber nicht, denn zu Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts war dies immerhin für die damaligen Verhältnisse eine sensationelle Strecke. Paradox ist nur, dass der unruhige und weit gereiste Lenau nie in die engere Umgebung seiner Geburtsstätte zurückgekehrt ist!
Auf dem idyllischen Friedhof in Weidling wurde Lenau am 24. August 1850 beigesetzt. Er gehörte nicht zu den glücklichen Menschen seiner Zeit, wie er selbst einmal in einem Brief an Sophie Löwenthal bekannte: "Ich bin keiner von den glücklichen Dichtern, die ihrer selbst und ihrer Werke froh werden wie Goethe." Und in einem seiner wenigen letzten lichten Momente seines Geistes in der Irrenanstalt zu Oberdöbling tat Lenau, der "Dichter des Weltschmerzes", den Ausspruch: "Der arme Niembsch ist sehr unglücklich."
Die Frage nach dem Glück beantwortet Lenau in seinem Vierzeiler "Frage" auf seine Weise:
Ein rätselhaft geborener Und, kaum gegrüßt, verlorener Unwiederholter Augenblick! |